Extension: Praxisanliegen und Probleme (Freiland, Gewächshaus, Vor- oder Nachernte)



ID-Nr. (Jahr-fortlaufende Nr.) Status FFG Status AGS Priorisierung Bearbeitung durch Gemüse Arbeitstitel Bereich Problemstellung und Zielsetzung Kommentar Forschung / Kommentar FFG / Kommentar FK Bio/VSGP
21-01 Allg. Gemüse Bekämpfung der Marmorierten Baumwanze Halyomorpha halys und der Grünen Reiswanze Nezara viridula mit den Eiparasitoiden Trissolcus japonicus / Trissolcus basalis A

Die beiden erwähnten Wanzenarten sind eingeschleppte Arten und haben einen sehr breiten Wirtspflanzenkreis. Seit einigen Jahren werden immer mehr Schäden in Obst- und Gemüsekulturen beobachtet. Dabei hat sich die Bekämpfung der Wanzen mit in der Schweiz zugelassenen Pflanzenschutzmitteln als auch die saubere und dichte Einnetzung der Kulturen als äusserst schwierig herausgestellt. Zudem gefährdet der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln den gut funktionierenden Nützlingseinsatz in den Gewächshauskulturen. In den Ursprungsgebieten werden die Wanzen unter anderen durch die natürlichen Gegenspieler T. japonicus und T. basalis parasitiert.


Die beiden Trissolcus Arten sind in der Schweiz bereits nachgewiesen. Erste Freilassungsversuche wurden 2020 durch das BLW bewilligt.


Ziel des Projektes ist es herauszufinden, mit welchen Freilassungsstrategien / Freilassungsmengen die beiden Wanzen durch T. japonicus und T. basalis unter Praxisbedingungen am besten bekämpft werden können.

21-02 Allg. Gemüse

Photo Bilddatenbank Schaderreger/Nützlinge

A

Identifikation von Schaderregern und Abgrenzung von Nützlingen auf Gemüsekulturen ist im Pflanzenschutz essentiell. Die Umstellung auf BIO-Anbau wird dies Problematik vergrössern. Experten in Entomologie bei Praxisfragen sind zu entlasten. Fachstellen sind aber Generalisten. Daher 1. Bilddatenbank aufbauen mit bestehenden Bildern zur a) Schulung b) Erstidentifikation (Können ebenso Konsumenten Funde rein) 2. Schulung der Fachstellen (z.B.: Thrips palmii erkennen)

21-03 Allg. Gemüse Status und Wirksamkeit der Desinfektion in Hors-sol Kulturen G Es kann versucht werden mit verschiedenen Techniken zu desinfizieren (Langsamfilter, UV chemisch etc.) Wissen über den Einsatz welcher Technik und deren Wirksamkeit in der Praxis gibt es nicht. Auch sind Schwachstellen wie Verbindung aller Häuser über einen Strang der Nährlösung Ausbreitungswege bestehender und neuer Krankheiten (Agrobacterium, Colletotrichum) und behindern allenfalls die Bekämpfung/Ausrottung im Quarantänefall.
Schritt 1: Erfassung Ist Situation in Betrieben 2. Analyse der Wirkung der Desinfektionsverfahren. 3. Vergleich /Gegenüberstellung 4. Suche nach Lösungen /Folgeschritte
21-04 Allg. Gemüse NO3 im Grundwasser F Gemüsekulturen werden im vollen Wuchs geerntet, entsprechend gibt es hohe Nmin Restmengen im Boden. Gleichzeitig ist die Düngung aufgrund von Erfahrungswerten/(nicht Messwerten) Praxis, ebenso auch weil das Probenziehen als zu intensiv/wenige aussagekräftig etc bewertet wird/Marktanliegen (Perfektes Gemüse, Uniformität) im Vordergrund standen. Die Sachlage hat sich geändert (Nitrogäu/ Humus erhalten). Es sollte geklärt werden inwiefern die Nutzung verschiedener Methoden (Pflanzensaftanalyse/Sensoren/Düngefenster) in Verbindung mit Anbautechnik (platzierte/herkömmliche- Düngung, pflugloser/Anbau/Untersaaten/Direktpflanzung kulturspezifisch (Arten/Lang/Kurzkultur) Entlastung bringen kann . Kosten/Nutzen sind zu evaluieren und ggf ein Label zu schaffen
21-05 Allg. Gemüse DNA/rna/Proteinbasierte Erkennung von Schaderregern G Thrips palmii gehört zu den Quarantäneorganismen. Doch wie sieht er genau aus und wie unterscheidet er sich von anderen Thrips, wie erkenne diesen Produzenten/Berater etc. Daher bitte:
Thrips palmii DNA Erkennung sowie ebenso für andere Krankheiten (Diagnostik stärken)