Extension: Praxisanliegen und Probleme (Freiland, Gewächshaus, Vor- oder Nachernte)



ID-Nr. (Jahr-fortlaufende Nr.) Status FFG Status AGS Priorisierung AGS Statusbericht Forschungspartner Bearbeitung durch Gemüse Arbeitstitel Bereich Problemstellung und Zielsetzung Kommentar Forschung / Kommentar FFG / Kommentar FK Bio/VSGP
21-33 neu U 1.8
Allg. Gemüse Abbaubare Mulchfolie A Beurteilung der Nachhaltigkeit von abbaubaren Mulchfolien (Plastikreduktion) FFG 2020: FiBL hat ein EU-Projekt eingegeben. Externes Projekt: verfolgen und weiterführen.
AGS Sep. 2020: Es läuft aktuell ein BLW-Projekt zwischen der ETHZ und AGS, im Rahmen dessen die Abbaubarkeit von verschiedenen Folien unter Labor- und Feldbedingungen untersucht wird. Diese Studie soll die Grundlagen für ein Zulassungssystem für bioabbaubare Folien in der Schweiz liefern.
21-21 neu L 2.7
Allg. Gemüse Neuartige Anbausysteme/Kulturpflanzen benötigen Schutz - proaktive Angehen von Pflanzenschutzproblemen in neuen Kulturen A Bedingt durch den Klimawandel, ist die Einführung neuer/ Wiederentdeckung alter Kulturen im Gange, ebenso aus Gründen der Innovation, Suche nach Nischen. Aber: Die Zulassungen beruhen nur auf den bekannten Kulturen. Hier wird also Innovation ausgebremst. Alle Versuche mit neuen Kulturen benötigen eine Begleitung von Pflanzenschutzseite und entsprechende Zulassungen (z.B. Trockenreis, Sorghum, Kichererbsen aber auch neu Anbauprodukte; Vanille/Gewürze/Heilpflanzen etc....) FFG 2020: Priorisierung >2.0 - zurückgestellt (individuell als Lückenindikation beantragen). Eingabe allgemein zu global.
AGS Sep. 2020: Solche Fragen werden im Rahmen des Lückenindikationsprojekts bearbeitet.
21-17 neu U 1.4
Allg. Gemüse Zulassung von PSM
Reduktion Dosierung statt Verbot von Wirkstoffen
A Die zahlreichen Rückzüge von Pflanzenschutzmitteln (>70 Wirkstoffe in 15 Jahren) ohne wirkungsvolle Alternative, gefährdet den Fortbestand unserer Gemüsekulturen stark. Da wir nun die Rückzüge analog der EU anpassen, sollten wir im Sinne der Chancengleichheit die Neuzulassungen gleichermassen der EU anpassen.
Es sollte vor Verbot von Wirkstoffen eine Reduzierung der Dosierung erwogen werden, bzw. Alternativen bekannt sein, im Falle dass die Rückzüge Lücken entstehen lassen, die zu grossen Ausfällen führen. Gleichzeitig ist zu erwägen ein Konzept zum schnellen regionalen Einsatz verbleibender Wirkstoffe zu erstellen und zu nutzen (Neonicotinoide ZR Frankreich).
Auf nationaler Ebene benötigt es mehr Ressourcen in der Zulassung von Mitteln/Wirkstoffen, wie auch eine flexiblere Gesetzgebung/Verordnungsauslegung.
FFG 2020: agrarpolitisches Thema - Antrag an VSGP. Der Forschung sind hierzu auch die Hände gebunden. Zudem sind Reduktionen von Dosierungen im Rahmen der Resistenzstrategie nicht sinnvoll. VSGP sollte hierzu mit dem BLW in Kontakt treten.
AGS Sep. 2020: Im Rahmen des Lückenindikationsprojekts wird auch Früherkennung von entstehenden Anwendungslücken betrieben und nach Ersatzlösungen gesucht. Damit der Schutz der Kulturen auch in naher Zukunft noch sichergestellt ist, braucht es primär politische Vorstösse und Schützenhilfe. Die Gemüsebranche kommt nicht darum herum, ihre Interessensvertretung und politische Lobby wachzurütteln, sonst wird sich gar nichts ändern und verbessern.
21-12 neu L 2.5
Allg. Gemüse reduzierter, optimierter PSM Einsatz, Erstellung Merkblatt zu Geräten A Erstellen eines Merkblattes/Vergleich von PSM-Geräten im Einsatz und im Verkauf, unter der Optik minimale Restmengen Brühe /Wasch-Reinigungsmengen, einfache/rückstandsminimierte Reinigung,
Einhaltung von Abstandsregeln, optimale Befüllung, Arbeitsschutz.
FFG 2020: Priorisierung >2.0 - zurückgestellt.
AGS Sep. 2020: AGS informiert laufend über ihre neuesten Errungenschaften auf dem Gebiet der Applikationstechnik in Fachbeiträgen und vor allem über Merkblätter
21-10 neu 2.4
Allg. Gemüse terra preta - Pflanzenkohle A Pflanzenkohle wird gemäss Produzentenaussagen in der Schweiz im grossen Stil vermarktet.
Welche belegbaren/belastbaren positive Effekte und Nebenwirkungen gehen von deren Einsatz im Gemüsebau aus?
(Nebenfrage: Kann dieses in der aktuellen Diskussion um CO2 Reduktion auch eine Massnahme sein um z.B. CO2 Zertifikate zu generieren?)
FFG 2020: Priorisierung >2.0 - zurückgestellt.
AGS Sep. 2020: Die Meinungen hinsichtlich Nutzen oder Problemen beim Einsatz von Pflanzenkohle gehen auseinander. Positive Effekte auf die Kulturen halten sich in Grenzen. Zum Teil wird Pflanzenkohle als Zusatz bei der Kompostierung verwendet.
21-01 neu L 1.1
2020/01
2020/12
2020/22 (fehlt)
Allg. Gemüse Bekämpfung der Marmorierten Baumwanze Halyomorpha halys und der Grünen Reiswanze Nezara viridula mit den Eiparasitoiden Trissolcus japonicus / Trissolcus basalis A Die beiden erwähnten Wanzenarten sind eingeschleppte Arten und haben einen sehr breiten Wirtspflanzenkreis. Seit einigen Jahren werden immer mehr Schäden in Obst- und Gemüsekulturen beobachtet. Dabei hat sich die Bekämpfung der Wanzen mit in der Schweiz zugelassenen Pflanzenschutzmitteln als auch die saubere und dichte Einnetzung der Kulturen als äusserst schwierig herausgestellt. Zudem gefährdet der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln den gut funktionierenden Nützlingseinsatz in den Gewächshauskulturen. In den Ursprungsgebieten werden die Wanzen unter anderen durch die natürlichen Gegenspieler T. japonicus und T. basalis parasitiert. Die beiden Trissolcus Arten sind in der Schweiz bereits nachgewiesen. Erste Freilassungsversuche wurden 2020 durch das BLW bewilligt.
Ziel des Projektes ist es herauszufinden, mit welchen Freilassungsstrategien / Freilassungsmengen die beiden Wanzen durch T. japonicus und T. basalis unter Praxisbedingungen am besten bekämpft werden können.
FFG 2020: Integration in bestehende AGS-Projekte 2020/01 (Monitoring) und 2020/12 (Bek.strategien gegen schwer bekämpfbare Schädlinge) LN 6, 48, 51 zusammenlegen. AGS Conthey bekommt auf Ende 2020 einen Entomologen. Er könnte sich dem im 2021 annehmen. AGS Conthey diesbezüglich angehen.
AGS Sep. 2020: Im Rahmen des Warndienstes der FG Extension Gemüse werden auch Wanzen erfasst und darauf basierend Bekämpfungshinweise erstellt.
21-37 neu U 2.9
Allg. Gemüse Pflanzenschutz im Hanf Freiland/GH/hors-sol A Für den Anbau von Cannabis (CBD) gibt es im Pflanzenschutzmittelverzeichnis des Bundes keine zugelassenen Wirkstoffe. Hanf wird mittlerweile auch im Unterglasanbau und Freiland angebaut.
Anfragen an die Fachstelle ergeben die Möglichkeit, dass der Satz: Tierische Schädlinge und Pilzerkrankungen spielen so gut wie keine Rolle im Hanfanbau (Quelle: https://www.oekolandbau.de/) so vermutlich nicht stimmt. Schon aus Ueberlegungen zum Schutz des Marktes sind daher Pflanzenschutzkonzepte mit entsprechenden Wirkstoffen/Instrumenten zu erstellen
FFG 2020: Priorisierung >2.0 - zurückgestellt.
AGS Sep. 2020: Hanf ist definitiv kein Gemüse, sondern eine Medizinalpflanze => Anfrage an Conthey weiterleiten.
21-32 neu 1.9
Allg. Gemüse Torfreduktion in der Jungpflanzenproduktion A Der Bund will die Verwendung von Torf radikal reduzieren. Die Umstellung auf torffrei/torfreduziert ist mit sehr viel Aufwand verbunden, da die Kulturführung (Bewässerung, Düngung usw.) komplett auf die neuen Substrate umgestellt werden muss. Bei der Torfreduktion bei Erdpresstöpfen besteht noch Forschungsbedarf. FFG 2020: Priorisierung +/- 2: Neues Projekt sollte eingegeben werden. Stehen lassen. Von FiBL und ZHAW ist dazu ein Projekt in Ausarbeitung. Für den VSGP hat die Klärung dieser Fragen der Torfreduktion einen hohen Stellenwert. Bio wie auch konv. Produktion.
AGS Sep. 2020: AGS hat das FiBL und die ZHAW bei der Ausarbeitung einer ersten Projektskizze unterstützt. Wie weiter?
21-27 neu 1.9
Allg. Gemüse Bodenfruchtbarkeit in Gemüsebau sicherstellen Bo Bodenfruchtbarkeit maschinell wiederherstellen.
Der Freiland-Gemüsebau erfordert oft täglichen Feldbegehungen, die auch bei schwierigen Wetterbedingungen durchzuführen sind. Dies ist im Tessin zum Beispiel der Fall für Zucchetti; mit mehr als 50 ha die wichtigste Gemüsekultur. Die Bodenfruchtbarkeit kann somit langfristig beeinträchtig werden.
Bodenbearbeitung ist ein wichtiges Element, um die Bodenfruchtbarkeit zu fördern und wiederherzustellen. Viele Maschinen sind heute auf dem Markt aber welche Technik eignet sich am besten, um im Gemüsebau die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu gewährleisten?
FFG 2020: Lead liegt bei BFH-HAFL / Inforama Ins resp. Dez. Versuchsstation Ins (externe Ressourcen). Stehen lassen, verfolgen (Prio auf 1.9 setzen).
AGS Sep. 2020: Das nötige Basiswissen ist auf Stufe Forschung vorhanden. Es muss alles zusammengesetzt und unter "wissenschaftlicher Begleitung" unter Praxisbedingungen im Rahmen von Langzeit-Experimenten umgesetzt werden. HAFL hat bereits Projekte dieser Art am Laufen. Alles im Rahmen des NKG institutsübergreifend aufgleisen.
21-20 neu U 2.9
Allg. Gemüse Programmierung einer Suchmaschine (Bot) für Pflanzenschutzindikationen und Mittel/Wirkstoffe im umgebenden Ausland Di Die Suche nach Lösungen für Lücken in der Schweiz, bestehend oder sich abzeichnend/voraussehbar ist zu automatisieren via eines Internetrecherchetools (Suchmaschine Bot). Diese stellt dann die Zulassungen für eine Indikation in einem wählbaren Perimeter gegenüber. Ziel Vereinfachung der Antragstellung für Zulassung allgemein/Lücken/Notfälle, sowie eines einheitlichen/ähnlichen Rechtsraumes (gleiche Spiesse). FFG 2020: Priorisierung >2.0 - zurückgestellt.
AGS Sep. 2020: Jedermann hat Zugriff auf die nationalen PSM-Datenbanken der für die Schweiz relevanten Staaten. Im Notfall hilft googeln. Selbst die EU verfügt über kein solches Tool. Die Bewilligungssituation auf internationaler Ebene abzuklären ist für Fachexperten mit verantwortbarem Aufwand möglich. Doch was soll's , wenn es nachher nicht gelingt, ein Bewilligungsgesuch für ein in einem EU-Staat zugelassenes Produkt innerhalb nützlicher Frist erfolgreich durch den offiziellen Bewilligungsprozess zu bringen! Die Schweizer Gemüseproduzenten bräuchten dringender eine praxistaugliche Datenbanklösung als Ersatz für DATAphyto, die nur noch zeitlich begrenzt von AGS funktionstüchtig gehalten und aktualisiert werden kann.
21-02 neu 1.6
Allg. Gemüse Photo Bilddatenbank Schaderreger/Nützlinge Di Identifikation von Schaderregern und Abgrenzung von Nützlingen auf Gemüsekulturen ist im Pflanzenschutz essentiell. Die Umstellung auf BIO-Anbau wird dies Problematik vergrössern. Experten in Entomologie bei Praxisfragen sind zu entlasten. Fachstellen sind aber Generalisten. Daher 1. Bilddatenbank aufbauen mit bestehenden Bildern zur a) Schulung b) Erstidentifikation (Können ebenso Konsumenten Funde rein) 2. Schulung der Fachstellen (z.B.: Thrips palmii erkennen) FFG 2020: Vorschlag prüfen, ggf. Integration in best. AGS-Projekte oder Drittmittelprojekt (NKG, Dez. Versuchsstation). Stehen lassen.
AGS Sep. 2020: Die Extension Gemüsebau verfügt über eine hohe Anzahl von Bildern, die von den einzelnen Fachspezialistinnen individuell "verwaltet"" werden. AGS hat zurzeit keine allgemein frei zugängliche Gesamtdatenbank für Bildmaterial, da Externen der Zugang zu Bundesservern verwehrt ist.
21-24 neu 1.9
Allg. Gemüse Einsatz Recykling Ammon.Phosphat & Qualität Gemüse Ammoniumphosphat wird aus den ARA`s in Pilotprojekten recykliert. Dabei kommt die sogenannte Methode des Stripping (Fällens) oder Pressen (Filtrierung) zum Einsatz. Je nach verwendeten Trennverfahren unterscheiden sich die Produkte/Dünger. Es ist zu prüfen, welches dieser Verfahren am ehesten geeignet ist, damit der Dünger im Gemüsebau Anwendung finden kann. Beide Produkte sind in Versuchen anzuwenden, und Ertragsmerkmale darunter auch die sensorische Qualität, wie auch die Belastung mit allenfalls unerwünschten Substanzen (biolog. chemisch) zu untersuchen. FFG 2020: Priorisierung +/- 2.0: Auf 1.9 setzen. Gemüsebau muss zwingend verfolgen was bei der Zulassungsstelle dazu allgemein läuft und später allfällige Forschungsanliegen wie z.B. im Kommentar AGS beschrieben stellen. Link zu anderen AGS-Stationen.
AGS Sep. 2020: Sobald dieser Typ von Recycling-Dünger von der Zulassungsstelle für Dünger des Bundes allgemein bewilligt ist, muss sich auch die Gemüsebranche diesbezüglich Gedanken machen. Es stellt sich die Frage, ob Schwermetalle oder allfällige andere toxische Verbindungen das Wachstum oder die Produktequalität von Gemüse beeinträchtigen könnten.
21-04 neu L 1.9
Allg. Gemüse NO3 im Grundwasser- Nitratprojekte Gemüsekulturen werden im vollen Wuchs geerntet, entsprechend gibt es hohe Nmin Restmengen im Boden. Gelichzeitig wird die Düngung aufgrund von Erfahrungswerten gemacht (und nicht Messwerten), weil das Probeziehen zu intensiv ist und Marktanliegen im Vordergrund stehen. Die Sachlage hat sich geändert (Nitrogäu/Humus erhalten). Es sollte geklärt werden inwiefern die Nutzung verschiedener Methoden (Pflanzensaftanalyse/Sensoren/Düngefenster) in Verbindung mit Anbautechnik (platzierte/herkömmliche- Düngung, pflugloser/Anbau/Untersaaten/Direktpflanzung kulturspezifisch (Arten/Lang/Kurzkultur) Entlastung bringen kann . Kosten/Nutzen sind zu evaluieren und ggf ein Label zu schaffen FFG 2020: Priorisierung auf 1.9 setzen. Stehen lassen. Hier muss die Branche/FFG infolge der verschiedenen politischen Vorgaben proaktiv werden. Projektideen dazu sind bei AGS vorhanden. Spezifische Düngungsnormen zu den Kulturen sind zu prüfen.
AGS Sep. 2020: Im Rahmen von regionalen vom Bund finanzierten sogenannten Nitratprojekten wird die nitratmindernde Wirkung von verschiedenen Kulturmassnahmen auch in Gemüsekulturen untersucht. Bsp. N-Düngung in Sommersätzen unter Berücksichtigung von Nmin, Wegfuhr von Ernterückständen, Herbst- und Winterbegrünung etc. Agroscope unterstützt die Projektmitarbeitenden (Umweltschutzämter, FiBL, Hochschulen) fachlich.
21-11 neu 2.1
Allg. Gemüse CO2 Steuerung im Gewächshaus En Die Steuerung der CO2 Einspeisung gewinnt an Gewicht, wenn man davon ausgeht, dass auf grüne Heizmittel umgestellt werden soll, also Erdgas wegfällt. Zugekauftes CO2 ist teuer und ebenso nicht zwingend C02 neutral bzw. grün für die Atmosphäre (da aus chemischen Prozessen gewonnen) entsprechend wichtig ist die gezielte, minimale Einspeisung zu Erreichung des optimalen Wachstumseffektes. Die Betriebe sind auf Einzel/Insellösungen aus dem Ausland angewiesen, die nicht immer langfristig gesichert sind. GIbt es Alternativen in der Schweiz? FFG 2020: Priorisierung > 2.0, streichen, integrieren ins Energieprojekt LN 15. Die Niederlande hat sehr viele und gute Forschungsergebnisse dazu. Firmen mit Steuerungstechnik und der Beratung dazu sind vorhanden. Es braucht somit keine Forschung nur Wissenstransfer im Rahmen einer GH - Tagung vornehmen.
AGS Oct. 2020: Agroscope kann Herrn Lutz Collet kontaktieren, um das Thema zu studieren, Informationen zu recherchieren und einen Kurzbericht zu erarbeiten. Agroscope arbeitet an der Optimierung der CO2-Injektion in Gewächshäusern, bei der die Physiologie der Pflanzen im Anbau genau beobachtet und der Eintrag Licht x CO2 x Temperatur optimiert wird.
21-07 neu 1.9
Allg. Gemüse Energiefrage En Während sich der VSGP der Energieträger und Bereitstellungsfrage widmet, wäre eine Umsetzung der Erkentnisse aus Holland zum Energiesparen auch wichtig. Stichwort "het nieuwe telen" kurz HNT ("das neue Kultivieren") und "kas als energiebron" (Link , www.kasalsenergiebron.nl). Das Konzept HNT in Gewächshäusern hat zum Ziel mindestens die gleiche Produktionsleistung zu erzeilen (wie bis anhin) bei jedoch geringerem Energieverbrauch. FFG 2020: Priorisierung auf 1.9 ändern, stehen lassen, aber eher in Wissenstransfer im Rahmen einer GH Tagung vornehmen, Siehe Projekt Nr. 14
21-28 neu U 2.5
Allg. Gemüse Regulierung von Insekten F Insekten übertragen viele Krankheiten: welche Produktionssysteme helfen bei der Regulierung von Insekten? (Metastudien, die vorhandenes Wissen zusammentragen) FFG 2020: Priorisierung >2.0 - zurückgestellt.
AGS Sep. 2020: Diesbezüglich gibt es zwischen den verschiedenen Schädlingen und Kulturen enorme Unterschiede. Es gibt nur wenige Massnahmen, die gegen die meisten Schädlinge eine Wirkung haben. => spezifischere Betrachtung nötig
21-26 neu L 1.6
2020/07 Allg. Gemüse Problemunkräuter im Gemüsebau F Verschiedene Problemunkräuter wie Cyperus esculentus, Abutilon theophrasti, Reynoutria japonica, Bidens spp., Artemisia vulgaris, Commelina communis usw. richten im Schweizer Gemüsebau grosse Schäden an. Deshalb sind Massnahmen dringend nötig:
1. Bekämpfungsstrategien (mechanisch und/oder chemisch) sind dringen vorzubereiten.
Oft werden diese Unkräuter durch Extensivierung und Biodiversität gefördert. Zum Beispiel Reynoutria japonica wird entlang von Flüssen durch mechanische Säuberungsschnitte verschleppt. Die öffentlichen/pricaten Dienstleister, welche solche Arbeiten ausführen, sollten deshalb dringend über die Problematik aufgeklärt werden.
2. Die Aufklärungsarbeiten/Informationen sollten national durchgeführt und koordiniert werden.
FFG Nov. 2020: Aufnahme in Extensionprojekt 2020/07 (Zusammenlegen [Problemunkräuter/Neophyten])
AGS Sep. 2020: In den vergangenen Jahren wurden verschiedene bekannte und potenzielle neue Problemunkräuter bearbeitet und dazu jährlich 2 bis 3 Merkblätter erstellt, die auch konkrete Hinweise zur Bekämpfung enthalten. Diese Arbeiten sollen auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Für die regionale Weiterbildung sind die Kantone und Gemeinden (z.B. Pflanzenschutzfachstellen) zuständig.
21-09 neu L 1.2
2020/10 Allg. Gemüse Herbizidstrategie, Spätverunkrautung F In Zwiebeln (aber ebenso weiteren Kulturen) und gerade auf organischen Böden ergibt sich das Problem der Spätverunkrautung, für die der bisherige Herbizideinsatz nicht ausreicht. Alternative Techniken, Prüfung Wartefristen, neue Kombinationen von Wirkstoffen/Konzentrationen wäre für organische Böden sinnvoll, bzw. die Kenntnis/Darstellung der optimalen Zeitpunkte zur Bekämpfung wieder erstarkender Unkräuter (Nachtschatten, Gänsefuss,....) . Parallel dazu ist der Mehraufwand/Ertragsverlust zu berechnen und einzupreisen (BWL) FFG Nov. 2020: Aufnahme in Extensionprojekt 2020/10 (Alternative Strategien in der Regulierung von Pflanzenkrankheiten, Schädlingen, Unkräutern...). Anfrage läuft bereits.
AGS Sep. 2020: Die überwiegende Mehrheit der in Zwiebeln bewilligten Herbizide ist nur für den Einsatz in frühen Kulturstadien zugelassen. Die Kulturen müssen daher rechtzeitig nachversiegelt werden. Es befindet sich ein für diesen Zweck geeignetes Bodenherbizid im Bewilligungsprozess. Es stellt sich die Frage, ob organische Säuren (Naturherbizide) als Abbrenner für die Anwendung in späteren Kulturstadien bewilligt werden.
21-36 neu U 1.4
Allg. Gemüse Erdfloh, Thrips, Weisse Fliege: Allerweltsschädlinge werden zum Problem F Mit dem Rückzug von Mitteln und Wirkstoffen werden Schädlinge ein Problem, die bisher als hinnehmbar /wenig problematisch galten. In den Fachbüchern hat sich der Text/Information hierüber entsprechend seit 20-30 Jahren nicht geändert, d.h. Wissen über diese Erreger und deren Bekämpfung gibt es nicht mehr oder wurde nicht weiter entwickelt. Grosse Probleme auch im Rosenkohl. Hingegen gab es bei Kohldrehherzmücke , Drosophila, Halyomorpha Fotschritte durch erhöhten Mittel/Ressourceneinsatz.
Es sollen daher für die obige Erreger,die sich fortlaufend ein weiteren Wirtskreis erschliessen (sprich mehr Kulturen befallen) die Bemühungen intensiviert werden, zu bekämpfen, und zwar vor Ort.
FFG Nov. 2020: Anträge sind kultur- / schädlingsspezifisch konkreter zu formulieren - wird hier zurückgestellt. Einzelne Projekte sind in den Lücken bereits am Laufen.
AGS Sep. 2020: Die einzelnen Schädlinge müssen getrennt und in Verbindung mit konkreten Kulturen betrachtet werden.
Bearbeitung unter Lückenindikationen und Pflanzenschutzstrategien. Es müssen konkrete Schaderreger und Kulturen bezeichnet werden.
21-34 neu f 2.6
Blumenkohl
Broccoli
Kohlhernie in Blumenkohl und Broccoli F Verschiedene Kohlhernie resistente Sorten wie Clarina und RZ 26-207 wurden ausprobiert und es gab Versuche mit Aufkalken der Böden vor dem Setzen und Behandlung der Setzlinge mit Agrokalk, alles ohne grossen Erfolg. FFG 2020: Priorisierung >2.0 - zurückgestellt. AGS hat gute Erfahrung mit Branntkalk aus früheren Forschungsjahren. Kein Forschungsbedarf, jedoch Wissenstransfer.
AGS Sep. 2020: Im konventionellen Anbau bringt der Einsatz von Branntkalk viel (Zulässigkeit Bio???). Sogenannte resistente Sorten bringen nicht das, was man sich verspricht. FiBL kann bestimmt weiterhelfen
21-18 neu L 1.7
2020/09 Latuca Salat, Kopfsalat, Endivien Bekämpfung der Rhizoctonia-solani-Krankheit F Die Rhizoctonia-solani-Krankheit verursacht bei Salaten und Endivien häufige und starke Ernteverluste. Die Agrarforschung muss einen ganzheitlichen, strategischen Ansatz verfolgen, welcher vorbeugende Massnahmen, biologische Gegenspieler und Wirkstoffe miteinander vereint, um den Produzenten eine Lösung bieten zu können. FFG 2020: läuft (AGS 2020/09). Weiterbearbeiten.
AGS Sep. 2020: Der offiziell gegen Rhizoctonia bei Salaten bewilligte Stamm von Bacillus subtilis (FZB24) hat in verschiedenen Versuchen eine nachweisbare krankheitsunterdrückende Wirkung gezeigt. Von AGS wurden verschiedene weitere Antagonistenstämme geprüft. Zurzeit werden verschiedene Massnahmen geprüft, welche die Wirksamkeit von Antagonisten weiter erhöhen könnten
21-38 neu L 1.9
FS SG / FS FR / Landi Seeland / Fahrmaadhof AG Rosenkohl Qualitätserhalt von Schweizer Rosenkohl durch neue Nachernteverfahren F Durch den Wegfall verschiedener PSM ist der Rosenkohl-Anbau in der Schweiz durch die Kohlfliege und die Weisse Fliege akut gefährdet. In der Anbautechnik/Pflanzenschutz sind die Alternativen ausgereizt.
Wegen den Insekten muss ab der Saison 2021 der gesamte Rosenkohl voraussichtlich vor der Vermarktung gewaschen/gerüstet werden (Russtau).
Beide Hauptanbaugebiete (BE/FR und SG) suchen mit ihren Abnehmern gemeinsam nach Lösungen im Nacherntebereich. Durch die Entwicklung einer spezifisch für den Rosenkohl konzipierten Desinfektionseinheit im Seeland und einer Trocknungsanlage im St. Galler Rheintal soll der Anbau von Rosenkohl in der Schweiz sichergestellt werden (Drittmittel-Projekt).
FFG 2020: Drittmittelprojekt am Laufen. Stehen lassen.
AGS Sep. 2020: Wird im Rahmen eines AgrIQnet-Projekts (Antragsteller SZG/VSGP) bearbeitet
21-05 neu U 2
AGS Conthey Allg. Gemüse DNA/rna/Proteinbasierte Erkennung von Schaderregern G Thrips palmii gehört zu den Quarantäneorganismen. Doch wie sieht er genau aus und wie unterscheidet er sich von anderen Thrips, wie erkenne diesen Produzenten/Berater etc. Daher bitte:
Thrips palmii DNA Erkennung sowie ebenso für andere Krankheiten (Diagnostik stärken)
FFG 2020: Grundlagenforschung und nicht Extension, kann outgesourced werden. Diverse private Firmen bieten das an. Hier streichen.
Verantwortlichkeit bei Quarantäneorganismen ist beim BLW - EPSD. Für Quarantäneorganismen sind Methoden bekannt (AGS). Auf Changins hoffen, Zusammenarbeit muss funktionieren (nicht sep. Projekt). Transparent machen an wen man das geben kann.
AGS Sep. 2020: Molekularbiologische Methoden haben einen Sinn, wenn es um Feinunterscheidungen und Routinediagnosen geht (ja/nein-Frage). Diese Technik ist ausgereift und wird von Privatlabors als Dienstleistung angeboten. Agroscope Conthey: Es gibt morphologische Merkmale, um Balmii-Thripse von anderen zu unterscheiden. Es gibt auch PCR-Primer, die einen einfachen molekularen Test zur Unterscheidung der Balmii-Thripse von anderen ermöglichen. Agroscope Conthey hat einen Entomologen angestellt, der am 1. Dezember 2020 seine Arbeit aufnehmen wird. Wir werden sehen, ob es möglich ist, einen molekularen und morphologischen Test zur Identifizierung von Balmii-Thrips zu entwickeln.
21-03 neu 1.4
AGS Conthey Allg. Gemüse Status und Wirksamkeit der Desinfektion in Hors-sol Kulturen G Es kann versucht werden mit verschiedenen Techniken zu desinfizieren (Langsamfilter, UV chemisch etc.) Wissen über den Einsatz welcher Technik und deren Wirksamkeit in der Praxis gibt es nicht. Auch sind Schwachstellen wie Verbindung aller Häuser über einen Strang der Nährlösung Ausbreitungswege bestehender und neuer Krankheiten (Agrobacterium, Colletotrichum) und behindern allenfalls die Bekämpfung/Ausrottung im Quarantänefall.
Schritt 1: Erfassung Ist Situation in Betrieben 2. Analyse der Wirkung der Desinfektionsverfahren. 3. Vergleich /Gegenüberstellung 4. Suche nach Lösungen /Folgeschritte
FFG 2020: läuft an (AGS Conthey). stehen lassen.
Ein Antrag für die Bewilligung eines Wirkstoffes ist durch OTM eingegeben.
Wirkstoff ist auf der Lückenliste als Antrag 1 aufgeführt. Merkblätter dazu bestehen und müssen allenfalls ergänzt werden. In der NL gibt Protokolle dazu. Diese könnten dazu übersetzt werden.
AGS Oct. 2020: Agroscope Conthey wird im Dez. 2020 einen Versuch zur Desinfektion des Bewässserungssystems in einem hors-sol Gewächshaus durchführen, zwischen zwei Tomtatenkulturen. Wir werden verschiedene Lösungen (qualitativ) und ihre Effizienz in Abhängigkeit von der Anzahl der Durchläufe oder der Dosis (quantitativ) testen.
Agroscope Conthey verfügt über ein UV-Desinfektionssystem, wir werden versuchen, es installieren zu lassen, um seine Wirksamkeit bei bestimmten Krankheiten zu prüfen. Dies wird von den finanziellen und personellen Möglichkeiten unserer Forschungsgruppe (Gr Culture sous serre Conthey) abhängen.
21-16 neu 1.1
AGS Conthey Korbblütler Bekämpfung von Läusen G Der kommende Wegfall von Produkten lässt Befürchtungen im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Läusen auf Salaten aufkommen. Die Bekämpfung dieser Schädlinge muss untersucht werden, damit Lösungen gefunden werden können, wie die Produzenten die geforderten Qualitätsstandards erreichen können. FFG 2020: läuft an (AGS Conthey). stehen lassen.
AGS Sep. 2020: Diese Problemstellung gewinnt stark an Bedeutung. Agroscope Conthey wird die Forschung mit Blühstreifen + Lockpflanzen in Gewächshäusern entwickeln, um Nützlings-Populationen aus der biologischen Bekämpfung, insbesondere zur Bekämpfung von Blattläusen, zu erhalten.
21-19 neu 1.9
Nachtschattengewächse Leitfaden zur Hygiene & Virusprophylaxe in Gewächshäusern/Tunneln von kleinen- grossen Betrieben G Das Merkblatt zur Hygiene in Gewächshäusern, herausgegeben von Agroscope, ist eine gute Basisdokumentation. Für die konkrete Umsetzung auf Betriebsebene (kleine, mittlere, grosse Betriebe getrennt) benötigt es einen Leitfaden mit konkreten Massnahmen, gestuft nach Prioritäten und Varianten von deren Umsetzung abgestimmt auf die Betriebsgrösse. (Bspe sind in SwissGAP Kontroll-/Checklisten zu sehen). Dieses gibt den Betriebleitern konkretes, anschauliches Anschauungs- und Umsetzungsmaterial. Gleichzeitig kann es, wenn standardisiert, im Schadensfall als Dokumentation der Bemühungen des Betriebes gelten, wie auch deren Bewertung. Diese Listen werden regelmässig aktualisiert und um Erfahrungen aus Forschung wie auch Praxis/national/international erweitert. FFG 2020: Priorisierung -/+ 2: Priorisierung auf 1.9 setzen. An AGS Conthey laufen diesbezüglich Versuche an. OTM hat einen Antrag zur Bewilligung eines Wirkstofe eingegeben (siehe Projekt LN. 21-16)
Merkblätter dazu bestehen und müssen allenfalls ergänzt werden. In der Niederlande bestehen Versuchberichte dazu. Diese müssten übersetzt und veröffentlicht werden. OTM ist bereit mit AGS Conthey das Problem anzuschauen und zu besprechen, was gemacht werden könnte.
AGS Oct. 2020: Fragen an Antragssteller: Wie kann Agroscope Conthey bei der Verbesserung dieses Leitfadens unterstützen? Klärung der sensibelsten verbesserungswürdigen Bereiche.
21-29 neu L 1.7
2020/01 Allg. Gemüse Viren im Freiland-Monitoring Mo Besseres Monitoring: wann und wie müssen Blattläuse bekämpft werden? z.B. bei Karotten (Vergilbungen). Thema ist für Bio noch nicht so relevant, könnte aber wichtiger werden. FFG 2020: läuft unter AGS 2020/01 (Monitoring), stehen lassen. Entwicklung restistenter Sorten müsste über Züchterfirmen angegangen werden (nicht Extension-Thema), anderes Thema. Resistente Sorten sind gefunden worden.
AGS Sep. 2020: Monitoring auf Vektoren wurde von AGS aufgebaut und nun an die zuständigen Fachstellen in den einzelnen Regionen übertragen. Die Virustestungen werden von den Virologen von AGS durchgeführt.
19-19 bisher L 1.7
2020/01 FR / SG / PFLOPF Allg . Gemüse Sporenfallen und Diagnosedienst für die Krankheiten im Gemüsebau entwickeln. Kombinierte Nutzung Wetterstation für Bewässerung und Vorhersage Pflanzenschutz Mo Um den Einsatz von Fungiziden zu reduzieren, diese ausschliesslich bei nachweisbarer Infektionsgefahr verwenden. Sporenfallen auf dem Feld könnten möglichst zeitnah drohenden Befall mit falschem Mehltau, Botrytis und anderen wichtigen Gemüsekrankheiten (falscher Mehltau und Botrytis an Zwiebeln, falscher Mehltau an Salat...) anzeigen. Das Consortium Prisme (www.prisme.ca) entwickelte diese Methode in Kanada. (Siehe Beitrag 30% weniger Fungizide, Der Gemüsebau 3/2018).
Teilmobile Wetterstationen, kombiniert mit Sensoren (Bodenfeuchte, IR etc ) bieten auch die Möglichkeit Pflanzenschutzvorhersage Modelle laufen zu lassen: Es könnten dort auch zukünftig weitere Fallen für Monitoring angedockt werden. Die Kombination der Daten aus mehreren Stationen in einer Region in ausreichender Dichte , mit Einspeisung in das Internet der Dinge sind zu prüfen. Ziel kollektives Projekt: Projekteingabe 2018: Agroscope, AndermattBiocontrol, Grangeneuve (hat Bewässerungsprojekte), Hafl , Betriebe, SZG und ggf. weitere Interessierte.
FFG 2020: weiterverfolgen
AGS Sep. 2020: Die interessierten Fachstellen wurden wie im Vorjahr von AGS fachlich unterstützt. Die verwendeten Prognosemodelle sind weiter verbesserungwürdig
FFG Nov. 2019: Stehen lassen. Regionen sind hier am Forschen und AGS unterstützt sie dabei.
AGS Sep. 2019: Die ExtG wirkte in einzelnen Regionalprojekten fachlich unterstützend mit. Zielorganismus war der Falsche Mehltau von Zwiebeln.
FFG Nov. 2018: Regionalprojekt. SG arbeitet daran. Jedoch Mithilfe von weiteren Akteuren. AGS hilft bei der Bonitierung im Rahmen von ihren Ressourcen. ev. Drittmittelprojekt.
AGS Sep. 2018: Im Ausland sind in geschlossenen Gebieten mit grossflächigem Anbau derselben Kultur und homogenen klimatischen Bedingungen zum Teil Warnsysteme dieser Art auch im Gemüsebau im Einsatz. (Beispiel Deutschland, ZWIPERO im Zwiebelanbau) In Gebieten mit grosser kleinklimatischer Variation und eher kleinflächigem Anbau ist die Anwendung solcher Systeme sehr aufwändig. Die Anpassung und Neuentwicklung von Programmen sind sehr arbeits- und kostenintensiv. Solche Gesamtsysteme sind bereits im freien Handel erhältlich. Es besteht daher durchaus die Möglichkeit, dass einzelne Regionen mit dieser Technologie eigene Erfahrungen sammeln.
FFG Nov. 2017: Drittmittel oder private Mittel organisieren. GVZ und kantonale Fachstelle FR sind hier aktiv und schauen, was allenfalls zu machen ist. Stehen lassen.
AGS Sep. 2017: Ressourcen-, BAFU- oder KTI-Projekt einreichen durch die Gemüsebranche. Synergien mit dem überregionalen Warndienst können ausgenutzt werden.
20-08 bisher L 1.5
2020/01 Allg. Gemüse Ausdehnung des Gemüsebau-Warndiensts auf die Romandie Mo In der Deutschchweiz einschliesslich Tessin besteht ein überregionales Warndienstnetz, an dem sich regionale Beratungsstellen aktiv beteiligen. Die auf diese Weise gesammelten und aufbereiteten Informationen werden gebündelt in der deutschen und italienischen Version der GBI publiziert. In der Westschweiz gibt es bislang kein solches Monitoringnetzwerk und dementsprechend wird die Befallssituation in der französischen Version von GBI auch nicht kommuniziert. Dies empfinden einzelne Westschweizer Abonnenten als Ungleichbehandlung. Es stellt sich die Frage, ob mit den Beratungsstellen in der Westschweiz nach dem Vorbild der übrigen Landesregionen ein Warndienst-Netzwerk aufgebaut werden soll. FFG 2020: Projektantrag erfüllt, Integration in LN 17-12. hier löschen.
AGS Sep. 2020: Der Kanton Wallis und OTM haben sich dazu bereit erklärt, Informationen zum Auftreten von einzelnen Schädlingen in ihren Gebieten zu liefern. An dieser Stelle vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung
FFG Nov. 2019: Von der West-CH erhälten die GBI keine Informationen, da niemand in der Region dazu aktiv ist.. Aufbau von Kapazitäten mit reg. Charakter wären nötig. VS (Vincent Günter) schaut mit Céline Gilli, dass man zu Informationen für das GBI aus dieser Region kommt. VD (M. Baladou) macht dies nur für Weisse Fliege und Fliegen allgemein. Es ist wichtig, dass Daten zusammengetragen werden um auch etwas für die Westschweiz zu machen. C. Sauer klärt ab, was es für die Romandie diesbezüglich genau braucht.
AGS Sep. 2019: Einzelne Berater und Produzenten stören sich daran, dass in der französischen Ausgabe der GBI keine Hinweise zum Befallsdruck der einzelnen Schaderreger enthalten sind. Dieser Unterschied beruht darauf, dass es in der Romandie kein geschlossenes Fallennetzwerrk gibt. Um zuverlässige Warnhinweise machen zu können, müssten konkrete Werte aus der Region vorliegen. Die Felderhebungen und die Fallenbetreuung müssten von den regionalen Beratungsstellen durchgeführt werden. Es stellt sich die Frage, ob die dafür notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen.
17-12 bisher L 1.3
2020/01
Diverse FS / Beratungsring Allg. Gemüse Ausbau Schädlingsmonitoring Warndienst, Früherkennung von Schädlingen (Monitoring), Neophyten Mo Der Warndienst ist wesentlicher Bestandteil eines optimalen und reduzierten Pflanzenschutzeinsatzes sowie der Information und Beratung von Produktion und Fachstellen. Er muss angesichts des Klimawandels intensiviert werden. Es besteht eine nationale Zusammenarbeit zwischen Fachstellen und Agroscope, da Schadorgansimen keine Rücksicht auf kantonale Grenzen nehmen und Anliegen des Gemüsebau idR nationale Anliegen werden. Diese Dienstleistung ist auszubauen.
Recherche, Kontaktaufnahme/Austausch mit Experten im Ausland. Kompetenz ausbauen im Bereich invasive Unkräuter bzw. einheimischen Unkräuter, die zu einem Problem werden könnten. Anlaufstelle sein für Gemüseproduzenten, wenn unbekannte Unkräuter auftauchen. Bei Auftreten Branche gezielt informieren. Bekämpfungsstrategien aus dem Ausland prüfen und bei Bedarf weitere Ansätze prüfen.
FFG 2020: Unbedingt weiterverfolgen, da Netzwerk der Partner sehr gut funktioniert.
AGS Sep. 2020: Das Netzwerk der beteiligten Partner funktioniert bestens. AGS wird dieses Aufgabengebiet weiterhin betreuen.
FFG Nov. 2019: AGS setzt hier Ressourcen ein. Neue Schadorganismen sind laufend auf dem Radar der AGS und werden so automatisch in das MonitoringAGS aufgenommen.
AGS Sep. 2019: Weiterführung unter Mitberücksichtigung von neu aufkommenden Schaderregern. Stärkerer Einbezug der regionalen Fachstellen.
FFG Nov. 2018: Stehen lassen.
AGS Sep. 2018: Der Warndienst wird unter Berücksichtigung des Auftretens von neuen Schaderregern laufend angepasst. Da der Warndienst eng verknüpft ist mit einer wissenschaftlichen Diagnosefachkompetenz, können neue Schaderreger frühzeitig erkannt und identifiziert werden. Es besteht ein intensiver Erfahrungsaustausch auf europäischer Ebene (EPPO, IOBC.....)
FFG Nov. 2017: Warndienst läuft mit den Fachstellen. Grundauftrag im Rahmen des Aktionsplans. Stehen lassen, wird weiter geführt. Weiterbildung durch Agroscope von Fachstellenleiter und Personal der Betriebe. Drittmittelprojekt?
AGS Sep. 2017: Gewinnt im Zusammenhang mit dem Aktionsplan für Pflanzenschutzmittel noch mehr Bedeutung => weiterführen, ausbauen. Die regionalen Fachstellen sollten noch besser einbezogen werden und sich bei Monitoringaufgaben noch aktiver beteiligen (Ressourcenfrage).
FFG 2016: Laufen lassen. Allenfalls Drittmittel-Projekt. Weiterentwicklung der Methoden in Projektskizze aufnehmen. In Aktionsplan Pflanzenschutz vorgesehen.
AGS Sept. 2016: Im Rahmen der 2015 bei den regionalen Fachstellen gestarteten Umfrage wurde verschiedentlich Artemisia (Beifuss) als neues Problemunkraut genannt. Ebenfalls zunehmende Probleme verursachen Schachtelhalme. Gegen Artemisia wurden erste Bekämpfungsversuche gestartet.
Kommentare 2014-2015 gelöscht.
18-11 bisher L 1.3
2020/03
2020/09
2020/21
FS FR Nachtschattengewächse Colletotrichum coccodes G Der Befall von Kulturen mit C. coccodes nimmt schleichend zu. Die (langzeit) Wirkung von Verfahren zur Bekämpfung ist wenig bekannt. Begleitung von Betrieben, Beprobung, Analyse ggf. mehrerer Verfahren (vorher nachher, über Zeit) und Veröffentlichung der Ergebnisse. FFG 2020: laufen lassen, da innerhalb von drei AGS-Projekten bereits einiges läuft. Ebenfalls von BFH-HAFL Projekt geführt (klares Fruchtfolgeproblem). Bereits interessante Ergebnisse aus dem Ackerbau dazu.
FFG Nov. 2019: Eigenes Thema, verschiedene Versuche laufen und es sind auch welche im 2020 geplant. GH und Freiland bearbeiten dies zusammen.
FFG Nov. 2018: Verschiedene Versuche laufen. Problem wird immer akuter. Jungpflanzen und Anzuchtsubstrat werden zusätzlich dazu auch noch angeschaut. Projekt läuft weiter.
AGS Sep. 2018: Drei Produzenten im Tessin hatten einen sehr starken Befall von Tomaten mit C. coccodes Ende August 2018. BEST4SOIL wird Methoden zur Bekämpfung von C. coccodes verbreiten, aber möglicherweise kommt das Problem auch mit den Jungpflanzen.
FFG Nov. 2017: Thema allgemein für Gemüsebau erweitern, da diese Krankheit neu auch im Freiland auftritt. Agroscope Gruppe bearbeitet dies gemeinsam. Verschiedene Aktivitäten sind geplant, damit diese Krankheit besser eingeschätzt werden kann.
AGS Sep. 2017: Diese Krankheit ist auch ein Problem auf dem offenen Feld und in Kartoffeln. Diskussion mit den Beteiligten an diesen Kulturen.
17-53 bisher L 1.5
2020/04
Allg. Gemüse, Kleinkulturen Pflanzenschutzstrategien bei Kleinkulturen A Zulassungsgesuche für Einzelfälle sind für diese Kulturen zu aufwändig in Bezug auf Zeit- und Geldkosten. Die schweizerische Regelung muss den neuen «Katalog der Umgänge» der EU aufnehmen, am Beispiel desjenigen, der in den EU-Ländern seit April 2014 in Kraft getreten ist. Folglich werden die Lückenindikationen an den Referenzkulturen gebunden, mit Anschluss an deren Zulassungen. Beispiele:
Zwiebel (Referenzkultur) => Knoblauch, Schalotte (gebundene Kulturen)
Karotte (Referenzkultur) => Pastinake, Sellerie (gebundene Kulturen)
Spinat (Referenzkultur) => Mangold, Portulak (gebundene Kulturen) Usw.
Die Entwicklung von ganzheitlichen Pflanzenschutzstrategien und eine Anpassung der Bewilligungssituation sind für den Erfolg mit solchen Kulturen grundlegend.
Erfassung der wichtigsten, aktuellen Anbau- und Pflanzenschutzprobleme bei prioritär zu bearbeitenden Nischenkulturen. Aktive Suche nach ganzheitlichen, wirtschaftlich vertretbaren Pflanzenschutz- und Unkrautbekämpfungskonzepten. Abklärung der Pflanzenschutzsituation im Ausland und bei Bedarf Erarbeitung der Grundlagen im Hinblick auf eine Bewilligungserweiterung für geeignete Pflanzenschutzmittel.
FFG 2020: Wird innerhalb Lückenindikationsprojekt bearbeitet, hier löschen. Jede Lücke wird heute von AGS im Rahmen einer Bekämpfungsstrategien mit angeschaut. Jede Lücke solte jedoch einzeln eingegeben werden.
AGS Sep. 2020: Wird alles im Rahmen des Lückenindikationsprojekts abgewickelt, sofern das Problem vom FFG hoch priorisiert wird.
FFG Nov. 2019: Stehen lassen. Allerdings muss jede Lücke einzeln als minor use bearbeitet werden.
VSGP Oct. 2019: Für ein weiteres Vorgehen muss klar ersichtlich sein, um welche Kulturen es sich handelt. Es ist nicht so einfach dies anzupassen, da die Grundlagen von EU übernommen (Rückstands und Wirksamkeitsversuche) werden. Es braucht konkrete Kulturvorschläge.
AGS Sep. 2019: Auch Kleinstkulturen werden im Rahmen des Lückenindikationsprojekts bearbeitet. Dabei ist es nicht ganz einfach, Pflanzenschutzmittelfirmen dafür zu motivieren, minor use-Gesuche zu stellen. Zudem kommt der Bewilligungsprozess meistens nur sehr schleppend voran
FFG Nov. 2018: Minor Crop Liste neu gruppieren um allenfalls bewilligungsblockierende Kulturen/Gemüse auszuschalten. Einstufung von neuen Kulturen in der EU sollte direkt so in der Schweiz von der EU übernommen werden. BLW Vertreter hat dies gehört. VSGP soll dies analysieren und allenfalls an das BLW gelangen.
AGS Sep. 2018: Auch Kleinstkulturen und vor allem neu auftretende Schaderreger werden im internationalen Austausch auf europäischem Niveau bearbeitet. Nutzung von Synergien
FFG Nov. 2017: stehen lassen.
AGS Sep. 2017: Das Lückenindikationsprojekt gewinnt im Zusammenhang mit dem Aktionsplan für Pflanzenschutzmittel weiter an Bedeutung.
FFG 2016: Firmen können angegangen werden. VSGP geht die Firmen diesbezüglich an. Stehen lassen.
AGS Sept. 2016: Gemäss der der Strategie des BLW werden im Falle von Neuzulassungen von PSM soweit wie möglich Bewilligungen für übergeordnete "Crop groups" angestrebt. Von bereits bestehenden Bewilligungen kann ausgehend von sogenannten Referenzkulturen auf Kulturen derselben Gruppe der Erntegüter extrapoliert werden. Zu diesem Zwecke muss die Bewillungsinhaberfirma ein entsprechendes Erweiterungsgesuch stellen.
Kommentare 2013-2015 gelöscht.
20-02 bisher L 1.3
2020/05 Zwiebeln falscher Mehltau der Zwiebeln
Zwiebel-Halsfäule
F Durch den Wegfall von Wirkstoffen (z.B. Chlorothalonil) wird die Bekämpfung von falschem Mehltau der Zwiebel in Zukunft noch anspruchsvoller. Ziel soll sein, eine (Fungizid-)Strategie zu entwickeln, um den falschen Mehltau der Zwiebel auch in der Zukunft optimal bekämpfen zu können.
Auch Zwiebelhalsfäule (Botrytis aber auch weitere Erreger) verursachen grosse Ausfälle in der Bioproduktion. Biokompatible Mittel und Mittelkombinationen zur Reduktion der Probleme testen.
FFG 2020: Die Mancozeb-Zulassung läuft in EU per 31.01.21 aus. Bewillignungsdauer in der Schweiz sehr ungewiss! Es muss zwingend eine Ersatzlösung gesucht werden. Mit bekannten, potenten und erprobten Alternativen sollte es kurzfristig lösbar sein, Mancozeb zum Teil zu ersetzen. «Minor Use» -> Lückenliste!
BASF und Syngenta haben bereits Produkte auf dem Markt (De, A, NL, It., S). Bewilligungsinhaber dazu angehen um Bewilligungsgesuche dazu einzureichen oder mit der Bitte um Notfallzulassungen. Unbedingt dranbleiben! Strategien sind mit hoher Priorität gefragt!
Das langjährige FiBL Projekt dazu läuft aus. FiBL kann als Projektpartner dazu gestrichen werden.
AGS Sep. 2020: AGS hat 2020 in verschiedenen Regionen Strategieversuche gegen den Falschen Mehltau durchgeführt. Dabei wurden auch nicht chemisch-synthetische Produkte sowie neue Fungizide berücksichtigt. Während alternative Produkte bei Zwiebeln kaum einen nachweisbaren Effekt hatten, fiel ein bisher in der Schweiz noch nicht bewilligter chemisch-synthetischer Wirkstoff sehr positiv auf. Die Mehrzahl der aktuell bewilligten herkömmlichen Fungizide löste das Mehltauproblem kaum.
Es wurde eine Serie von Speisezwiebelproben aus dem Seeland auf den Befall duch Fäulnispilze untersucht. Auf vielen Proben lag ein Befall vor.
FFG Nov. 2019: FiBL macht auch Versuche zu Falschem Mehltau an Zwiebeln. FiBL und AGS tauschen sich diesbezügliche einmal aus. Bez. Zwiebelhalsfäule sind im Kanton FR grössere Probleme aufgetreten Es ist nicht immer ganz klar welche Ursache (Erreger) zugrunde liegt. aGS möchte das Problem gerne bereits auf dem Feld sehen und nicht erst im Lager. Zusammelgen mit Projekt 20-02. 2019 gingen bei AGS dazu keine Schadensmeldungen ein.
AGS Sep. 2019: Für 2019 sind Strategieversuche zur Bekämpfung des Falschen Mehltaus vorgesehen. Dabei sollen auch nicht chemisch-synthetische Mittel berücksichtigt werden.
FFG Nov. 2018 : Stehen lassen. Problem (Zwiebelhalsfäule) 2018 nicht aufgetaucht.
AGS Sep. 2018: 2018 gingen im Diagnoselabor, vermutlich bedingt durch die überwiegend trockene Witterung, kaum Zwiebelproben mit Verdacht auf Halsfäule ein. In 2 Fällen verursachten Fusarium und Phoma schwerwiegende Schäden.
FFG Nov. 2017: FiBL bleibt am Ball. Mathias Lutz konzentriert sich nächstes Jahr auf diese Kultur. Versucht das Problem richtig zu erkennen, da oft falsch diagnostiziert. Aufruf an Fachstellen, Proben einzusenden! Inforama Seeland, kann Versuchssorten zur Überprüfung der Sortenanfälligkeit der Agroscope zur Verfügung stellen.
AGS Sep. 2017: Diagnostische Abklärungen sind derzeit an verschiedenen Zwiebelherkünften im Gange.
FFG 2016: FiBL schaut dies im Rahmen der Pflanzenschutzmassnahmen an. AGR und FiBL tauschen sich diesbezüglich aus.
AGS Sept. 2016: Problem vorerst diagnostisch durchleuchten. Anwendung von Schutzkulturen.
20-19 bisher L 1.9
2020/05 Knoblauch Fäulnisprobleme bei der Lagerung und Trocknung F, N Fäulnis am Lager ist nicht direkt bekämpfbar. Die Ursache ist häufig im Pflanzgut zu finden. Agroscope hat eine vielversprechende Vorarbeit geleistet um eine Behandlung zu entwickeln um die Fäulnis einzudämmen, diese müssen nun in Praxis übertragen werden. Die Trocknungsbedingungen sollten auch angeschaut werden. FFG 2020: Versuchsauswertungen von AGS werden erwartet. Stehen lassen.
AGS Sep. 2020: Im Produktionsjahr 2020 wurden verschiedene Produzenten fachlich begleitet, um eine Problemanalyse zu machen. Neben boden- und pflanzgutbürtigen Pathogenen haben vor allem der Trocknungsvorgang und die Lagerungstechnik einen grossen Einfluss. Versuche zur Desinfektion des Pflanzguts und dessen Beimpfung mit Antagonisten werden zurzeit ausgewertet
FFG Nov. 2019: Versuche sind am Laufen. Problem einer typischen Nischenkultur. AGS macht hier weiter. Priorisierung auf 1,9 ändern.
AGS Sep. 2019: Die ExtG hat 2018/2019 Tastversuche zur Desinfektion von Pflanzgut und Beimpfung von Pflanzgut mit Antagonisten durchgeführt. Auf dieser Erfahrungsgrundlage werden 2018/2019 unter Praxisbedingungen entsprechende Versuche im grösseren Umfang durchgeführt.
18-04 bisher L 1.3
2020/06 FiBL / FS FR / FLYIPM Allg. Gemüse Nützlinge gegen Gemüsefliegen A, F, G Nützlingseinsatz: Kohlfliege befällt Radieschenkulturen im Gewächshaus. In den Niederlanden und Frankreich waren Versuche im geschützten Anbau und Nützlingseinsatz erfolgreich. Weitere Literaturrecherche (F, Nl), dann Praxisversuche mit Kombinationen von Macrocheles robustulus, Hypoaspis miles, Steinernema feltiae, alles bereits kommerziell genutzte Nützlinge, bei denen Wirkung vs Kohlfliege gezeigt werden konnte. FFG 2020: dran bleiben, läuft. Stehen lassen.
AGS Sep. 2020: Wirkung von kurzfristigem Nützlingseinsatz unter Freilandbedingungen sehr unsicher. Ähnlich sah es beim versuchsweisen Einsatz von Antagonisten aus (vgl. abgeschlossenes Drittmittelprojekt FLYIPM). Im nun 2. Versuchsjahr wird der Netzeinsatz bei Rüben geprüft (Drittmittelprojekt SZG-VSGP). Die Auswertungen im Vorjahr waren ermutigend. In diesem Jahr stehen die Auswertungen noch bevor.
FFG Nov. 2019: AGS ist daran den Einsatz von Netzen zu untersuchen. Auch im Ausland nichts Neues zu den Fliegen im Pflanzenschutzbereich. Stehen lassen. Siehe auch AgrQnet Projekt (20 - 18, Lfn 7).
AGS Sep. 2019: Im Rahmen eines drittfinanzierten internationalen Forschungsprojekts FLYIPM werden alternative Bekämpfungsstrategien wie die Bekämpfung mit entomopathogenen Organismen und die Anwendung von Repellenzien entwickelt. Zudem werden im Rahmen eines Kleinprojekts Abklärungen zur Optimierung des Netzeinsatzes gemacht (SZG, KZG AG, AGS, Privatfirma, Teilfinanzierung BLW).
FFG Nov. 2018: Auch EU mässig nichts neues. VSGP soll BLW darauf hinweisen, dass bei Wirkstoffrückzüge hier ein grösseres Problem entsteht. AGR ist im Projekt FLYIPM vertreten und verfolgt das international. Prüfen ob mit Spot Spraying / Bandspritzung, d.h. mit gezielter Applikation die bis anhin bewilligten Wirkstoffe erhalten werden könnten
AGS Sep. 2018: Im Rahmen eines europäischen Drittmittelprojektes, an dem auch AGS beteiligt ist (FLYIPM), werden unter anderem auch nicht chem. Bekämpfungsmethoden mit entomopathogenen Organismen durchgeführt. Diese Entwicklung solcher Methoden steht erst am Anfang.
FFG Nov. 2017: Projekt ist angelaufen. Abdrift wird beim Gemüsebau ein Problem sein, da oft verschiedenen Kulturen nahe beieinander. Läuft als Drittmittelprojekt.
AGS Sep. 2017: Bei Agroscope wurden auch 2017 Versuche zu alternativen Bekämpfungsmethoden durchgeführt. Neu wird dieses Problem auf internationalem Niveau im Rahmen des Drittmittel-finanzierten Projektes C-IPM FLYIPM bearbeitet. Dadurch ergeben sich wertvolle Synergien. Agroscope verfolgt auch die Bewilligungssituation im Ausland.
FFG 2016: Weiter laufen lassen. Zusätzlich IPM-Projekt eingereicht.
AGS Sept. 2016: In Zusammenarbeit mit der Uni Neuchâtel und einer Schweizer Privatfirma wurden erste Versuche mit entomopathogenen Nematoden durchgeführt. Die mit dieser Methode bisher erzielten Wirkungsgrade waren bescheiden. Sowohl hinsichtlich der eingesetzten Organismen als auch bezüglich Formulierung und Ausbringtechnik besteht noch erheblicher Optimierungsbedarf.
Kommentare 2012-2015 gelöscht.
20-18 bisher L 1.4
2020/06 Allg. Gemüse Einnetzen von Kulturen gegen Gemüsefliegen
kleine Kohlfliege
A, F, G Einnetzen der Kulturen: Momentan wird untersucht, ob die Kulturen mittels Netzeinsatz vor der Eiablage geschützt werden können. Es stehen Fragen bezüglich Umsetzung (Gerätentwicklung), der Wirksamkeit (Wahl der Netze) und der Wirtschaftlichkeit (Mehrkosten) im Raum. Weiterführend sollte geprüft werden, ob die Technik und die Erfahrung auf weitere Kohlarten (z.B. Broccoli etc.) und auch auf Karotten (Möhrenfliege) übertragen werden kann. Netze könnten helfen die Kultur im Freiland gegen schwerbekämpfbare Insekten zu schützen (z.B. im Broccoli u.a. Freilandgemüse gegen Wanze). Effizienterer und sicherer Einsatz von Kulturschutznetze sind zu prüfen (Teilmechanisierung / weniger Luftfeuchtigkeit).
Für Radies, Rettich im gedeckten Anbau sollte ein Netzeinsatz gegen Erdflöhe und Springschwänze ebenfalls geprüft werden (keine chemische Mittel dagegen bewiligt)
In dem europäischen Projekt FlyIPM sollen mit europäischen Partnern gemeinsam neue Bekämpfungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Der Wissenstransfer über Fortschritte und Kenntnisse soll fortgeführt werden.
FFG 2020: Drittmittelprojekt. Stehen lassen.
AGS Sep. 2020: Das AgriQnet-Projekt läuft weiter.
Im nun 2. Versuchsjahr wird der Netzeinsatz bei Rüben geprüft (Drittmittelprojekt SZG-VSGP). Die Auswertungen im Vorjahr waren ermutigend. In diesem Jahr stehen die Auswertungen noch bevor.
FFG Nov. 2019: Ein AgriQnet-Projekt ist diesbezüglich angelaufen. Produkte für Rettich, Radies: ichts in der Pipeline, auch im Ausland nichts. Netzeinsatz ist möglich. Mit Kaolin im 2018 Tastversuch gefahren und im 2019 kann allenfalls auch mit weitteren Wirkstoffen weiter gemacht werden. In Kohlfliege Netzproblematik Projkete 20 - 18 (Lfn 7) bzw. 20 - 20 (Lfn 20) integrieren und allgemeine die Probleme beim Netzeinsatz einmal beleuchten.
AGS Sep. 2019: Es wurden Tastversuche mit Kaolin-haltigen Produkten bei Radieschen durchgeführt. Die so behandelten Pflanzen waren für Erdflöhe weniger attraktiv.
AGS Sep. 2019: Angesichts der stark eingeschränkten chemischen Bekämpfungsmöglichkeiten ist diese Problemstellung zukunftsträchtig. Aktuell werden unter Praxisbedingungen erste Untersuchungen zur Bekämpfung der Kohlfliege bei Kohlrüben durch Netzüberdeckung durchgeführt (KZG AG, AGS). In einem vom BLW finanziell unterstützten Projektteil werden technische Lösungen, welche eine Rationalisierung des Auslegens und Öffnens der Netze ermöglichen, entwickelt (SZG, Firma Möri). Es wurden Tastversuche mit Kaolin-haltigen Produkten bei Radieschen durchgeführt. Die so behandelten Pflanzen waren für Erdflöhe weniger attraktiv.
FFG Nov. 2018: Gibt keine Wirkstoffe gegen Kohlfliegen. Einnetzung möglich. Collembolen sind im jungen Stadium mit Steinmehle möglich zu bekämpfen. In Extension verschieben umd diese Frage diesbezüglich abzuklären.
AGS Sep. 2018 : Die Kohlfliege wird im Rahmen eines Drittmittelprojektes bearbeitet. Dabei werden die verschiedenen Wirtsarten berücksichtigt.
FFG Nov. 2017: Private Versuche gelaufen mit Kalkstickstoff. Jedoch keine Wirkung. Agroscope ist hier im Rahmen des Extensionprojektes "Bodenschädlingen" aktiv. Wird weiter verfolgt.
AGS Sep. 2017: Versuche mit Kalkstickstoff und anderen alternativen Mitteln durchgeführt. Wirksamkeit?
FFG 2016: Versuch wird 2017 wiederrholt.
AGS Sept. 2016: Aus Kapazitaetsgruenden konnten keine Versuche durchgefuehrt werden.
Kommentare 2014-2015 gelöscht.
15-28 bisher L 1.4
2020/06 Chicorée Witloof Chicorée Minierfliegen F In Chicorée kommen 3 Arten* von Minierfliegen vor und richten Schaden an. Probleme bereitet vor allem die 3. Generation ab Mitte August bis zur Wurzelernte. Die Minierfliegenlarven gelangen mit den Wurzeln in die Lagerung und Treiberei. Da sie minieren und dabei die Triebknospen beschädigen, entsteht massives Seitentriebwachstum in der Treiberei. Die Zapfen werden unverkäuflich und es kann zum Ernte-Totalausfall kommen. Es gibt derzeit kein Produkt, das in der CH zur Bekämpfung der Minierfliegen bewilligt ist. Bewilligungssituation Ausland: In Belgien sind Dimethoat-haltige Produkte bewilligt. In Deutschland ist neben Karate Zeon (Lambda-Cyhalothrin) noch der Wirkstoff Abamectin in Chicorée gegen Minierfliegen zugelassen.
Zulassung mindestens eines Wirkstoffs, der gegen *Napomyza cichorii, *Liriomyza huidobrensis und *Ophiomyia pinguis eingesetzt werden kann. Die Behandlung der 2. / 3. Generation (später Herbst) ist dabei besonders wichtig!
Nur wenn dieser späte Minierfliegenbefall bekämpft werden kann, wird vermieden, dass befallene Wurzeln eingelagert werden. Optisch ist der Schaden erst bei der Treiberei sichtbar und führt zu enormem Rüstaufwand und Totalausfall.
FFG 2020: läuft, stehen lassen. Erkenntnisse müssen erarbeitet werden. Es muss jedoch noch mehr über die Flugaktivität der Fliege bekannt sein.
AGS Sep. 2020: Die Chicoréeminierfliege tritt in einzelnen Regionen auf und das im Jahresverlauf sehr sporadisch. Fallen wurden in der West- und Ostschweiz installiert, um mehr Anhaltspunkte zum Auftreten dieses Schädlings zu erhalten.
FFG Nov. 2019: Versuche sind mit AGS am Laufen. Fliegen werden gefangen und gezüchtet bei AGS.
AGS Sep. 2019: Es laufen Fallenversuche in der Romandie zwecks Monitoring der Flugaktivität der Chicoréeminierfliege, die von Andi Bühler betreut werden.
FFG Nov. 2018: In Frankreich wurde Tiemetoat gestrichen. West Schweiz hat bezüglich dem Schaderreger ein Monitoring. Im letzten Jahr Schadinsekt nicht aufgetreten. Versuche somit nicht durchführbar gewesen.
AGS Sep. 2018: Wurde 2018 in einzelnen Produktionsgebieten ein Monitoring durchgeführt? Der Bekämpfungserfolg hängt von einer gezielten Terminierung der einzelnen Bekämpfungsmassnahmen ab. In Belgien ist der Wirktoff Abamectin gegen die Chicorée-Minierfliege zugelassen => minor use-Gesuch stellen.
FFG Nov. 2017: Läuft
AGS Sep. 2017: Wird gemeinsam mit der Kohl- und Möhrenfliege im Rahmen eines Projektes zur Bekämpfung von Gemüsefliegen bearbeitet (Ext. 16-11)
FFG 2016: laufen lassen in Zusammenarbeit mit Chicorée - Produktion.
AGS Sept. 2016: Im Rahmen des Lückenindikationsprojektes wird auf eine Bewilligung von zusätzlichen Insektiziden hingearbeitet (minor use Verfahren). Das Monitoring wird in Befallsregionen weitergeführt.
Kommentare 2010-2015 gelöscht.
20-22 bisher L 1.4
2020/07 AG BLW / FiBL / FS FR / Diverse Allg. Gemüse Erdmandelgras Bekämpfung von Erstbefällen F Die Verbreitung von Cyperus schreitet weiter voran. Der VSGP ist aufgefordert, Projekte zur Bekämpfung von Erstbefallsflàchen via Dämpfen zu unterstützen, und durch Bereitstellung von Mitteln andere Akteuere (Lagerhalter, Grossverteiler, Handel, Aemter) zur Teilnahme einzubinden. 19-22: Es ist wünschenswert, dass Wirkstoffe (v.a. Halosulfuron) in einem Langzeitversuch weiter getestet werden. Nur die nachhaltige Wirkung der Produkte ist relevant für das Abschätzen des Bekämpfungserfolges. Der Wirkstoff Halosulfuron wurde in Deutschland im 2015 erstmals befristet bewilligt und die Resultate aus den Anwendungen in den USA sind sehr überzeugend. Aufgrund der guten Erfahrungen in Europa und den USA ist der Erlass einer (befristeten) Bewilligung oder einer Sonderbewilligung im Rahmen einer Sanierungsstrategie für Körner- und Silomais auch in der Schweiz fällig.
Es soll geprüft werden, ob die Einarbeitung von Herbiziden wie beispielsweise Butisan S (Metazachlor) in der Saatbeetvorbereitung bei Kohl eine bessere Wirksamkeit gegen Erdmandelgras haben, als die Applikation nach der Pflanzung.
FFG 2020: stehen lassen, v.a. auch interdisziplinäre Forschung/Beratung ist gefragt.
AGS Sep. 2020: Die Forschung hat das nötige Fachwissen erarbeitet. Es gibt konkrete Beispiele von stark verseuchten Flächen, die durch das konsequente Ergreifung von gezielten Bekämpfungsmassnahmen saniert werden konnten. Wo ein Wille und Ausdauer beim betroffenen Anbauer ist, gibt es auch einen Weg! Leider klemmt es in verschiedenen Kantonen und auf Bundesebene im Vollzug erheblich.
AGS unterstützt aktuell eine Privatfirma fachlich, die eine mobile Dämpfmaschine (Durchlaufverfahren) für den Feldeinsatz entwickelt.
FFG Nov. 2019: Stehen lassen. Problem als Ganzes noch nicht gelöst. AGS bleibt aktiv daran für die Lösungsfindungen bei Gemüsekulturen.
VSGP Oct. 2019: Da es an einer schweizweiten Information, Koordination und Übersicht mangelt, hat eine Delegation aus KOLAS, KPSD und SBV, in Absprache mit dem BLW, beschlossen, die vielen aktiven und inaktiven EMG-Arbeitsgruppen in zukünftig einer Arbeitsgruppe "Nationale Koordination Erdmandelgras" zusammen zu fassen. Eine erste Tagung findet im November statt.
AGS Sep. 2019: Die methodischen und technischen Grundlagen zur Eliminierung von Erstbefallsstellen wurden von der ExtG ausgearbeitet. Jetzt geht es ans Umsetzen, was angesichts der nach wie vor fehlenden Vorgaben und Richtlinien seitens des Bundes und der meisten Kantone ein schwieriges Unterfangen ist.
Unter Praxisbedingungen wurden auch (Herbizid-)Strategien zur Sanierung von stark befallenen Flächen entwickelt und erfolgreich auf ihre Wirksamkeit geprüft. Halosulfuron wäre ein wertvoller Baustein in einer solchen Bekämpfungsstrategie, ist jedoch als Einzelmassnahme nicht der Schlüssel zur Lösung.
FFG Nov. 2018: Verschiedene Versuchsergebnisse liegen vor. Kommunikation, vorallem auch bezüglich der Samenübertragung, weiter forcieren. Läuft, stehen lassen.
AGS Sep. 2018: Die Langzeit-Bekämpfungsversuche gegen Erdmandelgras in gemüsebau-/ackerbaulich genutzten Flächen wurden fortgesetzt. Es zeigt sich, dass bei konsequenter und lückenloser Bekämpfung des auflaufenden Erdmandelgrases der Befallsdruck über die Jahre betrachtet deutlich abnimmt (Abnahme der keimfähigen Knöllchen im Boden => Sanierung von Befallsflächen). Diverse auf privater Basis initiierte Versuche zur thermischen Bekämpfung von ersten Befallsstellen durch Bodendämpfung werden fachlich begleitet. Die Praxis wurde hinsichtlich des Verschleppungsrisikos durch Samen weiter sensibilisiert.
FFG Nov. 2017: Läuft
AGS Sep. 2017: Auch in gemüsebaulich genutzten Flächen treten laufend neue schwer bekämpfbare Problemunkräuter auf (aktuelles Bsp. Sumpfknöterich). In Zusammenarbeit mit den regionalen Fachstellen werden Eliminierungs- und Bekämpfungsstrategien geprüft. Untersuchungen zur Bedeutung der generativen Fortpflanzung bei der Weiterverbreitung von Erdmandelgras haben ergeben, dass sich aus Samen auch unter Freilandbedingungen neue Herde von Cyperus entwickeln können. Inskünftig werden von der FG ExtG im Zusammenhang mit dem Erdmandelgras nur noch rein Gemüsebau-spezifische Problemstellungen bearbeitet. Die Federführung in der Cyperus-Forschung liegt bei der FG Herbologie in Changins.
FFG 2016: laufen lassen, läuft mit anderen Problemunkräuter und Neophyten.
AGS Sept. 2016: Die Leitung des Projektes zur Entwicklung von Bekämpfungsstrategien gegen das Erdmandelgras liegt bei der Herbologiegruppe in Changins (J. Wirth und C. Bohren) Die ExtG beschäftigt sich noch mit rein gemüsebaulich behafteten Fragen wie der Entwicklung von Herbizidstrategien bei ausgewählten Gemüsearten.
Kommentare 2010-2015 gelöscht.
19-14 bisher L 1.5
2020/08 FS BE/FR / FiBL Allg. Gemüse Verminderung von Abdrift durch neue Technik Di Im Aktionsplan Pflanzenschutzmittel wird die Reduktion der Risiken für Mensch, Umwelt und Kulturen durch Pflanzenschutzmittel (PSM) in der Landwirtschaft angestrebt. Die PSM sollen nur noch dort eingesetzt werden und dort ankommen, wo diese zum Schutz der Kulturen notwendig sind. Seit einigen Jahren werden in der PSM-Applikationstechnik mit magnetischen Verfahren Versuche gemacht. Jetzt scheint dabei ein Durchbruch geschafft zu sein. Die niederländische Technische Kommission für Technikbeurteilung (TCT) hat einem, von der Firma MagGrow, entwickelten System die praktische Zulassung als anerkanntes Abdrift-Reduktion System erteilt. Es verringert einerseits die Abdrift, anderseits wird auch PSM eingespart. Dabei handelt es sich um ein System von Magneten und Abdrift-reduzierenden Düsen, welche auf bestehende Geräte aufgebaut werden können. Das System wurde von der Firma i.z.m Wageningen Universität und einigen Praxisbetrieben ausführlich im Acker- und Gemüsebau getestet. Die Messungen wurden nach Niederländische CIW Norm und dem internationalen ISO22866 Abdrift-Messprotokoll durchgeführt. Im Rahmen der Massnahmen betreffend Aktionsplan Pflanzenschutzmittel sollte dieses System in der Schweiz getestet werden. Ziel ist eine möglichst baldige Zulassung in der Schweiz. FFG 2020: dran bleiben, stehen lassen. Cees Verbree und AGS (Lead Martina Keller) sichten Unterlagen.
AGS Sep. 2020: Sobald die beschriebene Spritze in der Schweiz eine Vertriebsfirma hat, leistet AGS fachliche Unterstützung bei allfällige Versuchseinsätzen.
FFG Nov. 2019: Stehen lassen. Auf Allgemein erweitern und auf einem Gemüsebaubetrieb integrieren/prüfen. Thomas Anken ist dazu informiert. In die Nachfolgethematik des Stekeete-Projektes integrieren.
AGS Sep. 2019: die neuesten Entwicklungen und Erfahrungen müssen laufend kulturübergreifend verfolgt werden.
FFG Nov. 2018: FFG fragt bei Agroscope Tänikon (Thomas Anken) an. Cadenazzo hat für das Gewächshaus ein entsprechendes Applikationsgerät entwickelt. Versuche beginnen im 2019.
AGS Sep. 2018: Elektrostatische Spritzen stehen bereits seit über 30 Jahren zur Diskussion und vereinzelt auch im Einsatz. Mittlerweile gibt es auf dem Gebiete der Applikationstechnik verschiedene effektivere Neuentwicklungen, welche die Abdrift wirksamer reduzieren.
FFG Nov. 2017: Irische Firma hat so eine Technik entwickelt. In NL verschiedene Daten mit Uni Wageningen erarbeitet. Prüfung ist sehr aufwendig. Literatur einmal sichten. Allenfalls mit Agroscope Tänikon das Gerät für den allgemeinen Ackerbau zu prüfen.
AGS Sep. 2017: Die FG ExtG verfolgt die applikationstechnischen Entwicklungen und steht dem BLW bei der Aktualisierung der bestehenden Richtlinien bei. Synergien mit anderen Projekten (Drittmittel)?
20-15 bisher L 1.8
2020/08
2020/25
FS BE / FS FR / FiBL Allg. Gemüse Robotik: Reduktion PSM Einsatz, optische Bilderkennung/Erkennung von Schaderregern Di In Zukunft werden wir vermehrt mit Robotern arbeiten. Personaleinsatz muss reduziert werden.Ziel: Testen- und Bewerten bestehender Techniken im Praxiseinsatz in Gemüsekulturen, ebenso Weiterentwicklung. Wie ist das gesetzlich abgesichert? Versicherungen? Arbeitssicherheit? In Zukunft werden wir vermehrt mit Robotern arbeiten. Personaleinsatz muss reduziert werden. Weiterentwicklung drittfinanziertes Projekt (AgriQnet-Projekt) zu diesem Thema (laufend).
optische Erkennung von Schaderregern:
Erste Abklärungen ergeben, das automatische Bilderkennung (Deopp learning/machine learning) bei Thrips, Glanzkäfer, Cyperus und somit wohl auch bei Möhrenfliege ein Weg sind, den man ausprobieren kann. A) Gibt es weitere Organsimen die interessant sind b). Welche Ressourcen, bisherige Arbeiten Kontaktpersonen gibt es? Wageningen hat einen Algorithmus entwickelt, um Weisse Fliege im Gewächshaus automatisch zu erkennen. Es gilt, diesen auf weitere Organsimen zu übertragen und in der Produktion einzusetzen. Die SZG/ der VSGP mögen entsprechende Projekte einreichen.
FFG 2020: Drittmittelprojekt läuft 31.10.21 aus. Nachfolgeprojekt Spotspraying-Technik mit 4,5 m Arbeitsbreite steht vor der Eingabe. Gesucht ist ein Produzent, der bereit ist, sich an der Maschine zu beteiligen und während 3 Jahren AGS-Driftstudien zu begleiten. Aufruf an Fachstellen zur Abklärung und Motivierung von Produzenten hier mitzumachen. Es braucht Partner aus der Produktion. VSGP motivieren die mitmachenden Produzenten zu unterstützen, da sie einen Effort für die ganze Brachen erbringen. Stehen lassen.
AGS Sep. 2020: Das Drittmittelprojekt "Pflanzenschutzroboter" steht kurz vor dem Abschluss. Diese Technologie (Spotspraying) ist grundsätzlich praxisreif und lässt bei klassischen Pflanzkulturen mengenmässige Einsparungen an PSM von 50 - 70% zu. Damit sich der Einsatz solcher Geräte auch aus betriebs- und arbeitswirtschaftlicher Sicht lohnt, müssen auf der Grundlage des verwendeten Prototyps schlagkräftigere Folgemodelle entwickelt werden (Folgeprojekt ist beantragt). In weiteren Versuchen (Parallelprojekt) soll zudem belegt werden , dass das Driftrisiko bei dieser Applikatrionstechnik im Vergleich zu Standardtechniken deutlich reduziert ist, so dass die Gewässerschutzauflagen bei "kritischen PSM" verringert werden können.
Das Thema Bilderkennung von Schaderregern wird im Rahmen des Projekts PFLOPF bearbeitet.
FFG Nov. 2019: Stehen lassen. AGS ist dran. Es ist vorgesehen ein Anschlussprojekt einzugeben.
AGS Sep. 2019: Das drittfinanzierte Projekt zur Weiterentwicklung des kombinierten Hack- und Spritzroboters Steketee wird 2020 noch weitergeführt. Die FG ExtG steht in engem Kontakt mit Privatfirmen und Startups, welche die kamera- und GPS-gesteuerte Hacktechnik weiterentwickeln.
optische Erkennung von Schaderregern: Ein gemeinsames Projekt von Agroscope (Vincent Michel) und des CSEM läuft. Erste, vielversprechende Ergebnisse erreicht. Ein breiter angelegtes Projekt ist in Erstellung als InnoSuisse oder als gänzlich bei Agroscope integriertes Projekt. Zunächst konzentrierte sich das Projekt auf die gemeine Spinnmilbe und Mehltau (Tomate und Erdbeere).
FFG Nov. 2018: Weiter auf dem Radar halten und Entwicklung verfolgen.
AGS Sep. 2018: AGS ist an der Weiterentwicklung von bereits ansatzweise vorhandenen Technologien beteiligt und bringt dabei wichtige Aspekte des Pflanzenschutzes und der Applikationstechnik ein (Drittmittelprojekte).
Projekt SZG-VSGP-Möri-kant.FachstellenBE+FR: Hackroboter Steketee wird zur kameragesteuerten Fungizid- und Insektizidspritze ausgebaut, mit der die einzelnen Kulturpflanzen gezielt behandelt werden können (crop adapted spraying) => Einsparungen an PSM bis zu 90% => erhebliche Reduktion des Runoff. Nächster Schritt: Mapping der Kulturfläche bis auf Stufe Einzelpflanze (cloud-solution) => Erfassung des Einzelpflanzenzuwachses => gezielte digitally supported Einzelpflanzenernte
Projekt Ecorobotix: Dieser autonome für die Herbizidbehandlung von Einzelunkräutern bestimmte Robi soll neben Zuckerrüben auch für Zwiebeln weiterentwickelt werden. Vor dem Eintritt in die Phase von deeper (machine) learning muss der Bildanalysealgorithmus im Hinblick auf die Erkennung der Zwiebelpflanzen und - reihen angepasst werden. Daher konnten 2018 noch keine Versuche gefahren werden.
FFG Nov. 2017 : Projekt läuft. Weiterverfolgen. AGS Sep. 2017: Die ExtG ist gemeinsam mit Tänikon dran. Unter anderem ist eine Beteiligung am vom BLW finanzierten Projekt "Ecorobotix" vorgesehen => Modellkultur Zwiebeln. FFG 2016: Projekt läuft. Unter Suzanne Schnieper wird in Kürze eine Zusammenstellung der vorhandenen Geräte publiziert. Betriebwirtschaftliches Thema. Koordination mit Stellen, wo solche Geräte testen. (AG Betriebswirtschaft) AGS Sept. 2016: Alternative Unkrautbekämpfungstechnologien (Robotik, Folieneinsatz) werden auf internationalem Niveau vor allem von der Privatindustrie weiterentwickelt. AGS ist am Ball (vrgl. Demonstrationen am Salattag) und wirkt allenfalls im Rahmen von Drittmittelprojekten mit. Betriebswirtschaftliche Aspekte sollten eingehender durchleuchtet werden (vrgl. Tätigkeiten der Arbeitsgruppe Betriebswirtschaft).
20-17 bisher L 1.5
2020/09
2020/21
BFH-HAFL Allg. Gemüse Boden: BOVE-Projekt / Bodenfruchtbarkeit, Bodendesinfektion (Rauchmittel) Bo Wie aktiviert man auf unseren Kulturflächen die Bodenlebewesen am besten? Welcher Nutzen bringt ein belebterer Boden? Ernteabfälle kompostieren, vergären, verbrennen? Wie erhöhe ich den Humusanteil durch Kulturmassnahmen? Nachhaltigkeit? Intensiv genutzte Böden neigen zur Verdichtung und zum Humusabbau. Derzeit wird der Anbau von Zwischenbegrünungen zur Erhaltung der Bodenstruktur empfohlen.

BOVE-Projekt: Das Oberziel des Projektes ist eine nachhaltige Sicherung der Ertragsfähigkeit und Ertragskonstanz der für die Ernährungssicherheit der Schweiz wichtigen landwirtschaftlichen Kulturpflanzen in künstlich entwässerten, ackerbaulich genutzten ehemaligen Moorgebieten der Schweiz. Die Problematik von bodenbürtigen Krankheiten hat in den vergagenen Jahren stark zugenommen. Die lösungs- und anwedungsorientierte Forschung auf diesem Problemgebiet muss dringend mit Zusatzressourcen ausgebaut werden.
FFG 2020: Versuche für 2021 geplannt und aufgegleist. Stehen lassen.
AGS Sep. 2020: Aufgrund von Rückmeldungen und Einsendungen aus der Gemüsebaupraxis werden die am prioritärsten zu bearbeitenden Bodenpathogene eruiert. Nach ersten eigenen Vorversuchen werden regionale Versuche on-farm in Absprache mit kantonalen Fachstellen durchgeführt. 2020: Doldenblütler, Salate, Rettich. Dabei werden Synergien mit Drittmittelprojekten ausgenutzt.
FFG Nov. 2019: Projekt läuft bei AGS weiter. Weiter sollte noch die Problematik des Humus und der Bodenstruktur dazu kommen. Zusammenarbeit AGS, HAFL und Regionen. Boden als Nahrungsgrundlage wichtig, daher Projekt hier stehen lassen.
AGS Sep. 2019: Gegen fruchtfolgebedingte, bodenbürtige Schaderreger werden von der ExtG vor allem auch regional auf betroffenen Flächen unter Praxisbedingungen Bekämpfungsversuche durchgeführt (Anwendung Antagonisten, Umsetzung Kulturmassnahmen etc.). Ein solches Projekt läuft seit Jahren. Im Hinblick auf die Erhaltung der Bodenstruktur und der organischen Substanz ist eine engere Zusammenrbeit mit HAFL und anderen Forschungsgruppen von AGS wünschenswert. Zusammengelegt mit 17-18.
AGS Sep. 2018 (Ext. 17-18 ): V. Michel startet im November 2018 zusammen mit 11 Partnern in 8 Ländern BEST4SOIL, ein Projekt mit dem Ziel mehrere Methoden zur Bekämpfung von bodenbürtigen Krankheiten (Pilze, Nematoden) in leicht verständlicher Weise (Videos, Merkblätter) Europaweit zu verbreiten. Zusätzlich werden auch dieThemen Bodengesundheit und Organische Substanz im Boden behandelt. Die Videos und Merkblätter werden ab Ende 2019 den Produzenten und Beratern zur Verfügung stehen (in D, F und I). Eine Gesamtauswertung der bereits in den Vorjahren durchgeführten Untersuchungen zur Wirksamkeit von Antagonisten und anbautechnischen Anpassungen zeigt, dass der Krankheitsdruck durch vorbeugende Massnahmen dieser Art deutlich vermindert werden kann. Langzeitversuche bei AGS belegen, dass die Vitalität von Gemüsekulturen durch einen wiederholten Einsatz von einwandfreiem Kompost verbessert werden kann. Beispiel Eichblattsalat 2018. Bei der N-Düngung ist zu berücksichtigen, dass der im Zusammenhang mit der Kompostanwendung stehende Anstieg des Humusgehaltes zu einer zusätzlichen Erhöhung des pflanzenverfügbaren N (Nmin) führt, was bei einer nicht reduzierten Zudüngung von N zu physiologischen Störungen bei der Kultur führen kann. Ausserdem ist zu beachten, dass mit nicht unter optimalen Bedingungen hergestelltem Kompost neue Schaderreger in die Flächen eingeschleppt werden können.
AGS Sep. 2017 (Ext. 17-18 ): Ein Teil der 2017 durchgeführten Versuche (Kohlarten, Salate, Zwiebeln) bestätigt die Erfahrungen der Vorjahre, wonach anbautechnische Anpassungen (Bsp. Dammanbau), die Anwendung von Antagonisten und die gezielte Anwendung von organischen Düngern (Chitin, Kompost) die Kulturentwicklung fördern und den Befallsdruck von bodenbürtigen Krankheitserregern vermindern. In jüngster Zeit verursachen zusätzliche Bodenpathogene bei weiteren Kulturen ernsthafte Ausfälle. => Fortführung der Versuche. Der laufende Versuch gegen Nematoden wurde im Jahr 2018 erneuert.
Kommentare 2012-2016 gelöscht.
19-13 bisher L 1.4
2020/10 Allg. Gemüse Natürliches Unkrautvertilgungsmittel, biologische Schädlingsbekämpfung, Pflanzenhilfsstoffe A Zahlreiche mechanische und thermische Methoden machen die Beseitigung der Beikräuter möglich, aber sie sind in der Regel sehr kostspielig. Es gibt natürliche Unkrautvertilgungspräparate, insesondere mit Natron / Natriumbicarbonat / Natriumhydrogencarbonat. Sind sie wirksam? Dosierung? Sind sie in der Landwirtschaft zugelassen?
Kombination Bio Mittel und bestehender synthetischer Mittel mit Ziel Rückstände zu reduzieren, PSM Aufwand zu optimieren, Umwelt zu schützen.
Der Pflanzenhilfsstoff "Pflanzen-Fit" auf der Basis von EM Effektiven Mikroorganismen und phytogenen Wirkstoffen wird 1 x wöchentlich über die Kulturen vernebelt (1 - 2 l/ha in 600 - 1000 l Wasser). Erste Tastversuche haben gezeigt, dass Schädlinge von Kohlgewächsen ferngehalten. In diesem Projekt soll nachgewiesen werden, ob folgende Schädlinge von Kohlgewächsen ferngehalten werden können: Kohleule, Kleiner Kohlweissling, Grosser Kohlweissling, Kohlmotte, Kohlrübenblattwespe, Drehherzmücke, Kohlfliege, Erdflöhe.
Das Produkte wird für nächstes Jahr für die FiBL Betriebsmittelliste angemeldet.
FFG 2020: Zusammenführen mit 20-01, LN: 43
AGS Sep. 2020: Siehe 20-01
FFG Nov. 2019: Verschiedene Präparate werden laufend - wo es Sinn macht - geprüft. Stehen lassen. Mehrere Projekte in diesem Rahmen zusammenlegen. Naturherbizide bleiben auch weiter auf dem Radar.
AGS Sep. 2019: Zum Einsatz von sogenannten "Naturherbiziden" mit abbrennender Wirkung in den Gemüsekulturen selbst konnten 2019 bei der Modellkultur "Zwiebeln" viele wertvolle Erfahrungen gesammelt werden.
FFG Nov. 2018: Versuchsmässig hier weiter arbeiten. Produkteinhaber diesbezüglich angehen um Bewilligungen zu erhalten. In der jetzigen Formulierung ist das Produkt zu teuer. Stähler meldet ein Produkt an.
AGS Sep. 2018: "Naturherbizide" wurden in den vergangenen Jahren von AGS verschiedentlich im Rahmen von unterschiedlichen Anwendnungsversuchen geprüft: Prüfung auf ihre Wirkung gegen ausgewählte Unkrautarten (Bachelorarbeit mit Hepia). Verträglichkeitsversuche in Zwiebelkulturen sind positiv ausgefallen. Verschiedene Produkte aus dieser Herbizidgruppe wären zweifellos ein wertvoller Ersatz bzw. eine sinnvolle Alternative zu tradtionellen Abbrennherbiziden.
20-01 bisher L 1.2
2020/10 Allg. Gemüse Natürlicher Pflanzenschutz A Wegfall wichtiger Pflanzenschutz-Produkte und immer höheren Auflagen seitens Bund, Medien und Konsumenten machen es nötig zur Sicherung der Qualitätsziele der einzelnen Nahrungsmittel mit natürlichen Produkten der heutigen und zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. FFG 2020: stehen lassen, weiterführen (19-13 integrieren)
AGS Sep. 2020: Im Rahmen des Extensionprojekts "Pflanzenschutzstrategien" werden so weit wie möglich auch nicht chemisch-synthetische Produkte berücksichtigt. Konkrete Vorschläge seitens der PSM-Firmen inkl. Anwendungsempfehlungen für die Versuchdurchführung sind willkommen
FFG Nov. 2019: AGS hat intern hierzu den Auftrag, dies immer zu berücksichtigen. Daher werden solche Wirkstoffe bei Versuchsreihen immer mit einbezogen. Dies ist hier aber eine politische Frage und wird an den VSGP weitergegeben. Es wäre allenfalls wichtig, dass dieser Druck auch vom FFG kommt. VSGP klärt intern ab, ob FFG auch aktiv sein soll.
AGS Sep. 2019: Im Rahmen der Extensionprojekte der ExtG zur Entwicklung von nachhaltigen Pflanzenschutzstrategien werden so weit wie möglich nicht-chemische Mittel berücksichtigt. Interessierte Produktinhaberfirmen, die vorgeprüfte alternative Mittel für Versuchszwecke zur Verfügung stellen wollen, sind willkommen.
19-23 bisher L 1.9
2020/11 Broccoli Falscher Mehltau, Alternaria in Bio Broccoli F Woher kommt es? Wie kann man Kopffäule in Bio Broccoli vermeiden? Gibt es Mittel? Technische Lösungen? FFG 2020: Strategieversuche am Laufen und noch nicht abgeschlossen. Stehen lassen und weiter verfolgen. FiBL plant ein 4-jähriges Projekt für Bio-Broccoli.
AGS Sep. 2020: Es wurde auf einem Privatbetrieb eine grosse Palette von verschiedenen Fungiziden eingesetzt. Der Versuch ist noch laufend. Die Auswertungen folgen
FFG Nov. 2019: Könnte mit dem Extensionprojekt bearbeitet werden, da dort nicht nur Alternaria, sondern auch Falscher Mehltau bearbeitet wird.
AGS Sep. 2019: Auf Praxiseinsendungen von Broccoli mit diesen Symptomen wurde überwiegend Alternaria diagnostisch nachgewiesen. 2019 wurde bei AGS ein Versuch zur Prüfung von verschiedenen Wirkstoffen gegen diese Krankheit angelegt. Auswertung folgt Ende Oktober.
FFG Nov. 2018: Stehen lassen, da Problem in der Praxis besteht. In die Lücken verschieben. Broccoli minor use. Priorisierung auf 1.9 ändern.
AGS Sep. 2018: Der Bioanbau ist angesprochen. Gibt es diesbezüglich bereits Praxis- und Versuchserfahrungen? Saatguthygiene/-desinfektion. Einsatz von biotauglichen nicht-chemischen Mitteln?
17-34 bisher L 1.2
2020/11 Karotten, Sellerie, Kohlarten Empfindlichkeit von Alternaria und Cercospora-Arten auf verschiedene Fungizide F Blattflecken können durch verschiedene Erreger verursacht werden. In letzter Zeit konnte beobachtet werden, dass es eine Tendenz gibt, dass sich das Spektrum von Alternaria- zu Cercospora-Arten verschiebt. Bei der Karotte z.B. sind nur Fungizide gegen Alternaria bewilligt, viele Schäden (mit sehr ähnlicher Symptomatik) jedoch sind durch Cercospora verursacht. Es ist aber nicht bekannt, ob die Wirkung von Fungiziden gegen Alternaria sich gleich verhält bei Cercospora. Diese Kenntnisse wären für einen erfolgreichen Schutz der Kulturen jedoch von zentraler Bedeutung. Aus diesem Grunde soll die Wissenslücke geschlossen werden. FFG 2020: Problem bei Karotten teilweise entschäft. Auch Sellerie / Kohlarten noch einiges an Arbeit um Problem zu lösen. Beim Sellerie spitzt sich vor allem im Herbst das Problem zu. Unbedingt weiterführen.
AGS Sep. 2020: Problem bei Karotten dank neuer bewilligter Fungizide entschärft. => Umstellung der Fungizidstrategien
FFG Nov. 2019: Kopfkohle machen Probleme. Fungzidversuche sind gelaufen und es sollen weitere gemacht werden.
AGS Sep. 2019: Dank zusätzlicher neuer Bewilligungen von modernen Fungiziden wird sich die Situation bei Karotten entschärfen. Bei Kohlarten, insbesondere bei Broccoli, verursacht Alternaria in gewissen Regionen schwerwiegende Ausfälle. Zurzeit laufen bei AGS entsprechende Bekämpfungsversuche.
FFG Nov. 2018: Anwendungsempfehlung publizieren? Intensive Intersuchungen haben gezeigt, dass als Alternaria angesprochene Krankheit nicht immer Alternaria ist. Praxis wünscht einen Schnelltest zu Alternaria. Agroscope prüft, ob dies möglich ist einen solchen zu entwickeln. Kann anschliessend im Seeland mit Kt. FR / BE getestet werden.
AGS Sep. 2018: Die 2018 durchgeführten Untersuchungen bestätigen, dass die Bedeutung von Cercospora bei Karotten bisher unterschätzt wurde. Bei einem überwiegenden Teil der untersuchten Blattproben lagen Mischinfektionen von Alternaria und Cercospora vor. Bei der Fungizidauswahl sollten daher Mittel mit breiter Wirkung bevorzugt werden.
FFG Nov. 2017: Es gibt grosse Unterschiede zwischen diesen zwei Krankheiten hinsichtlich der Wirksamkeit von verschiedenen Wirkstoffen. Erstbefall des einen oder anderen Pilzes ist entscheidend. Weitere Informationen folgen.
AGS Sep. 2017: 2017 durchgeführte Beobachtungen und Untersuchungen zeigen, dass das Schadpotenzial von Cercospora bei Karotten ebenso hoch wie dasjenige von Alternaria ist. Weitere Bearbeitung im Rahmen eines Drittmittelprojektes.
FFG 2016 : Laufen lassen, da Alternaria und Cercospora Blattflecken gleiche Symptome zeigen. Firmen werden gebeten wie allfällige Wirkstoffe auf diese zwei Pilzkrankheiten wirken. Um Probematerial aus den Regionen wird gebeten.
AGS Sept. 2016: Im Rahmen des diagnostischen Teils eines drittfinanzierten Projektes zur Optimierung der Bekämpfung von Blattkrankheiten bei Karotten werden entsprechende Abklärungen gemacht. Zu diesem Zwecke wird Probematerial aus verschiedenen Regionen benötigt.
19-01 bisher L 1.9
2020/11
2020/03
Stangensellerie Bekämpfungstrategie von Colletotrichum acutatum F Verkrauselung des Laub von Stangensellerie verursacht von Colletotrichum acutatum.
Von AGS konnte der diagnostische Nachweis erbracht werden, dass die bislang vor allem im Tessin aufgetretenen Virus-ähnlichen Symptome bei Stangensellerie auf einen pilzlichen Krankheitserreger zurückzuführen sind.
FFG 2020: Spezifisches Problem zum Stangensellerie. Weitere Versuche sind notwendig. Tessin braucht dazu dringeng eine Lösung. Stehen lassen.
AGS Sep. 2020: Es wurde eine breite Palette von Fungiziden geprüft. Die Wirksamkeiten sind allgemein ernüchternd. Der Hebel muss vor allem bei der Saatgutqualität und Jungpflanzengesundheit angesetzt werden.
FFG Nov. 2019: Kein Virus sondern ein Pilz, welcher übertragen wird. Arbeitstitel muss umgeschrieben werden (Zikaden/Phytoplasmen mit Colletotrichum acutatum ersetzen). AGS bleibt daran.
AGS Sep. 2019: Es wurde ein breites Sortiment an modernen Fungiziden in Cadenazzo gegen Colletotrichum geprüft. Mit keinem der versuchsweise eingesetzten Mittel wurde eine Befallsreduktion erzielt. Diese Krankheit kann über Saatgut und Jungpflanzen übertragen werden. Die Saatgutdesinfektion mit Dampf sowie andere Hygienemassnahmen solllten auf ihre Wirksamkeit untersucht werden.
FFG Nov. 2018: Versuch nochmals machen im 2019 in Cadenazzo.
Spritzversuch. Wege der Jungpflanzen abklären (bezüglich allfälligem Vorbefall).
AGS Sep. 2018: Die bisher Viren oder Phytoplasmen zugeschriebenen Schäden sind auf den pilzlichen Erreger Colletotrichum acutatum zurückzuführen.
Diese Krankheit wurde 2018 erstmals auf breiter Basis nachgewiesen und ist im angrenzenden Ausland noch weitgehend unbekannt. M. Jermini hat in Absprache mit M. Lutz einen Wirksamkeitsversuch durchgeführt. Kurzfristig kommen vor allem Fungizide in Frage, die bei dieser Kultur bereits gegen eine andere Krankheit zugelassen sind => Extrapolation.
Es stellt sich die Frage, ob dieses Problem durch Bewilligungserweiterungen für grundsätzlich wirksame Fungizide gelöst werden kann oder ob weitere Zusatzabklärungen im Rahmen eines Extensionprojektes erforderlich sind.
FFG Nov. 2017: Läuft weiter. Agroscope interne Gruppe unter Leitung von Reto Neuweiler.
AGS Sep. 2017: Falls Problem 2017 erneut aufgetreten ist, forschungsmässige Bearbeitung im Rahmen eines für das AP 18-21 vorgesehenen Agroscope-Projektes zur Bekämpfung von Viren, Phytoplasmen und Bakterien im Gemüsebau.
FFG 2016: Zytoplasmen ist ein neuer zunehmender Bereich der Schadorganismen. AGR Cadenazzo ist hier dran. Laufen lassen.
AGS Sept. 2016: Problem vorerst diagnostisch durchleuchten. Wirtspflanzen und Vektoren abklären und bekämpfen.
19-24 bisher L 1.7
2020/12 OTM / HAFL Allg. Gemüse Drahtwurm A Drahtwürmer (Agriotes sp.) verursachen im Gemüsebau (Salat, Möhren, Lauch, Schalotte, Zwiebel...) grosse Schäden. Es wird festgestellt, dass die Schäden Jahr für Jahr häufiger werden. Das Fehlen von Insektiziden (Granulat) zur Bodenbehandlung ist ein Problem in der Schweiz aber nicht in der EU. Zu diesem Problem kommt demnächst der Wegfall der Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide zum Beizen des Samenguts (Gaucho...). Die Situation ist gravierend und hinterlässt einen Berufsstand ohne Lösung. Die Zulassung eines Insektizids in Granulatform der Art von Karate WG oder gleichwertig ist notwendig.
Zunahme von Schäden von Drahtwürmer im Freiland und im gedeckten Anbau an mehreren Kulturen, es fehlen wirksame Bekämpfungsstrategien.
FFG 2020: Langzeitversuch weiterverfolgen. stehen lassen. OTM meldet positive Effekte aus Versuchen mit frühzeitigem Einsatz von Attracap (bis 50%). Auch BFH-HAFL hat in Kartoffeln festgestellt, dass der Moment der Applikation sehr entscheidend ist. Schaderreger muss oben im Boden sein. Frühzeitiger präventiver Einsatz des Wirkstoffes.
AGS Sep. 2020: Die Wirkung von Antagonistenpräparaten ist in Kurzkulturen bei kurzfristigem Einsatz fraglich. AGS hat einen Langzeitversuch angelegt. Resultate folgen
FFG Nov. 2019: Stehen lassen. Erste Ergebnisse wurden an der PFS - Tagung vorgestellt. Nicht alle Fragen sind geklärt, weiterer Forschungsbedarf.
AGS Sep. 2019: In der Romandie hat OTM in Absprache mit AGS Bekämpfungsversuche mit Attracap bei verschiedenen Gemüsekulturen durchgeführt. Die ExtG führt aktuell solche Versuche bei Süsskartoffeln durch.
FFG Nov. 2018: Läuft sehr viel an der Agroscope in Reckenholz im Ackerbau. Es sind keine neue Wirkstoffe vorhanden, die vielversprechend sind. Keine Ressourcen diesbezüglich vom Standort Wädenswil einbringen. Extension Gemüsebau ist hier im Kontakt mit dem Reckenholz.
AGS Sep. 2018: Agroscope (Projektleitung G. Grabenweger) führt vertiefte Untersuchungen im Ackerbau (Schwerpunkt Kartoffelbau) durch. Die im Rahmen dieser Studien gewonnenen Erkenntnisse lassen sich gleichermassen im Gemüsebau umsetzen. Es bringt nichts, wenn die Gemüsebauforschenden versuchen, parallel dazu das Rad nochmals zu erfinden.
https://www.kartoffel.ch/fileadmin/redaktion/pdf/Branche/2__Drahtwurmbekaempfung_Ansaetze_G._Grabenweger.pdf
http://www.pag-ch.ch/fileadmin/Fichiers_PAG/pdf/3._Nat._Ackerbautagung/9._Eckard_D.pdf
FFG Nov. 2017: Agroscope Wädenswil verfolgt, was Reckenholz diesbezüglich macht. Politisch angehen. Es fehlen für die Firma Versuchsflächen im Gemüsebau mit Drahtwurmbefall.
AGS Sep. 2017: Die von Agroscope Reckenholz auf dem Gebiete des Feldbaus durchgeführten Untersuchungen werden mitverfolgt. Methoden, die bei Ackerkulturen eine gute Wirklung zeigen, werden auch im Gemüsebau geprüft.
FFG 2016: laufen lassen. Bekämpfung des Schädlings in Ackerkulturen wird intensiv am Reckenholz geprüft. Was kann allenfalls für Gemüsekulturen übernommen werden. Info dazu im 2017 was allenfalls gelaufen ist.
Mit dem BLW die Situation besprechen, da wirkvolle Wirkstoffe in der Welt vertrieben werden. Schadenspontential (mit KZG's und Pflanzenschutzstellen) einmal abschätzen und mit dem BLW Kriterien zu einer Bewilligung erarbeiten. Lead: FFG-Sekretariat.
AGS Sept. 2016: Da inskünftig kaum neue Bodeninsektizide bis zur Bewilligung gelangen werden, gewinnen alternative Methoden im Rahmen der Gesamtfruchtfolge deutlich an Bedeutung. Alternative Bekämpfungsmethoden mit Antagonisten stehen auf Stufe "Grundlagenforschung" in Entwicklung. AGS pflegt den Kontakt mit FachkollegInnen von anderen Instituten und Forschungsgruppen.
20-07 bisher L 1.3
2020/12 Allg. Gemüse Wanzen Halymorpha halys und Nezara virdula Schäden an FREILAND-Gemüse F Während zur Zeit viel über Wanzen im Gewächshaus bei Fruchtgemüse und Beeren gesprochen wird, zeigen sich auch im Freilandgemüse grosse Schäden, so zum Beispiel an Blumenkohl, Broccoli und Salaten. Durch das polyphage Verhalten dieser eingeschleppten Schädlinge sind Schäden an weiteren Freilandkulturen zu befürchten. Im Gegensatz zum Gewächshaus können wohl kaum je aktiv Nützlinge ausgebracht werden, um den Schaden zu mindern. Hier wären andere Massnahmen zu überlegen. Die Zeit eilt aber, denn die heissen Sommer 2018 und 19 lassen die Populationen stark ansteigen und es ist kein Ende sichtbar! FFG 2020: Zusammenführen mit LN 21-01 und LN 51. Dran bleiben, sowohl im Team Freiland als auch in Conthey (neues GH-Projekt?). Für AGS Conthey könnte ein Projekt diesbezüglich angestossen werden.
FiBL-Projekt läuft ebenfalls im GH 2021 an. Wanzen-Tagung am 16.12. am Strickhof.
AGS Sep. 2020: Siehe 21-01. Im Zusammenhang mit Wanzenproblemen im Freiland leistet die FG Extension Gemüse bei der Durch