Extension: Praxisanliegen und Probleme (Freiland, Gewächshaus, Vor- oder Nachernte)



ID-Nr. (Jahr-fortlaufende Nr.) Status FFG Status AGS Priorisierung AGS Statusbericht Forschungspartner Bearbeitung durch Gemüse Arbeitstitel Bereich Problemstellung und Zielsetzung Kommentar Forschung / Kommentar FFG / Kommentar FK Bio/VSGP
22-19 neu Allg. Gemüse Kompost Tee A Welche Erfahrungen bestehen beim Einsatz von Kompost Tee? Wie sollte Kompost Tee produziert werden?
22-18 neu Allg. Gemüse Pflanzenstärkungsmittel A Es herrscht in der Produktion Unklarheit über die Wirkung von Pflanzenstärkungsmittel. Welche Mittel in welchen Kulturen versprechen Erfolg?
22-09 neu Allg. Gemüse Ersatz von synthetischen Düngemitteln im Gemüseanbau A Um die in grossen Mengen im Gemüseanbau benötigten Nährstoffe aus der Wiederverwertung zu gewinnen und dadurch die Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern sowie die umfangreichen Einfuhren von Düngemitteln, hergestellt aus nicht erneuerbaren Ressourcen (Phosphorit) oder durch stark umweltbelastende Verfahren (Stickstoffdünger) zu reduzieren, empfiehlt Aneco die Verwendung des lokalen, auf der Basis von menschlichem Urin hergestellten Düngemittels Pitribon. Im Vergleich zu Aurin (seit 2018 bereits für den Gemüseanbau zugelassen) wird Pitribon wesentlich kostengünstiger und mit deutlich geringerem Energieverbrauch hergestellt.
Dieses Projekt wird in zwei Phasen erfolgen:
1. Die chemische Zusammensetzung von Pitribon sowie der Behandlungsprozess (Nitrifikation, Hygienisierung des Materials, Eliminierung organischer Schadstoffe) werden in Laboruntersuchungen (bei Hepia und in einem anderen Labor) analysiert. Diese Analysen sind für die Einleitung des Zulassungsverfahrens durch Aneco erforderlich. Basierend auf den Analyseergebnissen wird Hepia Empfehlungen für die Tauglichkeit von Pitribon im Gemüseanbau abgeben.
2. Hepia und Aneco werden Pilotversuche mit Pitribon bei Gemüsekulturen koordinieren, um die Düngekraft und das Potenzial des Produkts als Ersatz für synthetische Düngemittel zu testen. Die Herstellung und Verwendung von Pitribon in grossem Umfang ist das Endziel dieses Projekts.
22-10 neu Allg. Gemüse Mischkulturen A, F Die Vermischung bestimmter Kulturen wird von Gärtnern immer wieder als sehr vorteilhaft für die Schädlingsbekämpfung bezeichnet. Wissenschaftliche Studien dazu sind jedoch rar. Am bekanntesten sind die Verbindungen von Karotten mit Zwiebeln oder Knollensellerie mit Lauch.
Welche Gemüsekombinationen sind in der Schweiz im Freiland umsetzbar? Welches sind ihre Nutzeffekte? Welche Kulturen können unter Beibehaltung der mechanischen Bearbeitung kombiniert werden?
22-14 neu Allg. Gemüse Einsatz von Wasserzusätzen bei PSM Be, F, G Verschieden Wasserzusätze sind bekannt (z.B. Xeral). Die Wirksamkeit ist noch unklar. Es sollte geprüft werden inwiefern Wasserzusätze eine greifbare, messbare Wirkung haben.
22-27 neu Allg. Gemüse Erosionsvermeidung im Gemüsebau Bo Starkniederschläge und intensive Bewässerung führen zu Bodenverschlämmung und Erosion. Erfolgreiche Erfahrungen aus der Praxis mit schonender Bodenbearbeitung und Einbringen von organischer Substanz,… im Gemüsebau sollten als Publikation aufbereitet werden. Allgemein muss das Thema Erosion im Gemüsebau intensiver angegangen werden.
22-15 neu Allg. Gemüse Pflanzabstände (Kaliber, Qualität, Wirtschaftlichkeit usw.) Bo Im Bereich Pflanzabstände kann mit den heutigen Sorten allenfalls indirekt die Pflanzengesundheit gefördert werden. Im weiteren haben die Pflanzabstände auch Einfluss auf die Qualität, was empirisch überprüft werden sollte.
22-29 neu Chicorée Profitiert der Drahtwurm/Schnellkäfer von Chicorée in der Fruchtfolge Bo, F Bei den Chicoréewurzelproduzenten ist der Verdacht verbreitet, dass die nach der Ernte im Boden verbleibenden Wurzelreste durch CO2-Ausgasung verstärkt Drahtwürmer anlocken, die anschliessend nachfolgende Kulturen in der Fruchtfolge schädigen. Ist das so? Was kann dagegen unternommen werden?
22-06 neu Broccoli Schirmfäule bei Broccoli F Schirmfäule bei Broccoli tritt immer häufiger auf. Da dafür drei Pathogene (Bakterien, Falscher Mehltau und/oder Alternaria) verantwortlich sein können, ist eine gesamtheitliche Bekämpfungsstrategie notwendig. Mittels Praxisversuchen können Strategien zur Vorbeugung und Bekämpfung von Schirmfäule erarbeitet werden.
22-35 neu Chinakohl Chinakohl Virus Erkrankungen F Im Chinakohl treten vermehrt Virus Erkrankungen auf. Es sollte die Entwicklung einer Bekämpfungsstrategie angegangen werden.
22-03 neu Kohlarten Falscher Mehltau bei Kreuzblütlern (Peronospora parasitica): Alternativen zu Mancozeb F Der zuletzt angekündigte Wegfall der Wirkstoffe Mancozeb und Fenamidon haben zur Folge, dass kein wirksamer Schutz gegen den Falschen Mehltau bei Kreuzblütlern (Peronospora parasitica) mehr vorhanden ist. Durch die Aufhebung der Zulassung von Chlorothalonil, im Jahr 2019, haben sich die verfügbaren Mittel zum Schutz gegen diesen Erreger bei Kreuzblütlern bereits damals erheblich verringert. Aufgrund des zuletzt angekündigten Wegfalls (Anfang 2022), bleibt der Forschung nur noch sehr wenig Zeit, um wirksame Lösungen für dieses Problem zu finden. Es könnten Freilandversuche durchgeführt werden, um wirksame alternative Bekämpfungsmethoden für diesen gewichtigen Wegfall in Kohlkulturen zu eruieren.
22-34 neu Kopfsalat Optimierung der Flüssigdüngung bei pfluglos angebautem Kopfsalat F Bei pfluglos angebauten Gemüsekulturen mit reduzierter Bodenbearbeitung kann die Nährstoffversorgung (v.a. N) durch Flüssigdünger ergänzt werden. Verschiedene Formen, Dosierungen und Applikationstechniken sollen miteinander verglichen werden.
22-33 neu Kopfsalat Pfluglose Anbautechnik für Kopfsalat mit Gründüngungen F Der Einsatz von Gründüngungen vor dem Setzen ist ein wichtiges Element des pfluglosen Anbaus von Salat, insbesondere beim Anbau von mehreren Sätzen. Erste positive Erfahrungen sollen im Rahmen von systematischen Feldversuchen vertieft werden, auch unter Berücksichtigung der angepassten Pflanztechnik.
22-37 neu Kreuzblütler Kohlfliege F Keine wirksame Bekämpfung bekannt. Ausgenommen Einnetzen. Alternative Bekämpfungsstrategien sollten entwickelt werden.
22-25 neu Liliengewächse Unkrautbekämpfung in Zwiebelgewächs-Kulturen: Alternativen zu Bromoxinil F Die Unkrautbekämpfung bei Zwiebelgewächskulturen ist komplex, vor allem wegen der raschen Ausbreitung des Unkrauts, im Vergleich zur Entwicklung des Blattwerks der Kulturpflanzen und deren geringen Deckkraft. Viele dieser Unkräuter wurden teilweise mit Bromoxinil bekämpft. Derzeit ist Pelargonsäure zwar neu für Zwiebeln und Lauch zugelassen. Verschiedene Versuche haben jedoch gezeigt, dass die Gefahr der Phytotoxizität bei diesen Kulturen besteht, die Wirksamkeit je nach Stadium der Kultur nur teilweise erreicht wird und die Kosten für den Gemüseanbau kaum tragbar sind (fünf- bis sechsmal teurer als ein herkömmliches Unkrautbekämpfungsprogramm).

Es sollten Freilandversuche durchgeführt werden, um wirksame Unkrautbekämpfungsprogramme zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten zu finden.
22-32 neu Speisezwiebel Saat und mechanische Unkrautbekämpfung mit dem autonomen Roboter von FarmDroid F Bei Zuckerrüben konnte der FarmDroid mit Erfolg eingesetzt werden. In weiteren Versuchen soll der autonome Roboter in Zwiebeln und danach in weiteren Gemüsekulturen getestet werden.
22-01 neu Doldenblütler Nacherntebehandlung F, N Neue Schaderreger, zw. Verschiebung des Schaderregerpotentials, Eingrenzung von Fruchtfolgen und Bekämpfungsmöglichkeiten sowie fixe Kosten im Lagerbereich machen das Einlagern zu einem Hochrisikogeschäft, mindestens für den landw. Betrieb. Aktuelle Fälle zeigen wie anfällig das System ist. Alternativen zum bisherigen Einlagersystem (Volltechnisiert aber teuer) sind zu prüfen, z.B. Waschen, desinfizieren vor der Einlagerung (Bsp USA) vs.. bestehend mit Erde, und dann die Ausbeute bzw. Verderb (pathogen-bedingt, q-bedingt) entlang der Wertschöpfungskette festzustellen (gesamthaft, real oder simuliert), was somit auch foodwaste reduzierend wirkt bzw. LCA zulässt.
22-16 neu Allg. Gemüse Auswirkungen von Insektenschutznetzen auf das Gewächshausklima G Das Anbringen von Insektenschutznetzen an den Öffnungen hilft das Eindringen von Schädlingen in Gewächshäuser einzugrenzen. Die sehr feinen Maschen (ca. 0,3 bis 0,6 mm) reduzieren jedoch die Luftzirkulation erheblich und haben daher einen starken Einfluss auf das Klima im Gewächshaus. In Anbetracht der hohen Kosten für das Anbringen solcher Netze, ist es für die Produzenten unerlässlich, die Auswirkungen der Netze auf die Entwicklung der Pflanzen und das Klima-Management zu kennen. Um diese Auswirkungen einschätzen zu können, sollte ein Vergleich zwischen einem Gewächshaus mit und ohne Netz vorgenommen werden.
22-02 neu Allg. Gemüse Desinfektion Virenbekämpfung G Hypochlorid ist als Desinfektionsmittel zugelassen/wird als solches verwendet. Es wird in Versuchen zur Beseitigung von Biofilmen eingesetzt. Weitere Eigenschaften werden geprüft.
Es ist bekannt, dass die viruziden Eigenschaften eines jeden Mittels virusspezifisch getestet werden müssen. Da Hypochlorid gut pflanzenverträglich ist, sind dessen viruzide Eigenschaften (Nährlösung/Oberflächen) wie auch auf der Pflanze (vernebeln) zu prüfen. Dieses möglichst rasch, da mit resistenten Sorten erst in ein paar Jahren zurechnen ist.
22-17 neu Tomaten Biologische Bekämpfung von Tuta absoluta G Derzeit gibt es nur wenige Mittel zur Bekämpfung der Tomatenminiermotte (Tuta absoluta). Der Einsatz von Nützlingen (z. B. Necremnus tutae, Macrolophus caliginosus) könnte dazu beitragen, den Schädlingsdruck zu begrenzen, ohne das Risiko einzugehen, dass eine Resistenz gegen bestimmte Pflanzenschutzmittel entsteht. Es gibt jedoch noch eine Reihe offener Fragen zur Wirksamkeit der biologischen Bekämpfung und zur Anwendung von Nützlingen in der Kultur. Zum Beispiel: Sind Nützlinge ausreichend wirksam bei der Bekämpfung von Tuta absoluta? Gibt es Sekundärwirte, die im Falle einer präventiven Freisetzung als Nahrung für Nützlinge dienen könnten? Sollen die Nützlinge direkt in den Kulturen freigesetzt werden oder könnten sie im Umfeld der Gewächshäuser installiert werden, um bei Tomatenminiermottenbefall "natürlich" einzugreifen?
22-12 neu Tomaten, Aubergine, Paprika Jordan Virus G Nach dem Auftreten des Jordan Virus in der Schweiz sollte man neben den vorbeugenden Massnahmen Bekämpfungsstrategien entwickeln
22-04 neu Allg. Gemüse Hygiene und Virusprophylaxe in Gewächshäusern/Tunneln zur Leitfaden-Ergänzung G, Be Es sind diverse Techniken für die Gewächshausdesinfektion bekannt. In Ergänzung zu Nr. 26/2021 soll die Wirksamkeit von Anolyte in der Gewächshausdesinfektion allgemein und spezifisch auf Viren und andere Pathogene untersucht werden. Die Versuche schliessen die Desinfektion von Bewässerungssystemen ein. Des weitern (oder in einem separaten Projekt) sollen allfällige Effekte auf die Bodenfruchtbarkeit analysiert und für die Folgekulturen beachtet werden.
22-36 neu Nüsslisalat Schwarze Punkte auf Nüsslisalat G, F Vermehrt treten Schwarze Punkte bei Nüsslisalat auf. Es sollte erforscht werden, welche Faktoren/Schaderreger zu den Schwarzen Punkten führen.
22-39 neu Allg. Gemüse Erdflöhe I Erdflöhe bereiten der Produktion zunehmend Probleme. Erwünscht wären Erkenntnisse zu Bekämpfungsstrategien.
22-31 neu Allg. Gemüse Verringerung/Ersatz synthetischer Pestizide und Einsatz erneuerbarer Energien im Gemüseanbau I, A, F Im Kontext der anhaltenden Diskussionen über die Verringerung des Einsatzes von Pestiziden und der Energiebilanz in der Gemüseproduktion, zielt dieses Projekt darauf ab, die Auswirkungen verschiedener Wellenlängen des künstlichen Lichts auf die Auslösung von Abwehrmechanismen gegen den Befall durch Krankheitserreger und Schädlinge zu untersuchen. Ziel ist es, den Einsatz von synthetischen Pestiziden zu verringern oder sogar ganz zu vermeiden und gleichzeitig den Ertrag und die Qualitätsparameter von Tomaten und Gurken zu erhalten oder sogar zu verbessern. Die Reduzierung/ Beseitigung der Wirkstoffe zielt auf folgende Punkte ab, beschränkt sich jedoch nicht explizit darauf : Pyrimethanil (gegen Graufäule, Sclerotinia), Thiophanat-Methyl (gegen Cladosporium bei Tomaten), Ametoctradin und Dimetomorph (gegen Falschen Mehltau bei Tomaten und Kürbisgewächsen) Fluxapyroxade und Difenoconazol (gegen Alternaria und Echten Mehltau bei Tomaten, Gummistengelkrankheit und Echten Mehltau bei Kürbisgewächsen), Fenpyroximat (gegen Spinnmilben - Tomaten, Gurken, Aculops lycopersici - Tomate), Deltamethrin (gegen Weisse Fliegen, Thripse, Eulenraupen), Azoxystrobin (gegen Anthraknose bei Kürbisgewächsen), Metalaxyl-M (gegen Pythium sp.), Propamocarb-Hydrochlorid (gegen Falschen Mehltau bei Kürbisgewächsen). Darüber hinaus werden erneuerbare Energiequellen, wie z. B. Fotovoltaikanlagen in Betracht gezogen, um die für die Erzeugung von Kunstlicht benötigte Energie zu produzieren. Es wird ein Modell für die Konzeption und Optimierung eines Energiesystems, bestehend aus einer Photovoltaikanlage und Batteriespeicher, entwickelt und erprobt.

Das Projekt soll in zwei Phasen über einen Zeitraum von 4 Jahren laufen:
1. Unter kontrollierten Bedingungen (in den Gewächshäusern des Instituts Grangeneuve und Agroscope)
2. Unter nicht kontrollierten Bedingungen (in Gewächshäusern von Gemüsebauern)

Pyrimethanil, Thiophanat-Methyl, Ametoctradin und Dimetomorph, Fluxapyroxade und Difenoconazol, Fenpyroximat, Deltamethrin, Pirimicarb, Metaldehyd, Azoxystrobin, Metalaxyl-M, Propamocarb-Hydrochlorid (entsprechend den eingesetzten Wirkstoffen).
22-07 neu Allg. Gemüse Rückstandshöchstwerte von Keimhemmungsmittel Dormir (1,4 Dimethylnaphtalin) erhöhen N Neues Keimhemmungsmittel Dormir (1,4 Dimethylnaphthalin) aus der Kartoffellagerung wird immer wieder auf anderen Gemüsen gefunden und beanstandet. Stoff ist aber völlig unbedenklich. Können die Rückstandshöchstwerte erhöht werden?
21-33 bisher Allg. Gemüse Abbaubare Mulchfolie A Beurteilung der Nachhaltigkeit von abbaubaren Mulchfolien (Plastikreduktion) FFG 2020: FiBL hat ein EU-Projekt eingegeben. Externes Projekt: verfolgen und weiterführen.
AGS Sep. 2020: Es läuft aktuell ein BLW-Projekt zwischen der ETHZ und AGS, im Rahmen dessen die Abbaubarkeit von verschiedenen Folien unter Labor- und Feldbedingungen untersucht wird. Diese Studie soll die Grundlagen für ein Zulassungssystem für bioabbaubare Folien in der Schweiz liefern.
21-32 bisher Allg. Gemüse Torfreduktion in der Jungpflanzenproduktion A Der Bund will die Verwendung von Torf radikal reduzieren. Die Umstellung auf torffrei/torfreduziert ist mit sehr viel Aufwand verbunden, da die Kulturführung (Bewässerung, Düngung usw.) komplett auf die neuen Substrate umgestellt werden muss. Bei der Torfreduktion bei Erdpresstöpfen besteht noch Forschungsbedarf. FFG 2020: Priorisierung +/- 2: Neues Projekt sollte eingegeben werden. Stehen lassen. Von FiBL und ZHAW ist dazu ein Projekt in Ausarbeitung. Für den VSGP hat die Klärung dieser Fragen der Torfreduktion einen hohen Stellenwert. Bio wie auch konv. Produktion.
AGS Sep. 2020: AGS hat das FiBL und die ZHAW bei der Ausarbeitung einer ersten Projektskizze unterstützt. Wie weiter?
21-17 bisher Allg. Gemüse Zulassung von PSM
Reduktion Dosierung statt Verbot von Wirkstoffen
A Die zahlreichen Rückzüge von Pflanzenschutzmitteln (>70 Wirkstoffe in 15 Jahren) ohne wirkungsvolle Alternative, gefährdet den Fortbestand unserer Gemüsekulturen stark. Da wir nun die Rückzüge analog der EU anpassen, sollten wir im Sinne der Chancengleichheit die Neuzulassungen gleichermassen der EU anpassen.
Es sollte vor Verbot von Wirkstoffen eine Reduzierung der Dosierung erwogen werden, bzw. Alternativen bekannt sein, im Falle dass die Rückzüge Lücken entstehen lassen, die zu grossen Ausfällen führen. Gleichzeitig ist zu erwägen ein Konzept zum schnellen regionalen Einsatz verbleibender Wirkstoffe zu erstellen und zu nutzen (Neonicotinoide ZR Frankreich).
Auf nationaler Ebene benötigt es mehr Ressourcen in der Zulassung von Mitteln/Wirkstoffen, wie auch eine flexiblere Gesetzgebung/Verordnungsauslegung.
FFG 2020: agrarpolitisches Thema - Antrag an VSGP. Der Forschung sind hierzu auch die Hände gebunden. Zudem sind Reduktionen von Dosierungen im Rahmen der Resistenzstrategie nicht sinnvoll. VSGP sollte hierzu mit dem BLW in Kontakt treten.
AGS Sep. 2020: Im Rahmen des Lückenindikationsprojekts wird auch Früherkennung von entstehenden Anwendungslücken betrieben und nach Ersatzlösungen gesucht. Damit der Schutz der Kulturen auch in naher Zukunft noch sichergestellt ist, braucht es primär politische Vorstösse und Schützenhilfe. Die Gemüsebranche kommt nicht darum herum, ihre Interessensvertretung und politische Lobby wachzurütteln, sonst wird sich gar nichts ändern und verbessern.
19-24 bisher 2021/12
2020/12
2021/12
2020/12
OTM / HAFL Allg. Gemüse Drahtwurm A Drahtwürmer (Agriotes sp.) verursachen im Gemüsebau (Salat, Möhren, Lauch, Schalotte, Zwiebel...) grosse Schäden. Es wird festgestellt, dass die Schäden Jahr für Jahr häufiger werden. Das Fehlen von Insektiziden (Granulat) zur Bodenbehandlung ist ein Problem in der Schweiz aber nicht in der EU. Zu diesem Problem kommt demnächst der Wegfall der Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide zum Beizen des Samenguts (Gaucho...). Die Situation ist gravierend und hinterlässt einen Berufsstand ohne Lösung. Die Zulassung eines Insektizids in Granulatform der Art von Karate WG oder gleichwertig ist notwendig.
Zunahme von Schäden von Drahtwürmer im Freiland und im gedeckten Anbau an mehreren Kulturen, es fehlen wirksame Bekämpfungsstrategien.
FFG 2020: Langzeitversuch weiterverfolgen. stehen lassen. OTM meldet positive Effekte aus Versuchen mit frühzeitigem Einsatz von Attracap (bis 50%). Auch BFH-HAFL hat in Kartoffeln festgestellt, dass der Moment der Applikation sehr entscheidend ist. Schaderreger muss oben im Boden sein. Frühzeitiger präventiver Einsatz des Wirkstoffes.
AGS Sep. 2020: Die Wirkung von Antagonistenpräparaten ist in Kurzkulturen bei kurzfristigem Einsatz fraglich. AGS hat einen Langzeitversuch angelegt. Resultate folgen
FFG Nov. 2019: Stehen lassen. Erste Ergebnisse wurden an der PFS - Tagung vorgestellt. Nicht alle Fragen sind geklärt, weiterer Forschungsbedarf.
AGS Sep. 2019: In der Romandie hat OTM in Absprache mit AGS Bekämpfungsversuche mit Attracap bei verschiedenen Gemüsekulturen durchgeführt. Die ExtG führt aktuell solche Versuche bei Süsskartoffeln durch.
FFG Nov. 2018: Läuft sehr viel an der Agroscope in Reckenholz im Ackerbau. Es sind keine neue Wirkstoffe vorhanden, die vielversprechend sind. Keine Ressourcen diesbezüglich vom Standort Wädenswil einbringen. Extension Gemüsebau ist hier im Kontakt mit dem Reckenholz.
AGS Sep. 2018: Agroscope (Projektleitung G. Grabenweger) führt vertiefte Untersuchungen im Ackerbau (Schwerpunkt Kartoffelbau) durch. Die im Rahmen dieser Studien gewonnenen Erkenntnisse lassen sich gleichermassen im Gemüsebau umsetzen. Es bringt nichts, wenn die Gemüsebauforschenden versuchen, parallel dazu das Rad nochmals zu erfinden.
https://www.kartoffel.ch/fileadmin/redaktion/pdf/Branche/2__Drahtwurmbekaempfung_Ansaetze_G._Grabenweger.pdf
http://www.pag-ch.ch/fileadmin/Fichiers_PAG/pdf/3._Nat._Ackerbautagung/9._Eckard_D.pdf
FFG Nov. 2017: Agroscope Wädenswil verfolgt, was Reckenholz diesbezüglich macht. Politisch angehen. Es fehlen für die Firma Versuchsflächen im Gemüsebau mit Drahtwurmbefall.
AGS Sep. 2017: Die von Agroscope Reckenholz auf dem Gebiete des Feldbaus durchgeführten Untersuchungen werden mitverfolgt. Methoden, die bei Ackerkulturen eine gute Wirklung zeigen, werden auch im Gemüsebau geprüft.
FFG 2016: laufen lassen. Bekämpfung des Schädlings in Ackerkulturen wird intensiv am Reckenholz geprüft. Was kann allenfalls für Gemüsekulturen übernommen werden. Info dazu im 2017 was allenfalls gelaufen ist.
Mit dem BLW die Situation besprechen, da wirkvolle Wirkstoffe in der Welt vertrieben werden. Schadenspontential (mit KZG's und Pflanzenschutzstellen) einmal abschätzen und mit dem BLW Kriterien zu einer Bewilligung erarbeiten. Lead: FFG-Sekretariat.
AGS Sept. 2016: Da inskünftig kaum neue Bodeninsektizide bis zur Bewilligung gelangen werden, gewinnen alternative Methoden im Rahmen der Gesamtfruchtfolge deutlich an Bedeutung. Alternative Bekämpfungsmethoden mit Antagonisten stehen auf Stufe "Grundlagenforschung" in Entwicklung. AGS pflegt den Kontakt mit FachkollegInnen von anderen Instituten und Forschungsgruppen.
22-05 bisher Allg. Gemüse Pyrethroid-Ersatzstrategien A Politisch wird im Rahmen der Parlamentarischen Initiative starker Druck auf die Pyrethroide entstehen. Über kurz oder lang werden Pyrethroide vermutlich die Zulassung verlieren. In diversen Kulturen baut die Pflanzenschutzmittelstrategie auf Pyrethroiden auf. (Kohl, Karotten, Zwiebeln...). Mittels Praxisversuchen sollten Pflanzenschutzmittelstrategien erarbeitet werden, welche ohne Pyrethroide auskommen. Kommentar siehe Lücken 21-24
FFG 2020: Stehen lassen, auf Zulassung warten. Teppeki wäre v.a. für Rosenkohl prioritär (Zulassung EU).
Omya 2020: Teppeki: Omya hat nur Verkaufserlaubnis, Bewilligungsinhaber gebeten Gesuch einzureichen; Majestik: Gesuch ist offen, es bestehen noch Nachforderungen (Wirkung etc).
AGS Sep. 2020: In Belgien ist bei Rosenkohl und Kopfkohlen Teppeki neu gegen Weisse Fliegen und Blattläuse bewilligt. Minor use-Gesuch stellen. Im Übrigen mit der Firms abklären, was möglich ist.
20-01 bisher 2020/10 2020/10 Allg. Gemüse Natürlicher Pflanzenschutz, Natürliches Unkrautvertilgungsmittel,
biologische Schädlingsbekämpfung, Pflanzenhilfsstoffe
A Zahlreiche mechanische und thermische Methoden machen die Beseitigung der Beikräuter möglich, aber sie sind in der Regel sehr kostspielig. Es gibt natürliche Unkrautvertilgungspräparate, insesondere mit Natron / Natriumbicarbonat / Natriumhydrogencarbonat. Sind sie wirksam? Dosierung? Sind sie in der Landwirtschaft zugelassen?
Kombination Bio Mittel und bestehender synthetischer Mittel mit Ziel Rückstände zu reduzieren, PSM Aufwand zu optimieren, Umwelt zu schützen.
Der Pflanzenhilfsstoff "Pflanzen-Fit" auf der Basis von EM Effektiven Mikroorganismen und phytogenen Wirkstoffen wird 1 x wöchentlich über die Kulturen vernebelt (1 - 2 l/ha in 600 - 1000 l Wasser). Erste Tastversuche haben gezeigt, dass Schädlinge von Kohlgewächsen ferngehalten. In diesem Projekt soll nachgewiesen werden, ob folgende Schädlinge von Kohlgewächsen ferngehalten werden können: Kohleule, Kleiner Kohlweissling, Grosser Kohlweissling, Kohlmotte, Kohlrübenblattwespe, Drehherzmücke, Kohlfliege, Erdflöhe.
Das Produkte wird für nächstes Jahr für die FiBL Betriebsmittelliste angemeldet.

Wegfall wichtiger Pflanzenschutz-Produkte und immer höheren Auflagen seitens Bund, Medien und Konsumenten machen es nötig zur Sicherung der Qualitätsziele der einzelnen Nahrungsmittel mit natürlichen Produkten der heutigen und zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.
FFG 2020: stehen lassen, weiterführen (19-13 integriert)
AGS Sep. 2020: Im Rahmen des Extensionprojekts "Pflanzenschutzstrategien" werden so weit wie möglich auch nicht chemisch-synthetische Produkte berücksichtigt. Konkrete Vorschläge seitens der PSM-Firmen inkl. Anwendungsempfehlungen für die Versuchdurchführung sind willkommen
FFG Nov. 2019: AGS hat intern hierzu den Auftrag, dies immer zu berücksichtigen. Daher werden solche Wirkstoffe bei Versuchsreihen immer mit einbezogen. Dies ist hier aber eine politische Frage und wird an den VSGP weitergegeben. Es wäre allenfalls wichtig, dass dieser Druck auch vom FFG kommt. VSGP klärt intern ab, ob FFG auch aktiv sein soll.
Verschiedene Präparate werden laufend - wo es Sinn macht - geprüft. Stehen lassen. Mehrere Projekte in diesem Rahmen zusammenlegen. Naturherbizide bleiben auch weiter auf dem Radar.
AGS Sep. 2019: Im Rahmen der Extensionprojekte der ExtG zur Entwicklung von nachhaltigen Pflanzenschutzstrategien werden so weit wie möglich nicht-chemische Mittel berücksichtigt. Interessierte Produktinhaberfirmen, die vorgeprüfte alternative Mittel für Versuchszwecke zur Verfügung stellen wollen, sind willkommen.
Zum Einsatz von sogenannten "Naturherbiziden" mit abbrennender Wirkung in den Gemüsekulturen selbst konnten 2019 bei der Modellkultur "Zwiebeln" viele wertvolle Erfahrungen gesammelt werden.
FFG Nov. 2018: Versuchsmässig hier weiter arbeiten. Produkteinhaber diesbezüglich angehen um Bewilligungen zu erhalten. In der jetzigen Formulierung ist das Produkt zu teuer. Stähler meldet ein Produkt an.
AGS Sep. 2018: "Naturherbizide" wurden in den vergangenen Jahren von AGS verschiedentlich im Rahmen von unterschiedlichen Anwendnungsversuchen geprüft: Prüfung auf ihre Wirkung gegen ausgewählte Unkrautarten (Bachelorarbeit mit Hepia). Verträglichkeitsversuche in Zwiebelkulturen sind positiv ausgefallen. Verschiedene Produkte aus dieser Herbizidgruppe wären zweifellos ein wertvoller Ersatz bzw. eine sinnvolle Alternative zu tradtionellen Abbrennherbiziden.
20-18 bisher 2020/06 2020/06 Allg. Gemüse Einnetzen von Kulturen gegen Gemüsefliegen
kleine Kohlfliege
A, F, G Einnetzen der Kulturen: Momentan wird untersucht, ob die Kulturen mittels Netzeinsatz vor der Eiablage geschützt werden können. Es stehen Fragen bezüglich Umsetzung (Gerätentwicklung), der Wirksamkeit (Wahl der Netze) und der Wirtschaftlichkeit (Mehrkosten) im Raum. Weiterführend sollte geprüft werden, ob die Technik und die Erfahrung auf weitere Kohlarten (z.B. Broccoli etc.) und auch auf Karotten (Möhrenfliege) übertragen werden kann. Netze könnten helfen die Kultur im Freiland gegen schwerbekämpfbare Insekten zu schützen (z.B. im Broccoli u.a. Freilandgemüse gegen Wanze). Effizienterer und sicherer Einsatz von Kulturschutznetze sind zu prüfen (Teilmechanisierung / weniger Luftfeuchtigkeit).
Für Radies, Rettich im gedeckten Anbau sollte ein Netzeinsatz gegen Erdflöhe und Springschwänze ebenfalls geprüft werden (keine chemische Mittel dagegen bewiligt)
In dem europäischen Projekt FlyIPM sollen mit europäischen Partnern gemeinsam neue Bekämpfungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Der Wissenstransfer über Fortschritte und Kenntnisse soll fortgeführt werden.
FFG 2020: Drittmittelprojekt. Stehen lassen.
AGS Sep. 2020: Das AgriQnet-Projekt läuft weiter.
Im nun 2. Versuchsjahr wird der Netzeinsatz bei Rüben geprüft (Drittmittelprojekt SZG-VSGP). Die Auswertungen im Vorjahr waren ermutigend. In diesem Jahr stehen die Auswertungen noch bevor.
FFG Nov. 2019: Ein AgriQnet-Projekt ist diesbezüglich angelaufen. Produkte für Rettich, Radies: ichts in der Pipeline, auch im Ausland nichts. Netzeinsatz ist möglich. Mit Kaolin im 2018 Tastversuch gefahren und im 2019 kann allenfalls auch mit weitteren Wirkstoffen weiter gemacht werden. In Kohlfliege Netzproblematik Projkete 20 - 18 (Lfn 7) bzw. 20 - 20 (Lfn 20) integrieren und allgemeine die Probleme beim Netzeinsatz einmal beleuchten.
AGS Sep. 2019: Es wurden Tastversuche mit Kaolin-haltigen Produkten bei Radieschen durchgeführt. Die so behandelten Pflanzen waren für Erdflöhe weniger attraktiv.
AGS Sep. 2019: Angesichts der stark eingeschränkten chemischen Bekämpfungsmöglichkeiten ist diese Problemstellung zukunftsträchtig. Aktuell werden unter Praxisbedingungen erste Untersuchungen zur Bekämpfung der Kohlfliege bei Kohlrüben durch Netzüberdeckung durchgeführt (KZG AG, AGS). In einem vom BLW finanziell unterstützten Projektteil werden technische Lösungen, welche eine Rationalisierung des Auslegens und Öffnens der Netze ermöglichen, entwickelt (SZG, Firma Möri). Es wurden Tastversuche mit Kaolin-haltigen Produkten bei Radieschen durchgeführt. Die so behandelten Pflanzen waren für Erdflöhe weniger attraktiv.
FFG Nov. 2018: Gibt keine Wirkstoffe gegen Kohlfliegen. Einnetzung möglich. Collembolen sind im jungen Stadium mit Steinmehle möglich zu bekämpfen. In Extension verschieben umd diese Frage diesbezüglich abzuklären.
AGS Sep. 2018 : Die Kohlfliege wird im Rahmen eines Drittmittelprojektes bearbeitet. Dabei werden die verschiedenen Wirtsarten berücksichtigt.
FFG Nov. 2017: Private Versuche gelaufen mit Kalkstickstoff. Jedoch keine Wirkung. Agroscope ist hier im Rahmen des Extensionprojektes "Bodenschädlingen" aktiv. Wird weiter verfolgt.
AGS Sep. 2017: Versuche mit Kalkstickstoff und anderen alternativen Mitteln durchgeführt. Wirksamkeit?
FFG 2016: Versuch wird 2017 wiederrholt.
AGS Sept. 2016: Aus Kapazitaetsgruenden konnten keine Versuche durchgefuehrt werden.
Kommentare 2014-2015 gelöscht.
18-04 bisher 2020/06 2020/06 FiBL / FS FR / FLYIPM Allg. Gemüse Nützlinge gegen Gemüsefliegen A, F, G Nützlingseinsatz: Kohlfliege befällt Radieschenkulturen im Gewächshaus. In den Niederlanden und Frankreich waren Versuche im geschützten Anbau und Nützlingseinsatz erfolgreich. Weitere Literaturrecherche (F, Nl), dann Praxisversuche mit Kombinationen von Macrocheles robustulus, Hypoaspis miles, Steinernema feltiae, alles bereits kommerziell genutzte Nützlinge, bei denen Wirkung vs Kohlfliege gezeigt werden konnte. FFG 2020: dran bleiben, läuft. Stehen lassen.
AGS Sep. 2020: Wirkung von kurzfristigem Nützlingseinsatz unter Freilandbedingungen sehr unsicher. Ähnlich sah es beim versuchsweisen Einsatz von Antagonisten aus (vgl. abgeschlossenes Drittmittelprojekt FLYIPM). Im nun 2. Versuchsjahr wird der Netzeinsatz bei Rüben geprüft (Drittmittelprojekt SZG-VSGP). Die Auswertungen im Vorjahr waren ermutigend. In diesem Jahr stehen die Auswertungen noch bevor.
FFG Nov. 2019: AGS ist daran den Einsatz von Netzen zu untersuchen. Auch im Ausland nichts Neues zu den Fliegen im Pflanzenschutzbereich. Stehen lassen. Siehe auch AgrQnet Projekt (20 - 18, Lfn 7).
AGS Sep. 2019: Im Rahmen eines drittfinanzierten internationalen Forschungsprojekts FLYIPM werden alternative Bekämpfungsstrategien wie die Bekämpfung mit entomopathogenen Organismen und die Anwendung von Repellenzien entwickelt. Zudem werden im Rahmen eines Kleinprojekts Abklärungen zur Optimierung des Netzeinsatzes gemacht (SZG, KZG AG, AGS, Privatfirma, Teilfinanzierung BLW).
FFG Nov. 2018: Auch EU mässig nichts neues. VSGP soll BLW darauf hinweisen, dass bei Wirkstoffrückzüge hier ein grösseres Problem entsteht. AGR ist im Projekt FLYIPM vertreten und verfolgt das international. Prüfen ob mit Spot Spraying / Bandspritzung, d.h. mit gezielter Applikation die bis anhin bewilligten Wirkstoffe erhalten werden könnten
AGS Sep. 2018: Im Rahmen eines europäischen Drittmittelprojektes, an dem auch AGS beteiligt ist (FLYIPM), werden unter anderem auch nicht chem. Bekämpfungsmethoden mit entomopathogenen Organismen durchgeführt. Diese Entwicklung solcher Methoden steht erst am Anfang.
FFG Nov. 2017: Projekt ist angelaufen. Abdrift wird beim Gemüsebau ein Problem sein, da oft verschiedenen Kulturen nahe beieinander. Läuft als Drittmittelprojekt.
AGS Sep. 2017: Bei Agroscope wurden auch 2017 Versuche zu alternativen Bekämpfungsmethoden durchgeführt. Neu wird dieses Problem auf internationalem Niveau im Rahmen des Drittmittel-finanzierten Projektes C-IPM FLYIPM bearbeitet. Dadurch ergeben sich wertvolle Synergien. Agroscope verfolgt auch die Bewilligungssituation im Ausland.
FFG 2016: Weiter laufen lassen. Zusätzlich IPM-Projekt eingereicht.
AGS Sept. 2016: In Zusammenarbeit mit der Uni Neuchâtel und einer Schweizer Privatfirma wurden erste Versuche mit entomopathogenen Nematoden durchgeführt. Die mit dieser Methode bisher erzielten Wirkungsgrade waren bescheiden. Sowohl hinsichtlich der eingesetzten Organismen als auch bezüglich Formulierung und Ausbringtechnik besteht noch erheblicher Optimierungsbedarf.
Kommentare 2012-2015 gelöscht.
22-20 bisher 2020/01
2020/12
2020/22 (fehlt)
2020/01
2020/12
2020/22 (fehlt)
FS FR / FS ZH Allg. Gemüse
Gurken, Aubergine, Chill
Tomate Peperoni, Paprika,
Bekämpfung der Marmorierten Baumwanze Halyomorpha halys und der Grünen Reiswanze Nezara viridula mit den Eiparasitoiden Trissolcus japonicus/Trissolcus basalis im GEWÄCHSHAUS

Wanzen Halymorpha halys und Nezara virdula Schäden an FREILAND-Gemüse
A, F, G Die beiden erwähnten Wanzenarten sind eingeschleppte Arten und haben einen sehr breiten Wirtspflanzenkreis. Seit einigen Jahren werden immer mehr Schäden in Obst- und Gemüsekulturen beobachtet. Dabei hat sich die Bekämpfung der Wanzen mit in der Schweiz zugelassenen Pflanzenschutzmitteln als auch die saubere und dichte Einnetzung der Kulturen als äusserst schwierig herausgestellt. Zudem gefährdet der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln den gut funktionierenden Nützlingseinsatz in den Gewächshauskulturen. In den Ursprungsgebieten werden die Wanzen unter anderen durch die natürlichen Gegenspieler T. japonicus und T. basalis parasitiert. Die beiden Trissolcus Arten sind in der Schweiz bereits nachgewiesen. Erste Freilassungsversuche wurden 2020 durch das BLW bewilligt. Ziel des Projektes ist es herauszufinden, mit welchen Freilassungsstrategien / Freilassungsmengen die beiden Wanzen durch T. japonicus und T. basalis unter Praxisbedingungen am besten bekämpft werden können.

Die Schäden durch Wanzen, vor allem Nezara viridula, Lygus rugulipennis und Halyomorpha halys, nehmen stetig zu. Mit der prognostizierten Veränderung des Klimas wird das Problem eher zunehmen. Auch konventionelle Betriebe sind betroffen, da die gegen die Wanze wirkenden Insektizide die Nützlinge massiv stören. Versuche mit der parasitäre Schlupfwespe T. japonicus fahren und erfolg abschätzen. Zudem sollte man in Conthey den Einfluss einer Volleinnetzung mit wanzenundurchlässigen Netzen auf das Gewächshausklima testen. Eventuell wäre ein kombinierter Ansatz, Einnetzung mit Einsatz der Schlupfwespe zu testen. Da verschiedene Forscher auf dem Gebiet tätig sind (T. Haye vom Cabi, Olaf Zimmermann vom LTZ Augustenberg, ZHAW (Jürg Grunder), Agroscope, Koppert, Biobest), ist eine Absprache sehr wichtig.

Während zur Zeit viel über Wanzen im Gewächshaus bei Fruchtgemüse und Beeren gesprochen wird, zeigen sich auch im Freilandgemüse grosse Schäden, so zum Beispiel an Blumenkohl, Broccoli und Salaten. Durch das polyphage Verhalten dieser eingeschleppten Schädlinge sind Schäden an weiteren Freilandkulturen zu befürchten. Im Gegensatz zum Gewächshaus können wohl kaum je aktiv Nützlinge ausgebracht werden, um den Schaden zu mindern. Hier wären andere Massnahmen zu überlegen. Die Zeit eilt aber, denn die heissen Sommer 2018 und 19 lassen die Populationen stark ansteigen und es ist kein Ende sichtbar!
FFG 2020: Integration in bestehende AGS-Projekte 2020/01 (Monitoring) und 2020/12 (Bek.strategien gegen schwer bekämpfbare Schädlinge) LN 6, 48, 51 zusammenlegen. AGS Conthey bekommt auf Ende 2020 einen Entomologen. Er könnte sich dem im 2021 annehmen. AGS Conthey diesbezüglich angehen.
(Wieder-)Aufnahme als GH-Extension-Projekt in Conthey? Integration in obere Wanzenprojekte allgemein. FiBL-Projekt läuft ebenfalls im GH 2021 an. Wanzen-Tagung am 16.12. am Strickhof.
AGS Sept./Okt. 2020: Im Rahmen des Warndienstes der FG Extension Gemüse werden auch Wanzen erfasst und darauf basierend Bekämpfungshinweise erstellt. Agroscope Conthey wird versuchen, einen Versuch in einem Gewächshaus mit Bodenkultur auf Aubergine zu entwickeln, um die Wirksamkeit der parasitoiden Wespe namens Trissolcus basalis zur Bekämpfung von Wanzen zu evaluieren.
FFG Nov. 2019: GH Forschung ist unbedingt durchzuführen. AGS Conthey könnte/müsste dies durchführen. In Conthey momentan ein Ressorcenproblem bzw.der Entomologe fehlt vor Ort dazu. Entomologe in Conthey steht nur für Ackerkulturen zur Verfügung. VSGP und FFG wird bei der GL AGS diesbezüglich vorstellig und verlangt, dass bei Conthey Forschungskapazitäten/-Ressourcen dazu bereit gestellt werden und ein Entomologe angestellt wird. Monitoring weiter laufen lassen.
Spezifizieurung auf die richtig Wanzen H. Hallys und H. Japonicus.
Einzelne Fälle im Freiland, v.a. im Bioanbau. GH-Forschung ist wichtig. Monitoring weiter führen. Nützlingseinsatz im Gewächshaus wäre in Conthey zu erforschen. Im Moment Ressorcenfrage in Conthey. Siehe Projket 20 - 03 (Lfn 45) Freiland- und GH-Probleme sollten nicht zusammengemischt werden.
AGS Okt. 2019: - Die Zucht von Wanzen (H. Hallys) und der Parasitoiden Trissolcus basilis werden bei Agroscope weitergeführt im Hinblick auf eine mögliche Weiterführung der Versuche. - Versuche in Käfigen (Changins) und in Gewächshäusern (Conthey) fanden im Jahr 2019 statt. Die Einführung des Parasitoiden Trissolcus basilis in verschiedenen Anteilen (2 bis 6 pro Pflanze) machte eine Einschränkung der Entwicklung der Wanzenpopulationen möglich. Zudem wurden die beobachteten Wanzeneier gänzlich parasitiert. Die Bekämpfungsstrategie ist somit vielversprechend. Unsere Versuche zeigen, dass die Aussetzung von kleinen Mengen von Trissolcus basilis zu Saisonbeginn wirkungsvoller ist als progressive Aussetzungen im Verlauf der Saison und dass eine schwache Trissolcus-Population wirkungsvoll bleibt. - Kontrollen durch Abschlagen fanden im Kanton Tessin statt, aber in den Plastiktunnels wurde nirgends das Vorhandensein von H. halys festgestellt trotz starker Konzentrationen dieses Schädlings auf den Bäumen in der Nähe der Gewächstunnel. In den Kulturen wurden erst im Juli Wanzen gefunden. Sie gehörten drei Arten an: Halyomorpha halys, Nezara viridula und Lygus rugulipennis. - Im Tessin wurden an Auberginen verschiedene Arten von Schäden beobachtet: Deformierung der Blätter, Vertrocknen der Blüten und Stichverletzungen an den heranwachsenden Früchten. Bei Gurken verursachte N. viridula vor allem Schäden in Form von Vertrocknen des Apex an mehreren Pflanzen. - FORTSETZUNG: In Abhängigkeit der Nachfolge von Serge Fischer bei Agroscope können weitergeführt werden. Per Ende 2019 oder Anfang 2020 zu präzisieren.
In der Deutschschweiz und im Tessin wurde von AGS ein Monitoring-Netzwerk für Wanzen betrieben. Da es sich um verschiedene Wanzenarten handelt, die Schäden verursachen, ist die chemische Bekämpfung nicht in jedem Fall erfolgreich. Alternative Bekämpfungsmethoden mit Nützlingen oder mechanischer Art sollten weiterentwickelt werden. Es muss kulturübergreifend vorgegangen werden. Im Gemüsebau muss der Fokus klar bei den Gewächshauskulturen liegen.
FFG Nov. 2018: Stehen lassen. Thema sehr wichtig. Natürlicher Nützling im Tessin dagegen gefunden durch CABI. In Zukunft werden Wanzen ein grosses Problem werden. Hohe Vielfältigkeit von Wanzen mit individuellen Ansätzen der Bekämpfung sind nötig. Mit Obstbau austauschen, da auch dort grosse Schäden auftreten. VSGP soll Agrocope Leitung angehen, dass Entomologie ein wichtiges Thema ist und diesbezüglich mehr Ressourcen zur Verfügung stehen sollen , in Anbetracht der zukünftigen zunehmenden Problematik (Schreiben an die Agroscope). Koordination/Austausch innerhalb der Agroscope Forschenden, welche sich mit diesem Thema befassen. Priorisierung der Wichtigkeiten auf 1 setzen.
AGS Sep. 2018: Mehrere Forscher arbeiten koordiniert am Thema der Wanzen, und zwar nicht nur im Gemüsebau (siehe 19-10) und auch nicht ausschliesslich im biologischen Anbau.
Geht es hier nur um den Bioanbau? In der IP sind ansatzweise einige Mittel zugelassen.
FFG Nov. 2018 (PS 18-35): Wirkstoff bewillgt im konventionellen Anbau. Versuche mit Biowirkstoffe leider nicht gute Resultate. Schadorganismen sehr unterschiedlich. Fachstelle nimmt sich dem Thema an.
AGS Sep. 2018: Konnten im Bioanbau 2018 bereits weiterführende Versuchserfahrungen gesammelt werden?
22-22 bisher AGS Conthey Allg. Gemüse
Korbblütler
Bekämpfung von Läusen A, F, G Der kommende Wegfall von Produkten lässt Befürchtungen im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Läusen auf Salaten aufkommen. Die Bekämpfung dieser Schädlinge muss untersucht werden, damit Lösungen gefunden werden können, wie die Produzenten die geforderten Qualitätsstandards erreichen können. FFG 2020: läuft an (AGS Conthey). stehen lassen.
AGS Sep. 2020: Diese Problemstellung gewinnt stark an Bedeutung. Agroscope Conthey wird die Forschung mit Blühstreifen + Lockpflanzen in Gewächshäusern entwickeln, um Nützlings-Populationen aus der biologischen Bekämpfung, insbesondere zur Bekämpfung von Blattläusen, zu erhalten.
20-11 bisher HAFL /
BE, ZH, SG.
Geisenheimer Bewässerungssteuerung 2019

ZHAW / VD
Allg. Gemüse Überprüfung von Bewässerungsschwellen im CH-Gemüsebau Be In den letzten beiden Sommern waren für die Gemüseproduktion grosse Zusatzwassergaben notwendig. Bei fortschreitendem Klimawandel nimmt der Wasserbedarf des Gemüsebaus in Zukunft weiter zu. Gleichzeit reduziert sich jedoch das Wasserangebot. Konflikte mit anderen Anspruchsgruppen werden sich deshalb verstärken.
Um dieser Problematik entgegenzuwirken muss der Wassereinsatz im Schweizer Gemüsebau optimiert werden. Der Einsatz von Hilfsmittel für die Bewässerungssteuerung ist eine Möglichkeit dazu. Im Schweizer Gemüsebau kommen bereits einige Bodensonden zur Bewässerungssteuerung zum Einsatz. Die definierten Bewässerungsschwellen (%nFK) beruhen jedoch häufig auf Annahmen und sind wenig wissenschaftlich fundiert.
Im Rahmen von Feldversuchen sollen für die wichtigsten Gemüsekulturen die Bewässerungsschwellen für Schweizer Verhältnisse überprüft werden.
FFG 2020: läuft via BFH-HAFL (www.bewaesserungsnetz.ch). Bilanzmethode. Läuft bis 2023. Stehen lassen. Daten den Produzenten zugänglich machen. Ähnliches Projekt läuft im Kt. VD via ZHAW. Untereinander austauschen und zusammen absprechen.
AGS Sep. 2020: Es besteht kein Forschungsbedarf im engeren Sinne. Technisches Equipmwent und Steuerungsmodelle sind vorhanden. Regionale Wetterstationen können Grundlagen für Bilanzierungsmodelle liefern. Deren Anwendung und Umsetzung sollte überbetrieblich/regional erfolgen. Bsp. Geisenheimer Steuerung
FFG Nov. 2019: AGS unterstütz die Beratung weiter. HAFL ist hier dran und verfolgt dies weiter. Stehen lassen.
AGS Sep. 2019: Grundwissen ist vorhanden. Dieses muss mit der fachlichen Unterstützung der regionalen Beratungsstellen und Bewässerungstechnikfirmen in der Praxis umgesetzt werden.
22-30 bisher 2020/09
2020/21
2020/09
2020/21
BFH-HAFL Allg. Gemüse Thema Humus (im Zusammenhang mit der Pa.Iv. 19.475)
Boden: BOVE-Projekt / Bodenfruchtbarkeit, Bodendesinfektion (Rauchmittel)
Bo Wie aktiviert man auf unseren Kulturflächen die Bodenlebewesen am besten? Welcher Nutzen bringt ein belebterer Boden? Ernteabfälle kompostieren, vergären, verbrennen? Wie erhöhe ich den Humusanteil durch Kulturmassnahmen? Nachhaltigkeit? Intensiv genutzte Böden neigen zur Verdichtung und zum Humusabbau. Derzeit wird der Anbau von Zwischenbegrünungen zur Erhaltung der Bodenstruktur empfohlen.

BOVE-Projekt: Das Oberziel des Projektes ist eine nachhaltige Sicherung der Ertragsfähigkeit und Ertragskonstanz der für die Ernährungssicherheit der Schweiz wichtigen landwirtschaftlichen Kulturpflanzen in künstlich entwässerten, ackerbaulich genutzten ehemaligen Moorgebieten der Schweiz. Die Problematik von bodenbürtigen Krankheiten hat in den vergagenen Jahren stark zugenommen. Die lösungs- und anwedungsorientierte Forschung auf diesem Problemgebiet muss dringend mit Zusatzressourcen ausgebaut werden.
FFG 2020: Versuche für 2021 geplannt und aufgegleist. Stehen lassen.
AGS Sep. 2020: Aufgrund von Rückmeldungen und Einsendungen aus der Gemüsebaupraxis werden die am prioritärsten zu bearbeitenden Bodenpathogene eruiert. Nach ersten eigenen Vorversuchen werden regionale Versuche on-farm in Absprache mit kantonalen Fachstellen durchgeführt. 2020: Doldenblütler, Salate, Rettich. Dabei werden Synergien mit Drittmittelprojekten ausgenutzt.
FFG Nov. 2019: Projekt läuft bei AGS weiter. Weiter sollte noch die Problematik des Humus und der Bodenstruktur dazu kommen. Zusammenarbeit AGS, HAFL und Regionen. Boden als Nahrungsgrundlage wichtig, daher Projekt hier stehen lassen.
AGS Sep. 2019: Gegen fruchtfolgebedingte, bodenbürtige Schaderreger werden von der ExtG vor allem auch regional auf betroffenen Flächen unter Praxisbedingungen Bekämpfungsversuche durchgeführt (Anwendung Antagonisten, Umsetzung Kulturmassnahmen etc.). Ein solches Projekt läuft seit Jahren. Im Hinblick auf die Erhaltung der Bodenstruktur und der organischen Substanz ist eine engere Zusammenrbeit mit HAFL und anderen Forschungsgruppen von AGS wünschenswert. Zusammengelegt mit 17-18.
AGS Sep. 2018 (Ext. 17-18 ): V. Michel startet im November 2018 zusammen mit 11 Partnern in 8 Ländern BEST4SOIL, ein Projekt mit dem Ziel mehrere Methoden zur Bekämpfung von bodenbürtigen Krankheiten (Pilze, Nematoden) in leicht verständlicher Weise (Videos, Merkblätter) Europaweit zu verbreiten. Zusätzlich werden auch dieThemen Bodengesundheit und Organische Substanz im Boden behandelt. Die Videos und Merkblätter werden ab Ende 2019 den Produzenten und Beratern zur Verfügung stehen (in D, F und I). Eine Gesamtauswertung der bereits in den Vorjahren durchgeführten Untersuchungen zur Wirksamkeit von Antagonisten und anbautechnischen Anpassungen zeigt, dass der Krankheitsdruck durch vorbeugende Massnahmen dieser Art deutlich vermindert werden kann. Langzeitversuche bei AGS belegen, dass die Vitalität von Gemüsekulturen durch einen wiederholten Einsatz von einwandfreiem Kompost verbessert werden kann. Beispiel Eichblattsalat 2018. Bei der N-Düngung ist zu berücksichtigen, dass der im Zusammenhang mit der Kompostanwendung stehende Anstieg des Humusgehaltes zu einer zusätzlichen Erhöhung des pflanzenverfügbaren N (Nmin) führt, was bei einer nicht reduzierten Zudüngung von N zu physiologischen Störungen bei der Kultur führen kann. Ausserdem ist zu beachten, dass mit nicht unter optimalen Bedingungen hergestelltem Kompost neue Schaderreger in die Flächen eingeschleppt werden können.
AGS Sep. 2017 (Ext. 17-18 ): Ein Teil der 2017 durchgeführten Versuche (Kohlarten, Salate, Zwiebeln) bestätigt die Erfahrungen der Vorjahre, wonach anbautechnische Anpassungen (Bsp. Dammanbau), die Anwendung von Antagonisten und die gezielte Anwendung von organischen Düngern (Chitin, Kompost) die Kulturentwicklung fördern und den Befallsdruck von bodenbürtigen Krankheitserregern vermindern. In jüngster Zeit verursachen zusätzliche Bodenpathogene bei weiteren Kulturen ernsthafte Ausfälle. => Fortführung der Versuche. Der laufende Versuch gegen Nematoden wurde im Jahr 2018 erneuert.
Kommentare 2012-2016 gelöscht.
22-13 bisher FS BE HAFL Allg. Gemüse Bodenschonende Anbauverfahren

Direktpflanzung/saat von Gemüse
Bo Intensivierung der Forschungsarbeit sollte angestrebt werden

Es gibt Ansätze zur Direktpflanzung, bodenschonenden Bearbeitung bei Gemüse im Ausland. Dieses sind ebenso in der Schweiz nötig.
FFG 2020: Wie werden Resultate in die Praxis transferiert? Stehen lassen, sofern Versuche weiterlaufen.
AGS Sep. 2020: Auch 2020 wurden Versuche auf regionaler Basis durchgeführt.
FFG Nov. 2019: Stehen lassen. Priorsierung auf 1,9 setzen. Kantone machen bereits etwas.
AGS Sep. 2019: Benötigt keine Forschungsaktivitäten im engeren Sinn. Die Fachberatung ist gefordert, die Umsetzung zu begleiten.
FFG Nov. 2018: Stehen lassen, weil es bereits läuft.
AGS Sep. 2018: Hierbei handelt es sich um ein angewandtes anbautechnisches Projekt, das auf Stufe der regionalen Fachberatungsstelle anzusiedeln ist. Im Zusammenhang mit Pflanzenschutzaspekten kann AGS bei Bedarf Unterstützung leisten.
FFG Nov. 2017: Zwei Fachstellen sind hier aktiv. Erste Resultate und Bericht von der Fachstelle TG vorhanden und aufgeschaltet. Projekt in BE läuft auch weiter.
AGS Sep. 2017: Soll auf regionaler Ebene abgewickelt werden. AGS bringt bei Bedarf Fachexpertise ein.
FFG 2016: Zwei Regionale Projekte laufen. Kt. Bern versucht die Methoden den konservierende Bodenbearbeitung mit Kantonaler Fachstelle Boden und Verein No Till und Direktpflanzverfahren zu überprüfen. Kanton TG ist aktiv in der Direktpflanzung und wird eine Tagung diesbezüglich organisieren.
AGS Sept. 2016: Anwendung der Direktpflanzung ist bei einzelnen Gemüsearten (Bsp. Kohlarten) denkbar und wird auf einzelnen Betrieben ansatzweise auch schon praktiziert (Streifenfräspflanzung). Sollte auf Pilotbetrieben, die von regionalen Fachstellen betreut werden, geprüft werden.
21-27 bisher Allg. Gemüse Bodenfruchtbarkeit in Gemüsebau sicherstellen Bo Bodenfruchtbarkeit maschinell wiederherstellen.
Der Freiland-Gemüsebau erfordert oft täglichen Feldbegehungen, die auch bei schwierigen Wetterbedingungen durchzuführen sind. Dies ist im Tessin zum Beispiel der Fall für Zucchetti; mit mehr als 50 ha die wichtigste Gemüsekultur. Die Bodenfruchtbarkeit kann somit langfristig beeinträchtig werden.
Bodenbearbeitung ist ein wichtiges Element, um die Bodenfruchtbarkeit zu fördern und wiederherzustellen. Viele Maschinen sind heute auf dem Markt aber welche Technik eignet sich am besten, um im Gemüsebau die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu gewährleisten?
FFG 2020: Lead liegt bei BFH-HAFL / Inforama Ins resp. Dez. Versuchsstation Ins (externe Ressourcen). Stehen lassen, verfolgen (Prio auf 1.9 setzen).
AGS Sep. 2020: Das nötige Basiswissen ist auf Stufe Forschung vorhanden. Es muss alles zusammengesetzt und unter "wissenschaftlicher Begleitung" unter Praxisbedingungen im Rahmen von Langzeit-Experimenten umgesetzt werden. HAFL hat bereits Projekte dieser Art am Laufen. Alles im Rahmen des NKG institutsübergreifend aufgleisen.
15-19 bisher OTM Sàrl /
AGS Nematologie
HAFL
Allg. Gemüse Vorbeugung von Nematoden im Freiland Bo Mit Nematoden (Ditylenchus dipsaci, Meloidogyne hapla…) verseuchte Gemüseböden zeigen erhebliche Ertragseinbussen, insbesondere bei Zwiebeln, Schalotten, Sellerie, Möhren. Es gibt keine direkte Bekämpfungsmöglichkeit bei den Gemüsekulturen im Freiland.
Jede mögliche Alternative zu den chemischen Rauchmitteln soll gefördert werden und diesbezügliche Untersuchungen in der Schweiz intensiviert werden. Kann die biologische Bekämpfung mit dem Organismus Bacillus firmus eine Antwort zu den Problemen bringen, die die Nematoden (Heterodera, Meloidogyne, Ditylenchus…) in den Gemüsekulturen verursachen?
Alle Alternativen für die Bekämpfung untersuchen:
- Vorbeugende Maßnahmen (gezielte Fruchtwechsel…)
- Biologische Maßnahmen (Bioräucherung, biologische Wirkstoffe und Organismen, Fangkulturen…)
- Physikalische Maßnahmen, am Beispiel der «Mikrowellen»-Entseuchung (Agritron-Koppert Geräte). Die Entwicklung dieser Technik muss von Agroscope Wädenswil scharf beobachtet werden.
im Hinblick auf eine Zulassung muss das Spezialmittel FLOCTER® (Bayer) breit getestet werden, wie es in der EU schon der Fall ist.
Ein Nematizid soll für die Bekämpfung der Nematoden bei den Möhren, Sellerien, Pastinaken zugelassen werden. Mindestens soll eine Ausnahmebefugnis für eine beschränkte Periode (120 Tage), wie es in der EU üblich ist (Frankreich, Belgien…) für die folgenden Mittel erteilt werden:
1) 1,3-dichloropropène (TELONE 2000®, DD 92®…) Ausnahmebefugnis für 120 Tage im Jahr 2012.
2) Oxamyl (VYDATE 10G®) – Anwendung auf Karotten bei der Saat, nur aber auf alkalische Böden (1 Anwendung jedes 2. Jahr, zwischen 1. März und 31. Juli).
FFG 2020: Sobald bei der Nematologie Ressourcen vorhanden sind, weiterbearbeiten. Immer wieder ein Ressourcenproblem. Stehen lassen. HAFL hat auch Projekte in diese Richtung (digitale Fruchtfolgeplanung). Beim HAFL ist ein Nematologe angestellt worden. Siehe auch DB www.best4soil.eu. Bekämpfung allenfalls auch mit verschiedenen Gründüngungen.
AGS Sep. 2020: Aus Kapazitätsgründen (zugunsten von Gewächshausproblemen) können aktuell nur sehr begrenzt Freilandprojekte bearbeitet werden.
FFG Nov. 2019: Es kommt darauf an, was ressorcenmässig in der Gruppe möglich ist. Wenn möglich auf Freilandkulturen ausdehnen. die Probleme bezüglich den Nematoden nehmen nicht ab.
AGS Sep. 2019: 2019 bearbeitet das Forschungsteam Nematologie ausschliesslich Problemstellungen im Gewächshausanbau.
FFG Nov. 2018: Stehen lassen. Weiterverfolgen.
AGS Sep. 2018: Nach längeren Vakanzen ist das Forschungsteam Nematologie wieder mehr oder weniger komplett. 2018 wurden arbeitsintensive Studien bei Gewächshausgemüse durchgeführt, so dass keine Ressourcen für ein zusätzliches Extensionprojekt im Freilandanbau zur Verfügung standen. Die Prioritäten für die nächsten Jahre müssen neu gesetzt werden.
FFG Nov. 2017: Stehen lassen. Es gibt gute Unterlagen/Datenbank zu diesem Thema in Deutsch. Dies publik machen. Merkblatt und franz. Übersetzung gewünscht. L. Collet stellt sich als Übersetzer zur Verfügung. Priorisierung wird von 2 auf 1.5 angepasst, analog Lückenprojekt zum Thema.
AGS Sep. 2017: Konkrete Probleme auf dem Gebiete der Nematologie im Freilandgemüsebau können bei Agroscope angemeldet werden. Es stehen begrenzt Ressourcen für eine Projektbearbeitung zur Verfügung.
FFG 2016: laufen lassen. Ressourcen dazu stehen ab 2017 wieder zur Verfügung.
AGS Sept. 2016: Aufgrund von vorübergehenden Agroscope-internen Ressourcenengpässen und -verschiebungen fanden zu diesem Projekt keine Aktivitäten statt.
Kommentare 2009-15 gelöscht.
22-28 bisher 2020/24 2020/24 Allg. Gemüse Nematoden im Gewächshaus, Wurzelgallennematoden und Corky Root bei Substratkulturen Bo, G Den Einfluss der Wurzelgallennematoden und des Corky Root auf Gefässkrankheiten der Tomate untersuchen (einen wirtschaftlichen Ertrag der Substratkulturen sicherstellen, der für das Überleben der Kleinproduzenten und der vielseitigen Gemüseproduzenten unabdingbar ist).
Wirkung kurzfristiger Feindpflanzen oder Schwarzbrachen auf Nematoden? Wünschenswert: BioAct auch ausserhalb Kultur einsetzen (Folge zu Extension 08-06)
FFG 2020: Versuche laufen. Versuchsauswertung abwarten. Versuche mit anderen Nematiziden oder Antagonisten testen.
AGS Oct. 2020: 2019 wurde ein grosser Gewächshausversuch in Wädenswil durchgeführt. Mit Wurzelgallennematoden inokulierte Erde wurde vor der Tomatenpflanzung mit einem biologischen Nematizid behandelt. Die Applikation erfolgte direkt vor der Pflanzung in die Erde. Anschliessend wurde monatlich entweder dieses Nematizid oder BioAct in die stehende Kultur appliziert. Der Versuch wurde 2020 wiederholt.
Der Ertrag und der Schaden an den Wurzeln (Gallindex) wurde erfasst. Die Nematoden-Population in der Erde muss noch ausgezählt werden. Die Auswertung läuft.
FFG Nov. 2019: Projekt läuft.
AGS Okt. 2019: Im Rahmen des Projekts BEST4SOIL von V. Michel von Agroscope Conthey werden weiterhin Informationen ausgetauscht werden. - Agroscope arbeitet auch im Rahmen des Projekts GreenResilient an der Nematodenregulierung im Boden in einem widerstandsfähigen (resilienten) Mischkulturensystem. Informationen werden bei Projektende (Ende 2020, Anfang 2021) geliefert.
- Bekämpfungsversuche gegen Nematoden bei Tomaten (Agroscope Wädenswil, Eder Reinhard) und Gurken/Peperoni (on farm Luzern) fanden statt. Die Strategie bestand im Einsatz des Nematizids BioAct. Die Kulturen werden gegenwärtig noch weitergeführt und die Bewertungen werden bei Kulturende (Ende 2019) stattfinden.
FFG Nov. 2018: Stehen lassen.
AGS Sep. 2018: Zur Bekämpfung bodenbürtiger Pilzkrankheiten und Nematoden werden durch BEST4SOIL Infos vermittelt (siehe ID-Nr. 17-18).
FFG Nov. 2017: Thema Nematoden stehen lassen, Rest streichen. Sobald Ressourcen bei Agroscope vorhanden, dies angehen.
FFG 2016: Anforderungskatalog BLW dazu. Stehen lassen. Siehe Lücken.
Kommentare 2009-2015 gelöscht.
20-15 bisher 2020/08
2020/25
2020/08
2020/25
FS BE / FS FR / FiBL Allg. Gemüse Robotik: Reduktion PSM Einsatz, optische Bilderkennung/Erkennung von Schaderregern Di In Zukunft werden wir vermehrt mit Robotern arbeiten. Personaleinsatz muss reduziert werden.Ziel: Testen- und Bewerten bestehender Techniken im Praxiseinsatz in Gemüsekulturen, ebenso Weiterentwicklung. Wie ist das gesetzlich abgesichert? Versicherungen? Arbeitssicherheit? In Zukunft werden wir vermehrt mit Robotern arbeiten. Personaleinsatz muss reduziert werden. Weiterentwicklung drittfinanziertes Projekt (AgriQnet-Projekt) zu diesem Thema (laufend).
optische Erkennung von Schaderregern:
Erste Abklärungen ergeben, das automatische Bilderkennung (Deopp learning/machine learning) bei Thrips, Glanzkäfer, Cyperus und somit wohl auch bei Möhrenfliege ein Weg sind, den man ausprobieren kann. A) Gibt es weitere Organsimen die interessant sind b). Welche Ressourcen, bisherige Arbeiten Kontaktpersonen gibt es? Wageningen hat einen Algorithmus entwickelt, um Weisse Fliege im Gewächshaus automatisch zu erkennen. Es gilt, diesen auf weitere Organsimen zu übertragen und in der Produktion einzusetzen. Die SZG/ der VSGP mögen entsprechende Projekte einreichen.
FFG 2020: Drittmittelprojekt läuft 31.10.21 aus. Nachfolgeprojekt Spotspraying-Technik mit 4,5 m Arbeitsbreite steht vor der Eingabe. Gesucht ist ein Produzent, der bereit ist, sich an der Maschine zu beteiligen und während 3 Jahren AGS-Driftstudien zu begleiten. Aufruf an Fachstellen zur Abklärung und Motivierung von Produzenten hier mitzumachen. Es braucht Partner aus der Produktion. VSGP motivieren die mitmachenden Produzenten zu unterstützen, da sie einen Effort für die ganze Brachen erbringen. Stehen lassen.
AGS Sep. 2020: Das Drittmittelprojekt "Pflanzenschutzroboter" steht kurz vor dem Abschluss. Diese Technologie (Spotspraying) ist grundsätzlich praxisreif und lässt bei klassischen Pflanzkulturen mengenmässige Einsparungen an PSM von 50 - 70% zu. Damit sich der Einsatz solcher Geräte auch aus betriebs- und arbeitswirtschaftlicher Sicht lohnt, müssen auf der Grundlage des verwendeten Prototyps schlagkräftigere Folgemodelle entwickelt werden (Folgeprojekt ist beantragt). In weiteren Versuchen (Parallelprojekt) soll zudem belegt werden , dass das Driftrisiko bei dieser Applikatrionstechnik im Vergleich zu Standardtechniken deutlich reduziert ist, so dass die Gewässerschutzauflagen bei "kritischen PSM" verringert werden können.
Das Thema Bilderkennung von Schaderregern wird im Rahmen des Projekts PFLOPF bearbeitet.
FFG Nov. 2019: Stehen lassen. AGS ist dran. Es ist vorgesehen ein Anschlussprojekt einzugeben.
AGS Sep. 2019: Das drittfinanzierte Projekt zur Weiterentwicklung des kombinierten Hack- und Spritzroboters Steketee wird 2020 noch weitergeführt. Die FG ExtG steht in engem Kontakt mit Privatfirmen und Startups, welche die kamera- und GPS-gesteuerte Hacktechnik weiterentwickeln.
optische Erkennung von Schaderregern: Ein gemeinsames Projekt von Agroscope (Vincent Michel) und des CSEM läuft. Erste, vielversprechende Ergebnisse erreicht. Ein breiter angelegtes Projekt ist in Erstellung als InnoSuisse oder als gänzlich bei Agroscope integriertes Projekt. Zunächst konzentrierte sich das Projekt auf die gemeine Spinnmilbe und Mehltau (Tomate und Erdbeere).
FFG Nov. 2018: Weiter auf dem Radar halten und Entwicklung verfolgen.
AGS Sep. 2018: AGS ist an der Weiterentwicklung von bereits ansatzweise vorhandenen Technologien beteiligt und bringt dabei wichtige Aspekte des Pflanzenschutzes und der Applikationstechnik ein (Drittmittelprojekte).
Projekt SZG-VSGP-Möri-kant.FachstellenBE+FR: Hackroboter Steketee wird zur kameragesteuerten Fungizid- und Insektizidspritze ausgebaut, mit der die einzelnen Kulturpflanzen gezielt behandelt werden können (crop adapted spraying) => Einsparungen an PSM bis zu 90% => erhebliche Reduktion des Runoff. Nächster Schritt: Mapping der Kulturfläche bis auf Stufe Einzelpflanze (cloud-solution) => Erfassung des Einzelpflanzenzuwachses => gezielte digitally supported Einzelpflanzenernte
Projekt Ecorobotix: Dieser autonome für die Herbizidbehandlung von Einzelunkräutern bestimmte Robi soll neben Zuckerrüben auch für Zwiebeln weiterentwickelt werden. Vor dem Eintritt in die Phase von deeper (machine) learning muss der Bildanalysealgorithmus im Hinblick auf die Erkennung der Zwiebelpflanzen und - reihen angepasst werden. Daher konnten 2018 noch keine Versuche gefahren werden.
FFG Nov. 2017 : Projekt läuft. Weiterverfolgen. AGS Sep. 2017: Die ExtG ist gemeinsam mit Tänikon dran. Unter anderem ist eine Beteiligung am vom BLW finanzierten Projekt "Ecorobotix" vorgesehen => Modellkultur Zwiebeln. FFG 2016: Projekt läuft. Unter Suzanne Schnieper wird in Kürze eine Zusammenstellung der vorhandenen Geräte publiziert. Betriebwirtschaftliches Thema. Koordination mit Stellen, wo solche Geräte testen. (AG Betriebswirtschaft) AGS Sept. 2016: Alternative Unkrautbekämpfungstechnologien (Robotik, Folieneinsatz) werden auf internationalem Niveau vor allem von der Privatindustrie weiterentwickelt. AGS ist am Ball (vrgl. Demonstrationen am Salattag) und wirkt allenfalls im Rahmen von Drittmittelprojekten mit. Betriebswirtschaftliche Aspekte sollten eingehender durchleuchtet werden (vrgl. Tätigkeiten der Arbeitsgruppe Betriebswirtschaft).
19-14 bisher 2020/08 2020/08 FS BE/FR / FiBL Allg. Gemüse Verminderung von Abdrift durch neue Technik Di Im Aktionsplan Pflanzenschutzmittel wird die Reduktion der Risiken für Mensch, Umwelt und Kulturen durch Pflanzenschutzmittel (PSM) in der Landwirtschaft angestrebt. Die PSM sollen nur noch dort eingesetzt werden und dort ankommen, wo diese zum Schutz der Kulturen notwendig sind. Seit einigen Jahren werden in der PSM-Applikationstechnik mit magnetischen Verfahren Versuche gemacht. Jetzt scheint dabei ein Durchbruch geschafft zu sein. Die niederländische Technische Kommission für Technikbeurteilung (TCT) hat einem, von der Firma MagGrow, entwickelten System die praktische Zulassung als anerkanntes Abdrift-Reduktion System erteilt. Es verringert einerseits die Abdrift, anderseits wird auch PSM eingespart. Dabei handelt es sich um ein System von Magneten und Abdrift-reduzierenden Düsen, welche auf bestehende Geräte aufgebaut werden können. Das System wurde von der Firma i.z.m Wageningen Universität und einigen Praxisbetrieben ausführlich im Acker- und Gemüsebau getestet. Die Messungen wurden nach Niederländische CIW Norm und dem internationalen ISO22866 Abdrift-Messprotokoll durchgeführt. Im Rahmen der Massnahmen betreffend Aktionsplan Pflanzenschutzmittel sollte dieses System in der Schweiz getestet werden. Ziel ist eine möglichst baldige Zulassung in der Schweiz. FFG 2020: dran bleiben, stehen lassen. Cees Verbree und AGS (Lead Martina Keller) sichten Unterlagen.
AGS Sep. 2020: Sobald die beschriebene Spritze in der Schweiz eine Vertriebsfirma hat, leistet AGS fachliche Unterstützung bei allfällige Versuchseinsätzen.
FFG Nov. 2019: Stehen lassen. Auf Allgemein erweitern und auf einem Gemüsebaubetrieb integrieren/prüfen. Thomas Anken ist dazu informiert. In die Nachfolgethematik des Stekeete-Projektes integrieren.
AGS Sep. 2019: die neuesten Entwicklungen und Erfahrungen müssen laufend kulturübergreifend verfolgt werden.
FFG Nov. 2018: FFG fragt bei Agroscope Tänikon (Thomas Anken) an. Cadenazzo hat für das Gewächshaus ein entsprechendes Applikationsgerät entwickelt. Versuche beginnen im 2019.
AGS Sep. 2018: Elektrostatische Spritzen stehen bereits seit über 30 Jahren zur Diskussion und vereinzelt auch im Einsatz. Mittlerweile gibt es auf dem Gebiete der Applikationstechnik verschiedene effektivere Neuentwicklungen, welche die Abdrift wirksamer reduzieren.
FFG Nov. 2017: Irische Firma hat so eine Technik entwickelt. In NL verschiedene Daten mit Uni Wageningen erarbeitet. Prüfung ist sehr aufwendig. Literatur einmal sichten. Allenfalls mit Agroscope Tänikon das Gerät für den allgemeinen Ackerbau zu prüfen.
AGS Sep. 2017: Die FG ExtG verfolgt die applikationstechnischen Entwicklungen und steht dem BLW bei der Aktualisierung der bestehenden Richtlinien bei. Synergien mit anderen Projekten (Drittmittel)?
17-03 bisher FS AG Allg. Gemüse Drohneneinsatz Di Es werden Drohnen entwickelt, die selbständig PSM ausbringen können (Niederlanden), Ueberwachungsaufgaben erfüllen. Einsatz in der Schweiz ist zu prüfen und zu testen. FFG 2020. Weitere Entwicklung beobachten. Stehen lassen.
Swiss Future Farm könnte in Verbindung bringen. Eine holländische Firma ist hierzu in die kommerzielle Phase getreten. Kontakt zu ihr aufnehmen. Auch rechtliche Fragen zu klären (PFLOPF: keine Drohnen im GB).
Auch OTM hat Versuche gemacht, ein Bericht ist in Erarbeitung. Dieser wird - sobald vorliegend - via FFG verbreitet.
AGS Sep. 2020: Auch AGS hat erste Testeinsätze begleitet und beobachtet die weitere Entwicklung
FFG Nov. 2019: Stehen lassen. Priorisierung auf 1.9 setzen. Abdriftgefahr gross für Nachbarkulturen.
AGS Sep. 2019: Die ExtG stellt Gemüsebaubetrieben, die an dieser Technologie für Spezialanwendungen interessiert sind, ihre Fachkompetenz zur Verfügung. Im Übrigen gibt es ja noch die Swiss Future Farm mit PFLOPF.
FFG Nov. 2018: Stehen lassen und Entwicklung weiter beobachten. Vor allem die von den Firmen entwickelte Technik weiter beobachten.
AGS Sep. 2018: Spritzdrohnen sind selbst im Rebbau, wo diese Geräte grundsätzlich eine umweltschonendere, verlustärmere Applikationstechnik sind als der in Steillagen verbreitete Helikoptereinsatz, noch nicht abschliessend beforscht. Im Gemüsebau ist abgesehen von Betrieben, welche die einzelnen Kulturenarten sehr grossflächig und zusammenhängend anbauen, das deutlich höhere Abdriftrisiko (grösserer Abstand zur Kultur, stark reduzierte Wassermenge) zu berücksichtigen => unerlaubte Rückstände in benachbarten Gemüsekulturen.
FFG Nov. 2017: Stehen lassen
AGS Sep. 2017: Resultate der von Tänikon 2017 mitbetreuten Versuche zum Einsatz von Spritzdrohnen im Weinbau abwarten.
FFG 2016: Abdriftproblem. FFG beobachtet die Entwicklung von verschiedenen Arbeiten von verschiedenen Trägern z. B. mit Tänikon. Abklärung Drittmittel-Projekt.
AGS Sept. 2016: M. Keller war bereits in Kontakt mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (vrgl. Fachbeitrag in "Der Gemüsebau". Die Früherkennung von Schaderregern ist bei weitem noch nicht praxisreif. Die Ausbringung von PSM mit Drohnen aus der Luft muss vom BAFU und BLW bewilligt werden. Diverse Fragezeichen stehen im Raum im Hinblick auf Abdrift. Anlagerungsstudien wären erforderlich.
21-02 bisher Allg. Gemüse Photo Bilddatenbank Schaderreger/Nützlinge Di Identifikation von Schaderregern und Abgrenzung von Nützlingen auf Gemüsekulturen ist im Pflanzenschutz essentiell. Die Umstellung auf BIO-Anbau wird dies Problematik vergrössern. Experten in Entomologie bei Praxisfragen sind zu entlasten. Fachstellen sind aber Generalisten. Daher 1. Bilddatenbank aufbauen mit bestehenden Bildern zur a) Schulung b) Erstidentifikation (Können ebenso Konsumenten Funde rein) 2. Schulung der Fachstellen (z.B.: Thrips palmii erkennen) FFG 2020: Vorschlag prüfen, ggf. Integration in best. AGS-Projekte oder Drittmittelprojekt (NKG, Dez. Versuchsstation). Stehen lassen.
AGS Sep. 2020: Die Extension Gemüsebau verfügt über eine hohe Anzahl von Bildern, die von den einzelnen Fachspezialistinnen individuell "verwaltet"" werden. AGS hat zurzeit keine allgemein frei zugängliche Gesamtdatenbank für Bildmaterial, da Externen der Zugang zu Bundesservern verwehrt ist.
17-52 bisher 2020/30 2020/30 OTM Sàrl Tomaten LED-Beleuchtung Di Die LED-Beleuchtung entwickelt sich bei der Tomaten-Substratkultur. Dadurch können im Winter die Erträge und die Fruchtqualität gesteigert werden. Kann sich die Beleuchtung in der Schweiz als wirtschaftlich interessant erweisen?
Die Vorteile der LED Beleuchtung bei der Tomaten-Substratkultur unter schweizerischen Bedingungen ermitteln.
Einfluss auf Erträgen und Fruchtqualität bei verschiedenen Varianten der Aufstellung und Beleuchtungsdauer untersuchen.
FFG 2020: Versuche mit verschiedenen Lichttypen weiterführen.
AGS Oct. 2020: Agroscope Conthey arbeitet zurzeit an der Einführung von LED-Leuchten (Top- und Interline), aber auch an der Einführung von innovativen Lichtquellen vom Typ Plasma (Sonnenlicht), die den Vorteil haben, dass sie UV- und Nahinfrarotlicht enthalten. Wir sind nicht nur an P.A.R. (Photosynthese) interessiert, sondern auch an P.B.A.R. (Photo-biologically active radiation).
FFG Nov. 2019: stehen lassen
AGS oct. 2019 : Agroscope arbeitet weiterhin an innovativen Beleuchtungen in Gewächshäusern. Versuche mit LEDs für die Deckenbeleuchtung und LEDs in den Fahrgassen (in den Kulturen) laufen. Die Ergebnisse werden per Ende 2020 erwartet.
FFG Nov. 2018: Firma mit Beleuchtungsysteme möchten Versuche machen. Stehen lassen.
AGS Sep. 2018: Das kleine Projekt ist abgeschlossen. Ein umfangreicheres Projekt wird eingegebene, wenn die Firma Interesse hat.
FFG Nov. 2017: Arbeit mit Drittmittel. Stehen lassen.
AGS Sep. 2017: Resultat 2015 und 2016 werden veröffentlicht. Weiterverfolgung nur wenn Interesse von Produzenten vorhanden ist oder mit Drittmittelfinanzierung.
FFG 2016: Auch Thema bei AG Betriebswirtschaft. Laufen lassen.
AGS Sept 2016: LED-Versuch bei Tomaten wird weitergeführt. Erste Resultate werden publiziert.
21-24 bisher Allg. Gemüse Einsatz Recykling Ammon.Phosphat & Qualität Gemüse Ammoniumphosphat wird aus den ARA`s in Pilotprojekten recykliert. Dabei kommt die sogenannte Methode des Stripping (Fällens) oder Pressen (Filtrierung) zum Einsatz. Je nach verwendeten Trennverfahren unterscheiden sich die Produkte/Dünger. Es ist zu prüfen, welches dieser Verfahren am ehesten geeignet ist, damit der Dünger im Gemüsebau Anwendung finden kann. Beide Produkte sind in Versuchen anzuwenden, und Ertragsmerkmale darunter auch die sensorische Qualität, wie auch die Belastung mit allenfalls unerwünschten Substanzen (biolog. chemisch) zu untersuchen. FFG 2020: Priorisierung +/- 2.0: Auf 1.9 setzen. Gemüsebau muss zwingend verfolgen was bei der Zulassungsstelle dazu allgemein läuft und später allfällige Forschungsanliegen wie z.B. im Kommentar AGS beschrieben stellen. Link zu anderen AGS-Stationen.
AGS Sep. 2020: Sobald dieser Typ von Recycling-Dünger von der Zulassungsstelle für Dünger des Bundes allgemein bewilligt ist, muss sich auch die Gemüsebranche diesbezüglich Gedanken machen. Es stellt sich die Frage, ob Schwermetalle oder allfällige andere toxische Verbindungen das Wachstum oder die Produktequalität von Gemüse beeinträchtigen könnten.
22-11 bisher Allg. Gemüse Gezielte N-Düngung

Anpassung der Düngernormen für die Gemüsekulturen

Ertragsabhängige Düngungsnormen im Freilandgemüsebau
Bestimmung der effektiven NPK Versorgung der Pflanzen
Im Rahmen des Absenkpfades sollten die Düngungsnormen allgemein überprüft werden, insbesondere die N-Düngungsnormen.

Anpassung der Düngernormen für die Gemüsekulturen. Dies ist insbesondere wichtig, da in Zukunft der Düngerverbrauch noch datierter erfasst werden muss.

Die Düngungsnormen wurden letztmalig vor 20 Jahren angepasst. Mit Klimawandel, neuen Sorten, anderen Anforderungen auch im Bereich Umwelt, weiterhin hohen Qualitätsanforderungen sollen diese überprüft werden, sowohl was den Einsatz im organischen wie auch mineralischen Boden angeht. Neuere analytische Verfahren wie Pflanzensaftanalyse, vereinfachte Verfahren der Nmin Analytik und heute verfügbarer Technik sollen eingesetzt werden. Im ÖLN gibt es nur eine Düngungsnorm. Es gibt Abnehmer die einen Eisberg mit 500-600gr wollen, Düngungsnorm ist aber ausgelegt für 350gr schwere Köpfe. Schwer produzierte Ware braucht mehr Dünger. Dies kann aber in der Düngerbilanz nicht berücksichtigt werden. Produzenten welche vermehrt schweres Gemüse produzieren müssen, sind bei der Düngerbilanz meist im Klinsch. Im Salatanbau für die Belieferung von Convenience-Betrieben werden deutlich höhere Gewichtserträge erzielt als im Anbau für den Frischmarkt. Dabei stellt sich die Frage, wie weit dieser Tatsache bei der Festlegung der N-Düngung auf mineralischen Ackerböden mit mässiger N-Mineralisierung Rechnung zu tragen ist. Abklärung der N-Wirkung bei „Hochertragskulturen“ von verschiedenen Salatarten und –sorten. Erarbeitung von Versuchsresultaten, die allenfalls als Grundlage für einen Antrag auf Anpassung der Düngungsnorm verwendet werden können. Anpassung der Düngerichtlinien für eine verbesserte N-Verfügbarkeit beim Spinat. Versuche sollten gemacht werden. Flächen werden von den Betrieben zur Verfügung gestellt.
FFG 2020: AG wurde 2019 aufgelöst. ev. mit LN 13 zusammen ansehen, ggf. zusammenfügen aber gegenseitige Problematik betrachten. Siehe Bericht Nitrogäu (Literaturhinweise). Thema Düngung / Bewässerung zusammen anschauen. Ganzheitlich anschauen auch im Zusammenhang mit den Absenkpfaden. Wichtig auch für den Conveniencebereich.
AGS Sep. 2020: Innerhalb des FFG wurde eine Arbeitsgruppe zu diesem Thema ins Leben gerufen. Diese soll Gemüsearten bezeichnen, bei denen die aktuell geltenden Düngungsnormen die Ansprüche von modernen Sorten bzw. Anbautechniken nicht decken. In einem Folgeschritt ist das BLW diesbezüglich zu informieren und anzufragen.
FFG Nov. 2019: AGS kann selber hier nicht aktiv werden. Anträge zu Düngungsnormerhöhungen müssen durch die Branche an das BLW gestellt werden. Dieses wird die Frage dann an AGS weiterleiten. Wenn Probleme diesbezüglich vorhanden sind, soll VSGP einen entsprechenden Antrag an das BLW stellen.
AGS Sep. 2019: Wurde das BLW schon von der Gemüsebranche mit diesem Anliegen konfrontiert? Der Trend geht bei den verantwortlichen Bundesämtern eher in Richtung Einschränkung der N-Düngung und Erhöhung der N-Effizienz durch gezielte Massnahmen.
FFG Nov. 2018: Für Salat ist Problem gelöst. Für Zucchetti noch weiter erforschen.
AGS Sep. 2018: Wurde von der Gemüsebranche ein sinngemässer kulturübergreifender Antrag beim BLW deponiert?
FFG Nov. 2017: Stehen lassen. Sobald BLW Auftrag erteilt wird, mit Branche weiter gearbeitet
AGS Sep. 2017: Der Ball liegt bei der Gemüsebranche bzw. den KZGs, die beim BLW einen Antrag deponieren sollten. Das BLW wird in einem 2. Schritt bei der FG ExtG einen Auftrag für eine Studie deponieren.
FFG 2016: KZG AG/SG stellen Antrag an das BLW für Spinat bezüglich Qualitätein- und Ertragseinbussen bezüglich der N - Düngungsnormen. TG klärt dies mit "grossem" Eisberg
AGS Sept. 2016: Es wurde ein Stickstoff-/Schwefeldüngungsversuch bei Frühjahrsspinat angelegt. Infolge der durch zeitweilige Bodenvernässung punktuell aufgetretenen Schäden durch bodenbürtige Krankheiten konnten die Unterschiede in der Ertragsleistung statistisch nicht bestätigt werden. Erhöhte N-Gaben von 200 kg N/ha kombiniert mit einer Schwefeldüngung führten dennoch tendenziell zu Ertragssteigerungen. Damit die Witterungseinflüsse auf die N-Verfügbarkeit im Boden sowie der N-Bedarf der Kulturen zuverlässiger abgeschätzt werden können, sollte vermehrt mit Nmin-Proben gearbeitet werden, die in Suisse-Bilanz einen Mehrbedarf an N belegen können.
Betreffend ertragsangepasster Düngungsnormen wird vom VSGP ein Antrag ans BLW gestellt. Diese sind ansatzweise bei einzelnen Kulturen vorhanden. Eine Ausdehnung auf weitere Kulturen sollte grundsätzlich auf der Basis von ausländischen Erfahrungswerten betreffend des Nährstoffentzuges bei unterschiedlichen Ertragsniveaus möglich sein.
Kommentare 2012-2015 gelöscht.
18-06 bisher Allg. Gemüse Kaliumphosphonat-(Phosphonsäure-) Rückstände in Gemüse (sowie Obst und Beeren) In diesem Jahr haben diverse Laboratorien Überschreitungen des Höchstwertes von Kaliumphosphonat bzw. unzulässige Rückstände unter dem Höchstwert (in der Kultur nicht zugelassene Anwendung) oder Überschreitungen des Interventionswertes für Bioprodukte in Obst und Gemüse festgestellt. Es kam zu zahlreichen Beanstandungen durch den Vollzug und den Detailhandel. Diese Ware darf nicht in Verkehr gebracht werden und muss grundsätzlich vernichtet werden, obwohl der Stoff von der EFSA und vom BLV als nicht gesundheitsgefährdend eingestuft wird. Wo Kaliumphosphonat als PSM zugelassen ist, sind auch die Höchstwerte entsprechend hoch (75 bis 150mg/kg). Dort gibt es keine Probleme. Probleme kann es bei Kulturen geben, die einen sehr tiefen Höchstwert haben (2mg/kg), bzw. wenn Rückstände auch unter 2 mg/kg gefunden werden auf Kulturen in denen das Mittel nicht zugelassen ist. Manche Rückstände und Höchstwertüberschreitungen können mit dem Einsatz gewisser Düngemittel oder Pflanzenstärkungsmittel erklärt werden. Im Bio-Anbau werden auch immer wieder Rückstände unter dem Höchstwert gefunden, obwohl kein Einsatz stattfindet. Folgende Fragen sollen deshalb geklärt werden:
- Abbauverhalten im Boden: es ist ein gewisser Abbau möglich, aber es liegen zu wenig Informationen vor? Sind Altlasten möglich im Boden, Anreicherung in mehrjährigen Kulturen?
- Wie sieht es aus mit der Grundwasserbelastung?
- Halbwertszeit? Gemäss einer EU-Evaluation vom April 2005 bei 157 Tagen.
- Wäre der Einsatz von Kaliumphosphonat agronomisch sinnvoll (zur Reduktion des Einsatzes weiterer Fungizide). Wenn ja, bei welchen Kulturen?
- Kann es weitere natürliche Quellen für die Kontaminationen geben? Überschwemmungen?
Da es neben dem Gemüsebau auch den Obstbau betrifft (vor allem Beeren, Steinobst) sowie den Bio-Anbau, ist eine enge Zusammenarbeit und der Austausch mit den Extensionteams Obst und Beeren sowie dem FiBL sinnvoll.
FFG 2020: Gestzliche Vorschriten. An VSGP übergeben. Hier stehen lassen.
AGS Sep. 2020: In gesetzlicher Hinsicht hat sich diesbezüglich bis jetzt nicht viel bewegt. Wachsam bleiben
FFG Nov. 2019: Weiterhin stehen lassen. Politisches Thema. VSGP sollte schauen, was im Ausland geht. Können Grenzwerte allenfalls erhöht werden?
AGS Sep. 2019: Weiter stehen lassen.
FFG Nov. 2018: BLV möchte laut VSGP Höchstwerte nicht nach oben korrigieren. Politisches Thema. Stehen lassen.
AGS Sep. 2018: Der VSGP hat die zuständigen Bundesämter angeschrieben. Das Ganze spielt sich nun auf einer höheren Ebene ab (BLV, BLW). Auf Stufe Forschung gibt es aktuell keinen Handlungsbedarf.
FFG Nov. 2017: Diverse Dünger enthalten das Kalium-Phosphonat. Indikationen sind nicht vorhanden. VSGP, SOV, Swisscofel, Biosuisse hat ein Schreiben verfasst und dem BLV eingegeben mit dem Antrag zur Erhöhung des Höchstgehaltwertes. Biobetriebe haben jedoch diesbezüglich Rechtfertigungsprobleme diesbezüglich. Müssen aktiv werden. Mit den Kantonschemiker Gespräch suchen. Branchen sollen dies zusammen machen. Läuft.
AGS Sep. 2017: Einerseits sind einzelne Dünger bewilligt, die Kalium-Phosphonat enthalten. Diese können grundsätzlich in sämtlichen landw. Kulturen eingesetzt werden. Andererseits ist ein Pflanzenschutzmittel, das diese Verbindung enthält, explizit bei einzelnen Gemüsekulturen gegen Falsche Mehltaupilze und andere bewilligt. Dort, wo dieser Stoff nur als Dünger zugelassen ist, liegt der einzuhaltende Toleranzwert zu tief. Das weitere Vorgehen zur Entschärfung dieses Problems (Erhöhung Toleranzwert) ist vom BLW und BLV zu treffen.
21-04 bisher Allg. Gemüse NO3 im Grundwasser- Nitratprojekte Gemüsekulturen werden im vollen Wuchs geerntet, entsprechend gibt es hohe Nmin Restmengen im Boden. Gelichzeitig wird die Düngung aufgrund von Erfahrungswerten gemacht (und nicht Messwerten), weil das Probeziehen zu intensiv ist und Marktanliegen im Vordergrund stehen. Die Sachlage hat sich geändert (Nitrogäu/Humus erhalten). Es sollte geklärt werden inwiefern die Nutzung verschiedener Methoden (Pflanzensaftanalyse/Sensoren/Düngefenster) in Verbindung mit Anbautechnik (platzierte/herkömmliche- Düngung, pflugloser/Anbau/Untersaaten/Direktpflanzung kulturspezifisch (Arten/Lang/Kurzkultur) Entlastung bringen kann . Kosten/Nutzen sind zu evaluieren und ggf ein Label zu schaffen FFG 2020: Priorisierung auf 1.9 setzen. Stehen lassen. Hier muss die Branche/FFG infolge der verschiedenen politischen Vorgaben proaktiv werden. Projektideen dazu sind bei AGS vorhanden. Spezifische Düngungsnormen zu den Kulturen sind zu prüfen.
AGS Sep. 2020: Im Rahmen von regionalen vom Bund finanzierten sogenannten Nitratprojekten wird die nitratmindernde Wirkung von verschiedenen Kulturmassnahmen auch in Gemüsekulturen untersucht. Bsp. N-Düngung in Sommersätzen unter Berücksichtigung von Nmin, Wegfuhr von Ernterückständen, Herbst- und Winterbegrünung etc. Agroscope unterstützt die Projektmitarbeitenden (Umweltschutzämter, FiBL, Hochschulen) fachlich.
19-09 bisher 2020/26 2020/26 FiBL Tomaten, Gurken, Auberginen, Peperoni Biogreenhouse:
Optimierung der N-Düngung im geschützten Bio-Gemüseanbau
In der geschützten biologischen Gemüseproduktion genügen die vor der Pflanzung angebrachten Dünger nicht immer, um die N-Bedürfnisse der hungrigen Kulturen zu decken. Während der Kultur können zwar nur flüssige Mittel mit der Düngebewässerung angebracht werden. Diese organische Flüssigdünger sind aber sehr teuer, wenn man ausreichend Stickstoff zugeben will. Eine interessante Alternative wäre die Anbringung von Gärprodukten und sollte erforscht werden.
Ziel dieses Projektes ist allgemein die Entwicklung von Strategien zur optimierten Nutzung der flüssigen Gärprodukte im geschützten Gemüseanbau zu fördern.
FFG 2020: Praxis-Umsetzung weiterverfolgen. Um ein Jahr stehen lassen.
AGS Oct. 2020: Das Projekt "Biogreenhouse" endete im Februar 2020. Der Schlussbericht (Agroscope/Fibl) wurde dem BLW vorgelegt. Die allgemeine Schlussfolgerung ist, dass Gärreste als Düngemittel Erträge (Salat, Tomaten) ermöglichen, die identisch sind mit konventioneller organischer Düngung, aber mit 5- bis 10-mal geringeren Kosten als beim Kauf von Düngemitteln. Ein Industriefilter, mit dem der Gärrest gefiltert werden kann, um ein Produkt herzustellen, das direkt als Dünger verwendet werden kann, wurde in einen industriellen Partner-Fermenter eingebracht. Dieser Industriepartner wird die Möglichkeit testen, seine Gärreste vor Ort zu filtern und an die Produzenten zu verteilen. Agroscope und Fibl verfolgen dieses Projekt weiter.
FFG Nov. 2019: FiBL / AGS Conthey: Gemeinsames Projekt läuft noch eine Jahr weiter.
FFG Nov. 2018: Laufendes Projekt mit FiBL und Agrsocope. Läuft weiter.
AGS Sep. 2018: Projekt läuft. Eine Information der Produzenten wird im 2019 erfolgen.
FFG Nov. 2017: Projekt mit flüssigem Gärgut laufen lassen.
AGS Sep. 2017: Projekt wird mit FiBL 2018 fortgesetzt.
FFG 2016: Mit dem FiBLund AGR beim BLW ein Projekt eingegeben. Läuft.
AGS Sept 2016: Die Aufbereitung von Gärgut aus dem Prozess der Methangewinnung ist ein Forschungsthema das von Agroscope Conthey bearbeitet wird. Das Gärgut wird als Nährstoff für die Gemüsekulturen im Gewächshaus nach den Konzepten des biologischen Anbaus verwendet. Die erzielten Resultate sind sehr vielversprechend und ein Projekt zur finanziellen Unterstützung wurde 2016 in Zusammenarbeit mit dem FiBL beim BLW deponiert (Entscheid des BLW noch ausstehend).
21-07 bisher Allg. Gemüse Energiefrage En Während sich der VSGP der Energieträger und Bereitstellungsfrage widmet, wäre eine Umsetzung der Erkentnisse aus Holland zum Energiesparen auch wichtig. Stichwort "het nieuwe telen" kurz HNT ("das neue Kultivieren") und "kas als energiebron" (Link , www.kasalsenergiebron.nl). Das Konzept HNT in Gewächshäusern hat zum Ziel mindestens die gleiche Produktionsleistung zu erzeilen (wie bis anhin) bei jedoch geringerem Energieverbrauch. FFG 2020: Priorisierung auf 1.9 ändern, stehen lassen, aber eher in Wissenstransfer im Rahmen einer GH Tagung vornehmen, Siehe Projekt Nr. 14
20-22 bisher 2020/07 2020/07 AG BLW / FiBL / FS FR / Diverse Allg. Gemüse Problemunkräuter im Gemüsebau

Spätverunkrautung
F Die Verbreitung von Cyperus schreitet weiter voran. Der VSGP ist aufgefordert, Projekte zur Bekämpfung von Erstbefallsflàchen via Dämpfen zu unterstützen, und durch Bereitstellung von Mitteln andere Akteuere (Lagerhalter, Grossverteiler, Handel, Aemter) zur Teilnahme einzubinden. 19-22: Es ist wünschenswert, dass Wirkstoffe (v.a. Halosulfuron) in einem Langzeitversuch weiter getestet werden. Nur die nachhaltige Wirkung der Produkte ist relevant für das Abschätzen des Bekämpfungserfolges. Der Wirkstoff Halosulfuron wurde in Deutschland im 2015 erstmals befristet bewilligt und die Resultate aus den Anwendungen in den USA sind sehr überzeugend. Aufgrund der guten Erfahrungen in Europa und den USA ist der Erlass einer (befristeten) Bewilligung oder einer Sonderbewilligung im Rahmen einer Sanierungsstrategie für Körner- und Silomais auch in der Schweiz fällig.
Es soll geprüft werden, ob die Einarbeitung von Herbiziden wie beispielsweise Butisan S (Metazachlor) in der Saatbeetvorbereitung bei Kohl eine bessere Wirksamkeit gegen Erdmandelgras haben, als die Applikation nach der Pflanzung.

Verschiedene Problemunkräuter wie Cyperus esculentus, Abutilon theophrasti, Reynoutria japonica, Bidens spp., Artemisia vulgaris, Commelina communis usw. richten im Schweizer Gemüsebau grosse Schäden an. Deshalb sind Massnahmen dringend nötig:
1. Bekämpfungsstrategien (mechanisch und/oder chemisch) sind dringen vorzubereiten.
Oft werden diese Unkräuter durch Extensivierung und Biodiversität gefördert. Zum Beispiel Reynoutria japonica wird entlang von Flüssen durch mechanische Säuberungsschnitte verschleppt. Die öffentlichen/pricaten Dienstleister, welche solche Arbeiten ausführen, sollten deshalb dringend über die Problematik aufgeklärt werden.
2. Die Aufklärungsarbeiten/Informationen sollten national durchgeführt und koordiniert werden.

In Zwiebeln (aber ebenso weiteren Kulturen) und gerade auf organischen Böden ergibt sich das Problem der Spätverunkrautung, für die der bisherige Herbizideinsatz nicht ausreicht. Alternative Techniken, Prüfung Wartefristen, neue Kombinationen von Wirkstoffen/Konzentrationen wäre für organische Böden sinnvoll, bzw. die Kenntnis/Darstellung der optimalen Zeitpunkte zur Bekämpfung wieder erstarkender Unkräuter (Nachtschatten, Gänsefuss,....) . Parallel dazu ist der Mehraufwand/Ertragsverlust zu berechnen und einzupreisen (BWL)
FFG 2020: stehen lassen, v.a. auch interdisziplinäre Forschung/Beratung ist gefragt.
AGS Sep. 2020: Die Forschung hat das nötige Fachwissen erarbeitet. Es gibt konkrete Beispiele von stark verseuchten Flächen, die durch das konsequente Ergreifung von gezielten Bekämpfungsmassnahmen saniert werden konnten. Wo ein Wille und Ausdauer beim betroffenen Anbauer ist, gibt es auch einen Weg! Leider klemmt es in verschiedenen Kantonen und auf Bundesebene im Vollzug erheblich. AGS unterstützt aktuell eine Privatfirma fachlich, die eine mobile Dämpfmaschine (Durchlaufverfahren) für den Feldeinsatz entwickelt.
In den vergangenen Jahren wurden verschiedene bekannte und potenzielle neue Problemunkräuter bearbeitet und dazu jährlich 2 bis 3 Merkblätter erstellt, die auch konkrete Hinweise zur Bekämpfung enthalten. Diese Arbeiten sollen auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Für die regionale Weiterbildung sind die Kantone und Gemeinden (z.B. Pflanzenschutzfachstellen) zuständig.
Die überwiegende Mehrheit der in Zwiebeln bewilligten Herbizide ist nur für den Einsatz in frühen Kulturstadien zugelassen. Die Kulturen müssen daher rechtzeitig nachversiegelt werden. Es befindet sich ein für diesen Zweck geeignetes Bodenherbizid im Bewilligungsprozess. Es stellt sich die Frage, ob organische Säuren (Naturherbizide) als Abbrenner für die Anwendung in späteren Kulturstadien bewilligt werden.
FFG Nov. 2019: Stehen lassen. Problem als Ganzes noch nicht gelöst. AGS bleibt aktiv daran für die Lösungsfindungen bei Gemüsekulturen.
VSGP Oct. 2019: Da es an einer schweizweiten Information, Koordination und Übersicht mangelt, hat eine Delegation aus KOLAS, KPSD und SBV, in Absprache mit dem BLW, beschlossen, die vielen aktiven und inaktiven EMG-Arbeitsgruppen in zukünftig einer Arbeitsgruppe "Nationale Koordination Erdmandelgras" zusammen zu fassen. Eine erste Tagung findet im November statt.
AGS Sep. 2019: Die methodischen und technischen Grundlagen zur Eliminierung von Erstbefallsstellen wurden von der ExtG ausgearbeitet. Jetzt geht es ans Umsetzen, was angesichts der nach wie vor fehlenden Vorgaben und Richtlinien seitens des Bundes und der meisten Kantone ein schwieriges Unterfangen ist.
Unter Praxisbedingungen wurden auch (Herbizid-)Strategien zur Sanierung von stark befallenen Flächen entwickelt und erfolgreich auf ihre Wirksamkeit geprüft. Halosulfuron wäre ein wertvoller Baustein in einer solchen Bekämpfungsstrategie, ist jedoch als Einzelmassnahme nicht der Schlüssel zur Lösung.
FFG Nov. 2018: Verschiedene Versuchsergebnisse liegen vor. Kommunikation, vorallem auch bezüglich der Samenübertragung, weiter forcieren. Läuft, stehen lassen.
AGS Sep. 2018: Die Langzeit-Bekämpfungsversuche gegen Erdmandelgras in gemüsebau-/ackerbaulich genutzten Flächen wurden fortgesetzt. Es zeigt sich, dass bei konsequenter und lückenloser Bekämpfung des auflaufenden Erdmandelgrases der Befallsdruck über die Jahre betrachtet deutlich abnimmt (Abnahme der keimfähigen Knöllchen im Boden => Sanierung von Befallsflächen). Diverse auf privater Basis initiierte Versuche zur thermischen Bekämpfung von ersten Befallsstellen durch Bodendämpfung werden fachlich begleitet. Die Praxis wurde hinsichtlich des Verschleppungsrisikos durch Samen weiter sensibilisiert.
FFG Nov. 2017: Läuft
AGS Sep. 2017: Auch in gemüsebaulich genutzten Flächen treten laufend neue schwer bekämpfbare Problemunkräuter auf (aktuelles Bsp. Sumpfknöterich). In Zusammenarbeit mit den regionalen Fachstellen werden Eliminierungs- und Bekämpfungsstrategien geprüft. Untersuchungen zur Bedeutung der generativen Fortpflanzung bei der Weiterverbreitung von Erdmandelgras haben ergeben, dass sich aus Samen auch unter Freilandbedingungen neue Herde von Cyperus entwickeln können. Inskünftig werden von der FG ExtG im Zusammenhang mit dem Erdmandelgras nur noch rein Gemüsebau-spezifische Problemstellungen bearbeitet. Die Federführung in der Cyperus-Forschung liegt bei der FG Herbologie in Changins.
FFG 2016: laufen lassen, läuft mit anderen Problemunkräuter und Neophyten.
AGS Sept. 2016: Die Leitung des Projektes zur Entwicklung von Bekämpfungsstrategien gegen das Erdmandelgras liegt bei der Herbologiegruppe in Changins (J. Wirth und C. Bohren) Die ExtG beschäftigt sich noch mit rein gemüsebaulich behafteten Fragen wie der Entwicklung von Herbizidstrategien bei ausgewählten Gemüsearten.
Kommentare 2010-2015 gelöscht.
20-21 bisher FiBL / fenaco Allg. Gemüse Kupfer-Reduktion im Freilandgemüse F Wo Kupfer als PSM bewilligt ist, sollte eine angemessene Menge appliziert werden (Minimal Bereich). Aktiv an Massnahmen und Strategien arbeiten um Kupfer effizienter einzusetzen und zumindest teilweise zu ersetzen (FiBL arbeitet schon daran). FFG 2020: "Strategische Partnerschaft" fenaco/FiBL gibt vielleicht Neuigkeiten? stehen lassen. Interessante Mittel stehen in Prüfung (FiBL). Das Mittel welches Kupfer vollständig ersetzt ist noch nicht gefunden, da es eine grosse Breitenwirkung hat.
AGS Sep. 2020: Gibt es schon einen Silberstreifen am Himmel bezüglich Kupferersatz?
FFG Nov. 2019: FiBL ist seit Jahren daran Ersatzprodukte für Kupfer zu finden. Ein vielversprechender Wirkstoff braucht jedoch noch ein paar Jahre bis zur Bewilligung. AGS muss hier nicht aktiv werden, da FiBL viel Erfahrung auf diesem Gebiet hat. Auch die gesamteeuropäische Bioforschung ist dazu sehr aktiv.
AGS Sep. 2019: Wie weit sind die Untersuchungen des FIBL bereits fortgerschritten?
19-23 bisher 2020/11 2020/11 Broccoli Falscher Mehltau, Alternaria in Bio Broccoli F Woher kommt es? Wie kann man Kopffäule in Bio Broccoli vermeiden? Gibt es Mittel? Technische Lösungen? FFG 2020: Strategieversuche am Laufen und noch nicht abgeschlossen. Stehen lassen und weiter verfolgen. FiBL plant ein 4-jähriges Projekt für Bio-Broccoli.
AGS Sep. 2020: Es wurde auf einem Privatbetrieb eine grosse Palette von verschiedenen Fungiziden eingesetzt. Der Versuch ist noch laufend. Die Auswertungen folgen
FFG Nov. 2019: Könnte mit dem Extensionprojekt bearbeitet werden, da dort nicht nur Alternaria, sondern auch Falscher Mehltau bearbeitet wird.
AGS Sep. 2019: Auf Praxiseinsendungen von Broccoli mit diesen Symptomen wurde überwiegend Alternaria diagnostisch nachgewiesen. 2019 wurde bei AGS ein Versuch zur Prüfung von verschiedenen Wirkstoffen gegen diese Krankheit angelegt. Auswertung folgt Ende Oktober.
FFG Nov. 2018: Stehen lassen, da Problem in der Praxis besteht. In die Lücken verschieben. Broccoli minor use. Priorisierung auf 1.9 ändern.
AGS Sep. 2018: Der Bioanbau ist angesprochen. Gibt es diesbezüglich bereits Praxis- und Versuchserfahrungen? Saatguthygiene/-desinfektion. Einsatz von biotauglichen nicht-chemischen Mitteln?
15-28 bisher 2020/06 2020/06 Chicorée Witloof Chicorée Minierfliegen F In Chicorée kommen 3 Arten* von Minierfliegen vor und richten Schaden an. Probleme bereitet vor allem die 3. Generation ab Mitte August bis zur Wurzelernte. Die Minierfliegenlarven gelangen mit den Wurzeln in die Lagerung und Treiberei. Da sie minieren und dabei die Triebknospen beschädigen, entsteht massives Seitentriebwachstum in der Treiberei. Die Zapfen werden unverkäuflich und es kann zum Ernte-Totalausfall kommen. Es gibt derzeit kein Produkt, das in der CH zur Bekämpfung der Minierfliegen bewilligt ist. Bewilligungssituation Ausland: In Belgien sind Dimethoat-haltige Produkte bewilligt. In Deutschland ist neben Karate Zeon (Lambda-Cyhalothrin) noch der Wirkstoff Abamectin in Chicorée gegen Minierfliegen zugelassen.
Zulassung mindestens eines Wirkstoffs, der gegen *Napomyza cichorii, *Liriomyza huidobrensis und *Ophiomyia pinguis eingesetzt werden kann. Die Behandlung der 2. / 3. Generation (später Herbst) ist dabei besonders wichtig!
Nur wenn dieser späte Minierfliegenbefall bekämpft werden kann, wird vermieden, dass befallene Wurzeln eingelagert werden. Optisch ist der Schaden erst bei der Treiberei sichtbar und führt zu enormem Rüstaufwand und Totalausfall.
FFG 2020: läuft, stehen lassen. Erkenntnisse müssen erarbeitet werden. Es muss jedoch noch mehr über die Flugaktivität der Fliege bekannt sein.
AGS Sep. 2020: Die Chicoréeminierfliege tritt in einzelnen Regionen auf und das im Jahresverlauf sehr sporadisch. Fallen wurden in der West- und Ostschweiz installiert, um mehr Anhaltspunkte zum Auftreten dieses Schädlings zu erhalten.
FFG Nov. 2019: Versuche sind mit AGS am Laufen. Fliegen werden gefangen und gezüchtet bei AGS.
AGS Sep. 2019: Es laufen Fallenversuche in der Romandie zwecks Monitoring der Flugaktivität der Chicoréeminierfliege, die von Andi Bühler betreut werden.
FFG Nov. 2018: In Frankreich wurde Tiemetoat gestrichen. West Schweiz hat bezüglich dem Schaderreger ein Monitoring. Im letzten Jahr Schadinsekt nicht aufgetreten. Versuche somit nicht durchführbar gewesen.
AGS Sep. 2018: Wurde 2018 in einzelnen Produktionsgebieten ein Monitoring durchgeführt? Der Bekämpfungserfolg hängt von einer gezielten Terminierung der einzelnen Bekämpfungsmassnahmen ab. In Belgien ist der Wirktoff Abamectin gegen die Chicorée-Minierfliege zugelassen => minor use-Gesuch stellen.
FFG Nov. 2017: Läuft
AGS Sep. 2017: Wird gemeinsam mit der Kohl- und Möhrenfliege im Rahmen eines Projektes zur Bekämpfung von Gemüsefliegen bearbeitet (Ext. 16-11)
FFG 2016: laufen lassen in Zusammenarbeit mit Chicorée - Produktion.
AGS Sept. 2016: Im Rahmen des Lückenindikationsprojektes wird auf eine Bewilligung von zusätzlichen Insektiziden hingearbeitet (minor use Verfahren). Das Monitoring wird in Befallsregionen weitergeführt.
Kommentare 2010-2015 gelöscht.
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